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Wie weiter mit dem Theater?

Dienstag, 25. Juni 2002, 08:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Diese Frage beschäftigte in der zurückliegenden Zeit auch den Nordhäuser Kreisvorstand des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes. nnz veröffentlicht seine Stellungnahme.


„Der Thüringer Landesvater hat ein Machtwort gesprochen: Bis spätestens 21. Juli 2002 sollen der Landesregierung schlüssige Konzepte zur Sicherung des Fortbestandes der Thüringer Theater vorgelegt werden. Die nnz berichtete bereits in der vergangenen Woche darüber, dass diese einen Zuschussbedarf haben, der bereits jetzt weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Das Land hat nunmehr auf die Kostenbremse getreten und droht damit, den Geldhahn vollständig zuzudrehen, wenn nicht tief greifende Einsparungsvorschläge unterbreitet werden.

Es ist also höchste Zeit, dass sich die Gesellschafter des Theaters Nordhausen auf einen gemeinsamen Standpunkt einigen. Die entsendenden Gremien der vier Gesellschafter, die Kreistage und Stadträte, haben Vertreter für den Aufsichtsrat gewählt, sie sollten sich bei ihren zu treffenden Entscheidungen auch auf die Empfehlungen der Aufsichtsratsmitglieder zur Sicherung des Fortbestandes stützen, denn diese haben naturgemäß den besten Einblick in die laufenden Geschäfte.

Die Sicherung des Theaterstandortes Nordhausen muss oberste Priorität haben, über das „Wie“ muss zügig und sachlich entschieden werden. Den Argumenten der drei Minderheitsgesellschafter kann man sich als Außenstehender nicht völlig verschließen, auch wenn ein Spartenabbau wohl von niemandem mit Jubelrufen begleitet wird. Schmerzlos wird es aber nicht abgehen können und so bleibt wohl nur die Möglichkeit, Schadensminimierung zu betreiben.
Hohberg, Kreisverbandsvorsitzender
Autor: nnz

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