Thüringer Reisebüros in der Krise?
Montag, 24. Juni 2002, 16:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Die schlechte Konjunkturlage und die Angst vor Terroranschlägen beeinträchtigen zunehmend die Reiselust der Thüringer. Laut einer IHK-Umfrage bei 125 Reisebüros Nord- und Mittelthüringens sei das Buchungsgeschäft für den Sommer 2002 sehr viel später und schwächer angelaufen als in den Vorjahren.
Drei von vier Betrieben geben rückläufige Umsatzzahlen an, informierte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Nur noch jedes fünfte Unternehmen wäre mit der gegenwärtigen Geschäftslage zufrieden. Vor allem Reisen ins Ausland seien weniger nachgefragt, könnten aber durch Inlandsbuchungen nicht ausreichend kompensiert werden. Während in den vergangenen Jahren trotz Konjunkturflaute kaum Abstriche am Reisebudget gemacht wurden, schlägt die Verunsicherung der Verbraucher nun auch in dieser Branche durch, warnt Grusser. Jedes vierte Reisebüro signalisiere bereits finanzielle Engpässe. Die extrem hohen Fixkosten würden dabei nur wenig Spielraum bieten, die Betriebskosten weiter zu reduzieren.
Hinzu kämen rückläufige Provisionssätze beim Verkauf von Last-Minute-Angeboten, die von den großen Reiseveranstaltern verstärkt genutzt werden, um die Buchungsausfälle der ersten Monate des Jahres auszugleichen. Inzwischen erzielten zahlreiche Reisebüros nicht einmal mehr die kalkulierte Basisprovision. Grusser befürchtet im Ergebnis dieser Entwicklung einen weiteren Konzentrationsprozess bei den Reisevermittlern. Kleine Familienbetriebe könnten sich nur noch mit Mühe gegenüber den Vertriebszentren der großen Reiseveranstalter behaupten.
Autor: nnzDrei von vier Betrieben geben rückläufige Umsatzzahlen an, informierte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Nur noch jedes fünfte Unternehmen wäre mit der gegenwärtigen Geschäftslage zufrieden. Vor allem Reisen ins Ausland seien weniger nachgefragt, könnten aber durch Inlandsbuchungen nicht ausreichend kompensiert werden. Während in den vergangenen Jahren trotz Konjunkturflaute kaum Abstriche am Reisebudget gemacht wurden, schlägt die Verunsicherung der Verbraucher nun auch in dieser Branche durch, warnt Grusser. Jedes vierte Reisebüro signalisiere bereits finanzielle Engpässe. Die extrem hohen Fixkosten würden dabei nur wenig Spielraum bieten, die Betriebskosten weiter zu reduzieren.
Hinzu kämen rückläufige Provisionssätze beim Verkauf von Last-Minute-Angeboten, die von den großen Reiseveranstaltern verstärkt genutzt werden, um die Buchungsausfälle der ersten Monate des Jahres auszugleichen. Inzwischen erzielten zahlreiche Reisebüros nicht einmal mehr die kalkulierte Basisprovision. Grusser befürchtet im Ergebnis dieser Entwicklung einen weiteren Konzentrationsprozess bei den Reisevermittlern. Kleine Familienbetriebe könnten sich nur noch mit Mühe gegenüber den Vertriebszentren der großen Reiseveranstalter behaupten.
