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Erfreuliches Wachstum

Montag, 25. August 2008, 16:46 Uhr
Egon Primas hat als Kreistagsmitglied und Landtagsabgeordneter viel um die Ohren. Heute gab es in Erfurt Grund zur Freude. Lesen Sie die Pressemeldung des Thüringer Landtags.


Thüringen baut in großen Schritten den Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch aus. Innerhalb eines Jahres ist er von 11,8 % (2005) auf 15,4 % (2006) gestiegen. Den größten Anteil an der Erzeugung hat dabei die Bioenergie.

Das hat der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Egon Primas, heute zur Energieverbrauchsstatistik des Landesamtes für Statistik gesagt. Thüringen habe sich eine Spitzenstellung im Bereich der erneuerbaren Energien erarbeitet.

Wie Primas ausführte, liegt der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch im Bundesdurchschnitt bei lediglich 5,6 %. Der knapp dreimal höhere Anteil in Thüringen sei selbst dann bemerkenswert, wenn der Primärener-gieverbrauch auch durch Unterschiede in der Wirtschaftsstruktur der deutschen Länder beeinflusst werde. Der Abgeordnete verwies darauf, dass Thüringen den Anteil der erneuerbaren Energie schneller ausbaue als angenommen. So war das Thüringer Wirtschaftsministerium in Schätzungen vom Jahresbeginn noch davon ausgegangen, dass erst 2010 die 15 % erreicht werden.

Dem landwirtschaftspolitischen Sprecher geben die Zahlen auch die Sicherheit, dass das ehrgeizige Ziel erreichbar ist, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf ein Viertel zu steigern. „Mit ihrem Sechs-Punkte-Programm zu Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Preisgünstigkeit hat die Landtagsfraktion im Frühjahr dafür wichtige Weichen gestellt“, erinnerte Primas.

Erneuerbare Energie soll danach vor allem aus Biomasse und der Solarenergie gewonnen werden. Zugleich setzt die Fraktion auf größere Effizienz bei der Gewinnung und Nutzung von Energie. Dazu sollen Forschung und Fachkräftesicherung vorangetrieben werden. So soll der Solarboom durch einen Studiengang Photovoltaik und Halbleiter-technologie an der FH Jena und durch ein Ausbildungszentrum unterstützt werden.

Die durch das Landesamt vorgelegten Zahlen belegen zugleich, dass der Strukturwandel im Energiesektor nach 1990 weitgehend vollzogen ist. Steinkohle und Braunkohle tragen nur noch mit 1,7 % zum Primärenergieverbrauch bei, während sie 1990 noch knapp zwei Drittel beisteuerten.

Der Primärenergieverbrauch ist seit 1990 um ein knappes Drittel gesunken. „Das ist eine ökologische Dividende der friedlichen Revolution, die wir buchstäblich mit jedem Atemzug spüren können“, so Primas abschließend.
Autor: nnz

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