Ein Jahr an der Sonne?
Montag, 25. August 2008, 15:12 Uhr
Freiwilligendienst auf einer griechischen Insel - das klingt erst einmal sehr gut. Wie der Alltag einer jungen Frau aus Bleicherode aussieht, dass schildert sie uns selbst.
Europäischer Freiwilligen Dienst! Noch nie gehört?
Mein Beitrag wird diese Wissenslücke hoffentlich füllen…
Aber zuerst zu meiner Person: mein Name ist Nicole Wienrich. Ich habe dieses Jahr mein Abitur absolviert und bin nun für ein Jahr europäische Freiwillige auf Chios, einer griechischen Insel nahe der türkischen Küste.
jsw (Foto: jsw)
Zu dem Entschluss gekommen, mich für einen EFD zu bewerben, bin ich durch die Teilnahme an einem deutsch- polnischen Jugendaustauschprojekt, dass durch eine europäische Freiwillige organisiert wurde.
Nachdem der Entschluss dann gefasst war, hieß es zuerst eine Entsendeorganisation suchen und die war in Form des Jugendsozialwerkes in Nordhausen schnell gefunden. Danach ging es dann damit los, die europäische Datenbank nach passenden Projekten zu durchforsten…und da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei!
Von Kindergärten über Jugendzentren, Behinderteneinrichtungen, Tourist- Informationen, Fair Trade Läden bis hin zu Umweltprojekten. Anschließend habe ich eine Fülle von Bewerbungen nach ganz Europa abgeschickt und gespannt auf Reaktionen gewartet. Ende März kam dann endlich eine Zusage aus Griechenland. Und somit stand meinem Auslandsjahr (fast) nichts mehr im Weg.
Meine einzige Angst galt der Absage durch die Nationalagentur von Griechenland, denn diese muss das Projekt billigen, das heißt sie muss dem Projekt die Fördergelder der EU zusichern. Im weiteren Kontext: der EFD gehört zum youth in action Programm der EU und wird von der EU finanziell gefördert. Dieser Fakt ermöglicht es Jugendlichen bis zu 30 Jahren aus ganz Europa ein Jahr im europäischen Ausland als Freiwillige zu arbeiten ohne dafür Ersparnisse für Flug, Unterkunft, Verpflegung oder ähnliches plündern zu müssen.
Wie ich bereits erwähnt habe, hat es mich nach Chios verschlagen. Ich lebe hier in einer WG zusammen mit einem Ungaren und zwei deutschen Mädels. Wir alle sind europäische Freiwillige in diesem Projekt und teilen somit sowohl Arbeitsort, als auch Wohnung. Unsere Arbeit beinhaltet zurzeit das Erlernen und Anwenden von Computerprogrammen wie cinema4d, flash und Adobe Premier. Unser Ziel ist es, mit unserem Wissen Lernsoftwares und Websites zu erstellen. Abgesehen davon sind wir ab September auch als Lehrer in einer Computerschule im Ort tätig…das bedeutet wir bringen griechischen Kindern Grundkenntnisse in Programmen wie Word oder Excel bei, wofür wir natürlich auch griechisch sprechen müssen…
Genau aus diesem Grund lernen wir in unserer Freizeit fleißig Griechisch und testen die neu erlernten Sätze umgehend an unseren netten Nachbarn. Mancher mag vielleicht denken, wir hätten hier nichts zu tun, aber im Gegenteil: es kommt nie Langeweile auf!
Nach der Arbeit genießen wir das fantastische Wetter so oft es geht am Strand, gehen schwimmen oder tauchen und lernen segeln. Und am Wochenende erkunden wir die Umgebung. Letztes Wochenende waren wir beispielsweise im Süden der Insel unterwegs und haben dort verschiedene Orte und natürlich auch Strände besichtigt…
Ich kann nur sagen nach den ersten 2 Monaten meines Freiwilligendienstes blicke ich sehr optimistisch in die Zukunft und kann es jedem nur empfehlen, die großartige Möglichkeit eines EFDs wahrzunehmen!
Für alle die gerne mehr Informationen über den EFD hätten: www.go4europe.de
Nicole Wienrich
Autor: nnzEuropäischer Freiwilligen Dienst! Noch nie gehört?
Mein Beitrag wird diese Wissenslücke hoffentlich füllen…
Aber zuerst zu meiner Person: mein Name ist Nicole Wienrich. Ich habe dieses Jahr mein Abitur absolviert und bin nun für ein Jahr europäische Freiwillige auf Chios, einer griechischen Insel nahe der türkischen Küste.
jsw (Foto: jsw)
Zu dem Entschluss gekommen, mich für einen EFD zu bewerben, bin ich durch die Teilnahme an einem deutsch- polnischen Jugendaustauschprojekt, dass durch eine europäische Freiwillige organisiert wurde.
Nachdem der Entschluss dann gefasst war, hieß es zuerst eine Entsendeorganisation suchen und die war in Form des Jugendsozialwerkes in Nordhausen schnell gefunden. Danach ging es dann damit los, die europäische Datenbank nach passenden Projekten zu durchforsten…und da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei!
Von Kindergärten über Jugendzentren, Behinderteneinrichtungen, Tourist- Informationen, Fair Trade Läden bis hin zu Umweltprojekten. Anschließend habe ich eine Fülle von Bewerbungen nach ganz Europa abgeschickt und gespannt auf Reaktionen gewartet. Ende März kam dann endlich eine Zusage aus Griechenland. Und somit stand meinem Auslandsjahr (fast) nichts mehr im Weg.
Meine einzige Angst galt der Absage durch die Nationalagentur von Griechenland, denn diese muss das Projekt billigen, das heißt sie muss dem Projekt die Fördergelder der EU zusichern. Im weiteren Kontext: der EFD gehört zum youth in action Programm der EU und wird von der EU finanziell gefördert. Dieser Fakt ermöglicht es Jugendlichen bis zu 30 Jahren aus ganz Europa ein Jahr im europäischen Ausland als Freiwillige zu arbeiten ohne dafür Ersparnisse für Flug, Unterkunft, Verpflegung oder ähnliches plündern zu müssen.
Wie ich bereits erwähnt habe, hat es mich nach Chios verschlagen. Ich lebe hier in einer WG zusammen mit einem Ungaren und zwei deutschen Mädels. Wir alle sind europäische Freiwillige in diesem Projekt und teilen somit sowohl Arbeitsort, als auch Wohnung. Unsere Arbeit beinhaltet zurzeit das Erlernen und Anwenden von Computerprogrammen wie cinema4d, flash und Adobe Premier. Unser Ziel ist es, mit unserem Wissen Lernsoftwares und Websites zu erstellen. Abgesehen davon sind wir ab September auch als Lehrer in einer Computerschule im Ort tätig…das bedeutet wir bringen griechischen Kindern Grundkenntnisse in Programmen wie Word oder Excel bei, wofür wir natürlich auch griechisch sprechen müssen…
Genau aus diesem Grund lernen wir in unserer Freizeit fleißig Griechisch und testen die neu erlernten Sätze umgehend an unseren netten Nachbarn. Mancher mag vielleicht denken, wir hätten hier nichts zu tun, aber im Gegenteil: es kommt nie Langeweile auf!
Nach der Arbeit genießen wir das fantastische Wetter so oft es geht am Strand, gehen schwimmen oder tauchen und lernen segeln. Und am Wochenende erkunden wir die Umgebung. Letztes Wochenende waren wir beispielsweise im Süden der Insel unterwegs und haben dort verschiedene Orte und natürlich auch Strände besichtigt…
Ich kann nur sagen nach den ersten 2 Monaten meines Freiwilligendienstes blicke ich sehr optimistisch in die Zukunft und kann es jedem nur empfehlen, die großartige Möglichkeit eines EFDs wahrzunehmen!
Für alle die gerne mehr Informationen über den EFD hätten: www.go4europe.de
Nicole Wienrich

