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Hoffnungsvolle Zahlen aus der Wirtschaft

Montag, 18. August 2008, 10:33 Uhr
Sehr gute Ergebnisse erzielten die Thüringer Industriewirtschaftszweige im ersten Halbjahr 2008. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sind dabei die unangefochten Umsatzspitzenreiter.

Die Betriebe der fünf Wirtschaftszweige Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, Ernährungsgewerbe, Herstellung von Metallerzeugnissen, Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren und Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung usw. erwirtschafteten von Januar bis Juni 2008 über die Hälfte des Thüringer Industrieumsatzes.

Die meisten Beschäftigten gab es Ende Juni 2008 in Betrieben der Wirtschaftszweige Herstellung von Metallerzeugnissen sowie im Ernährungsgewerbe. Die höchste Produktivität wurde für den Wirtschaftszweig Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen errechnen.

Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten1) erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von Januar bis Juni 2008 einen Umsatz in Höhe von 13,9 Milliarden Euro und überboten - bei einem Arbeitstag mehr - das vergleichbare Vorjahresergebnis um 9,3 Prozent.
Umsätze über eine Milliarde Euro erzielten folgende Wirtschaftszweige:
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (2,1 Milliarden Euro, + 12,9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2007),
Ernährungsgewerbe (1,6 Milliarden Euro, + 20,5 Prozent),
Herstellung von Metallerzeugnissen (1,4 Milliarden Euro, + 12,0 Prozent),
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (1,2 Milliarden Euro, + 12,7 Prozent),
Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung usw. (1,2 Milliarden Euro, + 2,3 Prozent) und
der Maschinenbau (1,0 Milliarden Euro, + 12,3 Prozent).
Der Wirtschaftszweig Sonstiger Fahrzeugbau (86 Millionen Euro) wies den geringsten Umsatz aus.

Die Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz, lag in der ersten Jahreshälfte 2008 mit 33,9 Prozent leicht unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreswertes (34,0 Prozent).
Die Wirtschaftszweige mit der höchsten Exportquote waren:
Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Optik (52,0 Prozent), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (50,9 Prozent), Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen (Daten müssen geheim gehalten werden), Rundfunk- und Nachrichtentechnik (43,6 Prozent), Metallerzeugung und -bearbeitung (43,1 Prozent), Holzgewerbe (39,8 Prozent) und Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (35,6 Prozent).

Eine geringe Exportquote wurde von den Betrieben des Verlags- und Druckgewerbes (12,3 Prozent) und des Ernährungsgewerbes (13,2 Prozent) gemeldet.

Im Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres 2008 arbeiteten rund 130 Tausend Personen in den Thüringer Industriebetrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Das waren 6 491 Personen bzw. 5,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die meisten Beschäftigten gab es in den Branchen Herstellung von Metallerzeugnissen (17 856 Personen, Veränderung zum 1. Halbjahr 2007: + 1 220 Personen), Ernährungsgewerbe (13 800 Personen, + 290 Personen), Maschinenbau (13 240 Personen, + 1 301 Personen), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (13 020 Personen, + 1 220 Personen), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (12 334 Personen, + 949 Personen) und Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung usw. (11 263, + 90 Personen).

Rückläufige Beschäftigtenzahlen meldeten die Wirtschaftszweige Glasgewerbe, Herstellung von Keramik (7 242 Personen, Veränderung zum 1. Halbjahr 2007: - 287 Personen), Herstellung von Möbeln, Schmuck, Musikinstrumenten, Sportgeräten usw. (3 792 Personen, - 227 Personen), Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen (1 201 Personen, - 167 Personen) und Ledergewerbe (243 Personen, - 34 Personen).

Die Produktivität, berechnet als Umsatz je Beschäftigten, lag im ersten Halbjahr 2008 mit rund 107 Tausend Euro um 3,8 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresergebnis.
Eine hohe Umsatzproduktivität wurde für nachstehende Wirtschaftszweige errechnet:
Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten usw. (Daten müssen geheim gehalten werden), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (165 Tausend Euro), Metallerzeugung und -bearbeitung (161 Tausend Euro), Papiergewerbe (152 Tausend Euro), Holzgewerbe (144 Tausend Euro) und Herstellung von chemischen Erzeugnissen (124 Tausend Euro).
Deutlich unter dem Landesdurchschnitt lagen die Wirtschaftszweige Herstellung von Möbeln, Schmuck, Musikinstrumenten, Sportgeräten usw. (66 Tausend Euro) und das Textilgewerbe (52 Tausend Euro).

1) Ab dem Jahr 2007 werden in der Industrie nicht mehr die Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten, sondern nur noch die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erfasst.






Autor: nnz

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