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Das Guinnessbuch zum Greifen nah

Montag, 24. Juni 2002, 14:10 Uhr
Ellrich (nnz). Die Harzumrundung des VfL 28 Ellrich ist geglückt. nnz hat mit den Sportlern geschwitzt und Aktuelles vom Geschehen an der Strecke erfahren.


Zum Glück kein verhexter Weg 330 anstrengende Kilometer liegen hinter den fünf Läufern, fünf Fahrradfahrern und der Versorgungsmannschaft, die für Transport und Verpflegung zuständig waren. Die Sportler des VfL 28 Ellrich stellten sich am Samstag einer großen Herausforderung und wagten sich daran, zu Fuß und per Fahrrad den Harz zu umrunden (nnz berichtete am Samstag).

Die Strecke führte entlang des Harzrundweges, der mit der grünen, Fahrrad fahrenden Hexe gekennzeichnet ist. Diesen Weg hielten auch alle strikt ein, obwohl man auf die bequemere Straße hätte ausweichen können. Die Etappen, Durchgangszeiten und alle wichtigen Infos konnten zeitgleich auf der eigenen Homepage unter www.harzumrundung.de verfolgt werden

Der Aufwand für Organisation und Vorbereitung im Vorfeld haben sich gelohnt. In einer Zeit unter 30 Stunden wollten die Athleten die Strecke hinter sich bringen. Nachdem sich alle zum gemeinsamen Zieleinlauf am Penny Markt in Ellrich getroffen hatten, blieb die Stoppuhr am Ende bei 25 Stunden, 21 Minuten und 43 Sekunden stehen. Etwas erschöpft, aber doch zufrieden waren die Läufer und Fahrer auf dem Sportplatz in Ellrich angekommen.

Stolz können sie sein, winkt ihnen mit diesem Erfolg doch der Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Eine Harzumrundung in dieser Form ist bisher einmalig. Ob der Traum vom schriftlichen Vermerk in dieser „Bestenliste“ tatsächlich erfüllt wird, entscheidet sich jedoch erst im nächsten Frühjahr. „Erst müssen wir den Eintrag beantragen. Dann entscheidet eine Kommission darüber, welche Einträge aufgenommen werden“, erklärte einer der Athleten die Vorgehensweise. Die Chancen des Vereins stünden allerdings nicht schlecht.

Das Alterprofil der Sporteler war weit gestreut. Der älteste Teilnehmer bewies, dass man auch mit 55 Jahren noch 66 Kilometer im Harz zurücklegen kann. Das „Küken“ spurtete mit 34 Jahren durch den Wald. Im wesentlichen verlief die Tour zufriedenstellend. Bis auf zwei kurze Schauer sei das Wetter sehr günstig zum Laufen gewesen. Schwierig gestalteten sich dagegen die Nachtetappen. Zwar waren sowohl die Läufer als auch die Fahrer mit mehreren Lampen gegen die Dunkelheit gerüstet, trotzdem war das Laufen im Dunkel durch einige Lichtausfälle schwierig. Auch kleinere Fahrradpannen konnten nicht vermieden werden.

„Ich bin froh, dass sie alle wieder gut angekommen sind“, so der Ellricher Bürgermeister Gerald Schröder erleichtert gegenüber der nnz. „Vielleicht ist das für andere Vereine ein Ansporn, unseren Rekord zu brechen. Weitere Starts von Rekordjägern könnte durchaus mehr Leben in unsere Stadt bringen.“
Autor: mj

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