Die Blutspur führt nach Brüssel
Dienstag, 25. Juni 2002, 08:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Der 1. Juli ist der Tag der Tiertransporte. Dazu einige Anmerkungen von Nordhäuser Tierschützern.
Misshandlungen beim Verladen, qualvolle Enge in den Transportern, drückende Hitze, quälender Durst, Schmerzen auf Grund von Verletzungen, so dass die Tiere über mehrere Tage hinweg solcherart leiden, dass der Tod eine Erlösung darstellt. Dies ist in ganz Europa die Realität der Transporte von lebenden Tieren. An die Leiden der Tiere, die oftmals über Tausende von Kilometern zu den Schlachthöfen transportiert werden, erinnert der bevorstehende 1. Juli, der Tag der Tiertransporte.
Seit vielen Jahren rütteln die erschütternden Bilder von Tiertransporten die Menschen auf. Doch geändert hat sich nichts empört sich der Vorsitzende des Nordhäuser Schutzvereins Tiere in Not e. V. Manuel Thume über die Untätigkeit der EU-Kommission. Ob Schweine, Kälber, Pferde oder Schafe: Die Tiere werden quer durch Europa gekarrt und leiden dabei unsägliche Qualen. Pferde beispielsweise werden von Litauen nach Sardinien transportiert in brütender Hitze. Sie werden geschlagen, viele von ihnen brechen vor Erschöpfung zusammen. Diese Strapazen werden ihnen aus reiner Profitgier zugemutet, denn der Transport lebender Tiere zum Schlachthof ist auch dann billiger als der Transport von Fleisch, wenn der Schlachthof Tausende von Kilometern entfernt ist.
Diese unsäglichen Zustände beim Transport der Tiere dokumentiert auch ein EU-Bericht. Hier wird offiziell bestätigt, dass in den hoffnungslos überladenen Transportern auch verletzte und kranke Tiere mehr tot als lebendig zur Endstation ihres Lebens gekarrt werden. Tierschützer fordern seit langem ein Vorgehen gegen diese Zustände. Zu den Forderungen gehört eine zeitliche Begrenzung der Transporte sowie eine bessere Ausstattung der Transportfahrzeuge. Wichtig sei es auch, dass die Fahrer eine entsprechende Ausbildung besitzen, damit sie den Tieren helfen können. Selbstverständlich sollte es sein, dass den Tieren Wasser zur Verfügung steht und dass die Transportbedingungen regelmäßig kontrolliert werden. Da der Transport für die Tiere in jedem Fall mit erheblichen Leiden und Schmerzen verbunden ist, sollte hierauf so weit wie möglich verzichtet werden. Die Tiere sollten statt dessen auf dem nächstgelegenen Schlachthof getötet werden. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass Kälber und Schweine diesen Strapazen ausgesetzt werden, denn Profitgier ist kein solcher vernünftiger Grund. Daher fordern wir die Schlachtung in größtmöglicher Nähe zum Hof, erklärt der Tierschutzvorsitzende Manuel Thume abschließend.
Autor: nnzMisshandlungen beim Verladen, qualvolle Enge in den Transportern, drückende Hitze, quälender Durst, Schmerzen auf Grund von Verletzungen, so dass die Tiere über mehrere Tage hinweg solcherart leiden, dass der Tod eine Erlösung darstellt. Dies ist in ganz Europa die Realität der Transporte von lebenden Tieren. An die Leiden der Tiere, die oftmals über Tausende von Kilometern zu den Schlachthöfen transportiert werden, erinnert der bevorstehende 1. Juli, der Tag der Tiertransporte.
Seit vielen Jahren rütteln die erschütternden Bilder von Tiertransporten die Menschen auf. Doch geändert hat sich nichts empört sich der Vorsitzende des Nordhäuser Schutzvereins Tiere in Not e. V. Manuel Thume über die Untätigkeit der EU-Kommission. Ob Schweine, Kälber, Pferde oder Schafe: Die Tiere werden quer durch Europa gekarrt und leiden dabei unsägliche Qualen. Pferde beispielsweise werden von Litauen nach Sardinien transportiert in brütender Hitze. Sie werden geschlagen, viele von ihnen brechen vor Erschöpfung zusammen. Diese Strapazen werden ihnen aus reiner Profitgier zugemutet, denn der Transport lebender Tiere zum Schlachthof ist auch dann billiger als der Transport von Fleisch, wenn der Schlachthof Tausende von Kilometern entfernt ist.
Diese unsäglichen Zustände beim Transport der Tiere dokumentiert auch ein EU-Bericht. Hier wird offiziell bestätigt, dass in den hoffnungslos überladenen Transportern auch verletzte und kranke Tiere mehr tot als lebendig zur Endstation ihres Lebens gekarrt werden. Tierschützer fordern seit langem ein Vorgehen gegen diese Zustände. Zu den Forderungen gehört eine zeitliche Begrenzung der Transporte sowie eine bessere Ausstattung der Transportfahrzeuge. Wichtig sei es auch, dass die Fahrer eine entsprechende Ausbildung besitzen, damit sie den Tieren helfen können. Selbstverständlich sollte es sein, dass den Tieren Wasser zur Verfügung steht und dass die Transportbedingungen regelmäßig kontrolliert werden. Da der Transport für die Tiere in jedem Fall mit erheblichen Leiden und Schmerzen verbunden ist, sollte hierauf so weit wie möglich verzichtet werden. Die Tiere sollten statt dessen auf dem nächstgelegenen Schlachthof getötet werden. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass Kälber und Schweine diesen Strapazen ausgesetzt werden, denn Profitgier ist kein solcher vernünftiger Grund. Daher fordern wir die Schlachtung in größtmöglicher Nähe zum Hof, erklärt der Tierschutzvorsitzende Manuel Thume abschließend.
