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Rocken im Haus

Freitag, 15. August 2008, 14:53 Uhr
Nordhausen hat eine außergewöhnlich breitgefächerte Musikkultur. Was die Südharzstadt von den meisten anderen Städten in Deutschland unterscheidet ist, es gibt hier ein eigenständiges Haus, in dem Bands, DJ’s und auch Einzelmusiker in „lärmunempfindlicher“ Umgebung ihren Hobby nachgehen können.

Rocken im Haus (Foto: Rockhaus) Rocken im Haus (Foto: Rockhaus)

Betrieben wird das „Jugendkulturzentrum Rockhaus“ durch den „Rockhaus e.V.“, der sich mit seiner Gründung das Ziel gesetzt hat weiterhin dafür Sorge zu tragen, dass sich die Jugendmusikkultur eigenständig entwickeln kann. Dazu bietet der Verein, neben der Bereitstellung von Proberäumen im soziokulturellen Zentrum in der Rothenburgstraße, auf Wunsch seinen Nutzern Musik- und Kulturförderung an. Diese beginnt mit diversen Recherchetätigkeiten, Song-Writing, Hilfestellung bei Anträgen und reicht weiter über die Vermittlung zu Bandcontesten, regionalen Kontakten sowie Organisation von Auftrittsmöglichkeiten.

Regelmäßig führt der Verein auch eigene Veranstaltungen durch, wie beispielsweise letztens das gelungene Rock-Open-Air im Nordhäuser Gehege, und bietet somit auch den Nutzern des „Rockhauses“, wie auch anderen regionalen Bands eine Plattform.

Doch nicht nur allein musikalisch geht es im „Rockhaus“ zu, ebenso engagiert sich der Verein pädagogisch und geht dabei einen beispielhaften Weg: Denn obwohl gängige Mechanismen der Jugendarbeit umgesetzt werden, herrscht ein maximales Maß an Freiheit für die Nutzer der Proberäume, sodass Jugendkulturarbeit viel versteckt, aber umso nachhaltiger wirkt.

Außergewöhnlich ist, dass sich an einem Ort derartige viele verschiedene Altersgruppen, Musikstile und Gesinnungen im friedlichen Miteinander aufhalten. Auch die hohen täglichen Besucherzahlen und die Vielfalt der Beratungsthemen sind für die Nordthüringer Region beispielhaft. Nicht zuletzt setzt das „Rockhaus“ auch hier Maßstäbe für andere Jugendeinrichtungen in der Region.

Es gibt keine weitere gemeinnützige Einrichtung (auch im weiteren Umkreis), die sich auf diese modernen Bandkulturen ausrichtet. Vielleicht hat sich daher hier eine besonders starke Szene bilden können, die mit Banderfolgen wie von "Maroon" oder von "Anima" bereits internationale Erfolge feiert und den Blick internationaler Plattenunternehmen in unsere Region lenkt.

Damit sich die Jugendmusikkultur unsere Region langfristig weiter entwickeln kann, braucht der Rockhaus e.V. Partner. Diese konnte er bereits u.a. mit dem Kreisjugendring Nordhausen e.V., dem Amt für Kultur, Soziales und Bildung der Stadt Nordhausen, der Kreissparkasse Nordhausen, der MK-Agentur sowie vielen ehrenamtlich tätigen Mitglieder gewinnen und freut sich auf natürlich auf weitere Unterstützer.

Sollten Sie an der Arbeit des Vereins interessiert sein oder suchen Sie einen Proberaum für eine Band, einen DJ oder einzelne Musiker, dann besuchen Sie und doch einmal, entweder im Internet oder direkt im Rockhaus, in der Nordhäuser Rothenburgstraße.
Autor: nnz

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