nnz-Forum: Immer schön am Bürger vorbei
Dienstag, 26. August 2008, 08:39 Uhr
Die Bevölkerungszahlen gehen in Thüringen zurück. Für die SPD in Nordhausen gibt es einen Schuldigen – die allein regierende CDU. Da regt sich natürlich – vorsichtig ausgedrückt – Unverständnis....
Eigentlich hat das Thema Demografische Zukunft eine Schwelle der Ernsthaftigkeit erreicht, die jegliche ideologisch motivierte Selbstdarstellung einfach nur noch als Farce durchgehen lässt. Weil sonst der Richtigkeit halber auch die aktuelle Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern ein Totalausfall ist. Denn in Folge ihrer Politik schaffte es dieses Bundesland sogar noch einen Platz hinter Thüringen. Na bravo! Und wem ist jetzt mit der Erkenntnis geholfen, dass es die einen nicht besser gemacht haben als die anderen?
Es gibt hier nichts zu beschönigen. Nur darf man nicht bei der halben Wahrheit bleiben. Bereits im Vorwort der besagten Studie wird von einem europäischen Problem gesprochen; nicht nur von einem Thüringer, schon gar nicht von nur einem Nordhäuser. Richtig ist unbestritten, dass - bei aller globalen Tragweite - die Ursachen der beängstigenden Bevölkerungsprognosen auch bei uns, sozusagen um die Ecke, liegen. Ob es jedoch Sinn macht, sich als Gutmenschen zu verkaufen, denen diese Ursachen schon immer bekannt waren und ohne die alles noch viel schlimmer wäre, darf gern bezweifelt werden.
Und so müssen wie angeführt gemeinsame Entscheidungen her, um den Ursachen zu begegnen. Das fängt hier in unserer Stadt an. Aber mal ehrlich, glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, dass mehr als die Hälfte der Mitmenschen unserer Heimatstadt mit solchen Instrumentarien wie Flächennutzungsplan oder Integriertes Stadtentwicklungskonzept den Nordhäuser Fortschritt verbindet. Die meisten wird der Begriff/der Titel an sich schon abschrecken, da bleiben die besten Inhalte auf der Strecke. Da gehen dann auch die Entscheidungen eines Stadtrates, gemeinsam getroffen hin oder her, am Bürger vorbei.
Das ist dann wohl auch eine Ursache – allerdings eine Ursache von Politikverdrossenheit. Die wiederum beschäftigt ganz Deutschland. Deshalb gehen Menschen nicht nur von Deutschland Ost nach Deutschland West, sondern verlassen gleich die Bundesrepublik.
Sven Lutze, Bürger von Nordhausen
Eigentlich hat das Thema Demografische Zukunft eine Schwelle der Ernsthaftigkeit erreicht, die jegliche ideologisch motivierte Selbstdarstellung einfach nur noch als Farce durchgehen lässt. Weil sonst der Richtigkeit halber auch die aktuelle Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern ein Totalausfall ist. Denn in Folge ihrer Politik schaffte es dieses Bundesland sogar noch einen Platz hinter Thüringen. Na bravo! Und wem ist jetzt mit der Erkenntnis geholfen, dass es die einen nicht besser gemacht haben als die anderen?
Es gibt hier nichts zu beschönigen. Nur darf man nicht bei der halben Wahrheit bleiben. Bereits im Vorwort der besagten Studie wird von einem europäischen Problem gesprochen; nicht nur von einem Thüringer, schon gar nicht von nur einem Nordhäuser. Richtig ist unbestritten, dass - bei aller globalen Tragweite - die Ursachen der beängstigenden Bevölkerungsprognosen auch bei uns, sozusagen um die Ecke, liegen. Ob es jedoch Sinn macht, sich als Gutmenschen zu verkaufen, denen diese Ursachen schon immer bekannt waren und ohne die alles noch viel schlimmer wäre, darf gern bezweifelt werden.
Und so müssen wie angeführt gemeinsame Entscheidungen her, um den Ursachen zu begegnen. Das fängt hier in unserer Stadt an. Aber mal ehrlich, glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, dass mehr als die Hälfte der Mitmenschen unserer Heimatstadt mit solchen Instrumentarien wie Flächennutzungsplan oder Integriertes Stadtentwicklungskonzept den Nordhäuser Fortschritt verbindet. Die meisten wird der Begriff/der Titel an sich schon abschrecken, da bleiben die besten Inhalte auf der Strecke. Da gehen dann auch die Entscheidungen eines Stadtrates, gemeinsam getroffen hin oder her, am Bürger vorbei.
Das ist dann wohl auch eine Ursache – allerdings eine Ursache von Politikverdrossenheit. Die wiederum beschäftigt ganz Deutschland. Deshalb gehen Menschen nicht nur von Deutschland Ost nach Deutschland West, sondern verlassen gleich die Bundesrepublik.
Sven Lutze, Bürger von Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
