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nnz-Rückspiegel: 27. Juni 2001

Donnerstag, 27. Juni 2002, 07:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Strom, Zustimmung, JUH und Punkte


In Thüringen mehr Strom abgesetzt
Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik setzten die Stromversorgungsunternehmen im Jahr 2000 rund 9.607 Millionen Kilowattstunden (kWh) an die Letztverbraucher im Land ab. Gegenüber 1999 erhöhte sich damit der Absatz um 3 Prozent, während sich die Erlöse um 13,7 Prozent verringerten. Mehr als die Hälfte des Stromes (50,5 Prozent) wurde an Industriebetriebe abgegeben, die damit 4 Prozent mehr Strom als im Jahr zuvor aus dem öffentlichen Netz bezogen. An die privaten Haushalte wurden rund 29 Prozent des Stromes verkauft. Gegenüber 1999 blieb der Strombedarf relativ konstant.
Im Durchschnitt entnahm jeder Thüringer Haushalt 2.575 kWh (1999: 2.632 kWh). Das waren 3,2 kWh Strom pro Einwohner und Tag...ausführlich im nnz-Archiv


Zustimmung zum Industriegebiet
Der Verband der Wirtschaft Nordhausen hatte gestern zu seiner Mitgliederversammlung eingeladen. Zu Beginn der Veranstaltung informierte der 1. Vorsitzende des Verbandes, Hans-Joachim Junker, über die wirtschaftliche Entwicklung in Thüringen und im Landkreis Nordhausen. Hierbei ging der Geschäftsführer der Nordbrand Nordhausen GmbH von einer Stagnation im Landkreis aus. Es gebe sogar erste Anzeichen von einem leichten Rückwärtstrend. Vertreter der Volksbank Nordthüringen informierten als Gastgeber die Mitglieder des Verbandes über die kommende Euro-Einführung. Es gebe trotz aller Vorbereitungen und Informationen im Vorfeld der Umstellung immer noch viele Unwägbarkeiten, vor allem für den Zeitraum, da beide Währungen noch gültige Zahlungsmittel seien. Es wurden auch Befürchtungen laut, daß sich Kriminelle dieser Unsicherheit bedienten. Als Gast konnte der Verband unter anderem den Leiter der Polizeidirektion Nordhausen, Günter Lierhammer, begrüßen. Lierhammer stellte den Anwesenden die Struktur der Thüringer Polizei und vor allem der Nordhäuser Direktion vor. Anhand der Unfall- und Kriminalitätsstatistik schilderte der Poizeioberrat die Arbeit der Beamten. Er verwies dabei vor allem auf die hohe Aufklärungsquote. Schließlich informierten sich die Unternehmer über den Stand der Planungen zum künftigen Industriegebiet in der Goldenen Aue. Hier erläuterte der Planungsverbandsvorsitzende den aktuellen Stand. Die Mitglieder des Wirtschaftsverbandes waren sich einig, daß sie sich künftig intensiver für das Industriegebiet einsetzen würden. Für die Wirtschaft des Landkreises Nordhausen stehe fest, daß ein Vorhalten eines solchen Industriegebietes eine Chance für die gesamte Region darstelle. Den Planungsverband wollen die hiesigen Unternehmen mit ihren Möglichkeiten noch effektiver unterstützen...ausführlich im nnz-Archiv


In ein Nest gestochen?
Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) feierte in diesem Monat den 10. Geburtstag ihres Bestehens im Landkreis Nordhausen. Nach nnz-Informationen fällt auf das Jubiläum jedoch ein Schatten. Die Geschichte begann für die nnz mit einem kleinen Hinweis. Darin war von einer Kündigungswelle von Schwestern der JUH die Rede. Also fragten wir beim Kreisverstand der Organisation nach. Carsten Wiedenfeld vom JUH-Kreisvorstand bestätigte die Kündigung von zehn Schwestern. Die Damen seien sozusagen „im Block“ zum Mitbewerber, dem Diakonieverein in Günzerode, gewechselt. Ein personeller Aderlaß, den auch die JUH nicht so schnell verschmerzen kann. Doch es kam schlimmer: Die Schwestern hätten nach Angaben von Wiedenfeld auch die ihnen anvertrauten Patienten „mitgenommen“.

Das wollen die Johanniter jedoch nicht so hinnehmen, schließlich hätten die Patienten einen Vertrag mit der JUH und nicht mit den Schwestern abgeschlossen. Wiedenfeld kündigte an, daß man dagegen gerichtlich vergehen werde. Vor der Kündigungswelle arbeiteten 20 Schwestern in der Sozialstation, jetzt sind es bereits wieder 15. „Die Johanniter haben sowohl eine lange Tradition, als auch einen große Organisation hinter sich. So lasse sich auch eine wirtschaftliche Talsohle durchschreiten“, beschreibt Wiedenfeld den gegenwärtigen Zustand...ausführlich im nnz-Archiv


Erste Punkte in Flensburg
Der Alltag von Polizeibeamten ist mitunter sehr hart. Doch heute konnten die Beamten im Landkreis Nordhausen sich ein Schmunzeln nicht unterdrücken. In der Ortslage Stempeda hatten die Polizisten ein vielen Autofahrern bekanntes LAVEG-Kontrollgerät aufgebaut. Temposünder sollten ermittelt werden. Zu den Sündern gehörte denn auch die 90 Jahre alte Fahrerin eines VW Polo. Die Nordhäuserin war wesentlich schneller unterwegs, als es die Polizei in einer 30er Zone erlaubte. Sie wurde mit satten 59 kmh gemessen. Ihre erste Reaktion: „Mit meinen 90 Lebensjahren bin nun das erste Mal in Flensburg registriert“. Tagesschnellster war übrigens ein Ford-Fahrer aus Bremen. Er wurde mit beachtlichen 69 kmh geblitzt. Ihm drohen nun 200 Mark Geldstrafe, drei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Insgesamt wurden innerhalb einer Stunde 14 Autos geblitzt.
Autor: nnz

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