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Bewegung am Loch

Mittwoch, 10. September 2008, 11:20 Uhr
Das Ende einer weiteren unendlichen Geschichte in Nordhausen ist in Sicht. Diesmal geht es um ein Loch. Mehr dazu natürlich in Ihrer nnz...


Die Stadtverwaltung hat jetzt die Möglichkeit, die Baugrube an der Kreuzung Hagen/Wallrothstraße zu kaufen. Das kündigte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) an. Sollte der Kauf zustande kommen, sieht sie als Zwischennutzungsmöglichkeit bis zu einer endgültigen Verwendung der Immobilie die Einrichtung von Parkflächen. „Das passt insofern, als mit dem Bau des Einkaufszentrums am Pferdemarkt der Bedarf an Parkflächen steigen wird, weil im Gegenzug zum Beispiel in der Wolfstraße Standflächen wegfallen werden. Allerdings sind endgültige Aussagen dazu erst dann möglich, wenn wir tatsächlich Eigentümer der Brache sind.“

„Ich bin glücklich, dass die guten Verhandlungen unseres Liegenschaftsmanagements erfolgreich waren und jetzt Bewegung in die Sache gekommen ist, und dass dieses Schandfleck schon bald der Vergangenheit angehören kann“, sagte die Oberbürgermeisterin. Positiv sei zugleich, dass der Erwerb zu einem fairen Preis möglich sei. „Dass korrespondiert mit den Vorgaben eines Stadtratsbeschlusses, der uns finanziell enge Grenzen für den Kauf gesetzt hatte“, so die Oberbürgermeisterin. Die Stadt werde jetzt Städtebaufördermittel beantragen für den Zwischenerwerb der Immobilie.

Die rund 2100 Quadratmeter große Fläche ist seit Mitte der 90-iger Jahre eine Brache. Ursprünglich hatte ein privater Investor hier den Bau von Wohn- und Geschäftshäusern geplant. Der Investor konnte aus wirtschaftlichen Gründen das Vorhaben nicht beenden, das Grundstück blieb unbebaut. Vor einigen Monaten hatte die Stadt Nordhausen die Initiative ergriffen und beim zuständigen Amtsgericht in Paderborn einen Nachtragsliquidator bestellt, um das Grundstück wieder vermarktungsfähig zu machen. Gleichzeitig wurde mit der Gläubigerbank über den Kauf verhandelt. „Wir rechnen damit, dass wir zum Jahresende Eigentümer des Grundstücks sind“, so Frau Rinke.
Autor: nnz

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