Aufklärung ohne Barrieren
Donnerstag, 07. August 2008, 12:48 Uhr
Wieder einmal tourt er durch die Lande - der VdK-Info-Bus, mit vielen Aktionen im Gepäck. Seit 19. Juli und bis zum 11. August 2008 kann man den rollstuhlgerechten Reisebus des VdK-Partners Heinl Reisen an insgesamt 13 Orten in Hessen und 14 in Thüringen bestaunen und ausprobieren. Auch im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis.
Zwei der Orte, an denen er in Nordthüringen Halt machte, waren gestern Roßleben und Niedersachswerfen (OV Ilfeld). Neben einer Hebebühne für Rollstuhlfahrer zum bequemen Ein- und Aussteigen verfügt der Komfortbus unter anderem über eine barrierefreie Toilette, Schlafsessel und bis zu sieben Rollstuhlplätze. Diese Technik wurde am Vormittag in Roßleben gleich ausprobiert und von Peter Schwerdt, Vorstandsmitglied und ehemaliger Busfahrer – heute Rollstuhlfahrer, kritisch unter die Lupe genommen.
In Roßleben und Niedersachswerfen war der Bus Blickfang und Aushängeschild für den VdK. An Bord waren neben Busfahrer Gabor Benke auch Karin Krug, Leiterin des VdK-Reisedienstes. Sie klärten zusammen mit Vertretern des Kreisvorstandes Nordthüringen sowie der Vorstände der Ortsverbänden Roßleben am Vormittag und Ilfeld in Niedersachswerfen am Nachmittag über das breite Service-Netz und die Ziele und Angebote des VdK auf und geben eine Übersicht über die zahlreichen Aktivitäten der Verbandsstufen.
Schwerpunkt der diesjährigen Info-Bus-Tour bildet die "Aktion gegen Armut". Der VdK will ein Zeichen setzen gegen soziale Ungerechtigkeit und für aktives Engagement für bedürftige Menschen. Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert von der hessischen und thüringischen Landesregierung einen Armutsbericht von Land und Kommunen, damit ein klares Bild über die soziale Situation der Menschen in den Regionen und Städten entsteht, um konkrete Möglichkeiten zur Vermeidung vor allem von Alters- und Kinderarmut aufzeigen zu können.
In Roßleben, wo an dem Tage Wochenmarkt war, nutzten viele die Gelegenheit des Informationsangebotes des VdK, nicht nur Einheimische, sogar aus dem verkehrsmäßig fernen Heldrungen kam jemand und ließ sich informieren und sogar durchblicken, interessiert zu sein, Mitglied im Verband zu werden, um sich dessen Sozialrechtsschutz zu sichern. Die Freunde vom Ortsverband Oldisleben-Heldrungen-Gorsleben werden sich freuen.
Erfreulich war aber auch, dass Roßlebens Kämmerer Klaus Friedrich in Vertretung des Bürgermeisters vorbei kam und sich informierte. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Ortsverband und Stadtverwaltung gibt es ja seit Jahren. Dabei steht immer wieder Barrierefreiheit im Mittelpunkt, da gibt es auch schon mal Kontroversen. Doch den Behindertenbeauftragten der Stadt (natürlich VdK-Mitglied) Ernst Günter Jäger, konnte man auch den ganzen Vormittag über am Bus antreffen. Der Kreisgeschäftsführer des VdK Olaf Hannak hatte voll zu tun, die sozialrechtlichen Fragen zu beantworten, wo Hartz IV eine besondere Rolle spielte. Sicherlich wird dieser oder jener angeregt durch diese Gespräche Mitglied des Verbandes werden und seine Hilfe in Anspruch nehmen.
In Niedersachswerfen erhielten die Leute vom VdK Unterstützung durch das Kollektiv des Orthopädiehauses Eicke Nordhausen, dessen Chef Peter Eicke, es sich nicht nehmen ließ, persönlich vorbei zu kommen und die Interessenten zu beraten. Die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Nordhausen/Neustadt Harz war ebenfalls mit einem Stand vertreten, die Fragen der Besucher zu beantworteten.
Aber auch Niedersachswerfens Bürgermeister Jochen Napiralla (siehe Foto) nutzte die Möglichkeit, den Infobus und die Stände aufzusuchen, sich zu informieren und manches Material mitzunehmen. Über eine Mitgliedschaft im Sozialverband VdK wolle er nachdenken, wenn er das Material gelesen habe. Im Kreisverband Nordthüringen würde er dabei eine ganze Reihe Kollegen wieder treffen. Also nicht zögern, Herr Napiralla.
In Niedersachswerfen machte aber auch der Offene Kanal Nordhausen Aufzeichnungen, um über den VdK und den Halt des Infobusses in Nordthüringen in einer seiner nächsten Sendungen zu berichten. Die Betreuerin des Busses Karin Krug und der Busfahrer Gabor Benke, waren zwar recht aufgeregt, doch recht erfreut, sich im Bürgerradio OKN Nordhausen äußern zu dürfen.
Die Organisatoren möchten allen, für die Unterstützung der beiden Stationen in Nordthüringen danken, neben den bereits genannten, in Roßleben u. a. auch den Bauhof sowie der Stadtverwaltung und in Niedersachswerfen dem Leiter und Team des Herkulesmarktes und nicht zuletzt den Vertretern der benachbarten Ortsverbände des VdK, die es sich nicht nehmen ließen, ihren Partnern beizustehen.
Text und Fotos: Klaus Henze
Autor: nnz/knZwei der Orte, an denen er in Nordthüringen Halt machte, waren gestern Roßleben und Niedersachswerfen (OV Ilfeld). Neben einer Hebebühne für Rollstuhlfahrer zum bequemen Ein- und Aussteigen verfügt der Komfortbus unter anderem über eine barrierefreie Toilette, Schlafsessel und bis zu sieben Rollstuhlplätze. Diese Technik wurde am Vormittag in Roßleben gleich ausprobiert und von Peter Schwerdt, Vorstandsmitglied und ehemaliger Busfahrer – heute Rollstuhlfahrer, kritisch unter die Lupe genommen.
In Roßleben und Niedersachswerfen war der Bus Blickfang und Aushängeschild für den VdK. An Bord waren neben Busfahrer Gabor Benke auch Karin Krug, Leiterin des VdK-Reisedienstes. Sie klärten zusammen mit Vertretern des Kreisvorstandes Nordthüringen sowie der Vorstände der Ortsverbänden Roßleben am Vormittag und Ilfeld in Niedersachswerfen am Nachmittag über das breite Service-Netz und die Ziele und Angebote des VdK auf und geben eine Übersicht über die zahlreichen Aktivitäten der Verbandsstufen.
Schwerpunkt der diesjährigen Info-Bus-Tour bildet die "Aktion gegen Armut". Der VdK will ein Zeichen setzen gegen soziale Ungerechtigkeit und für aktives Engagement für bedürftige Menschen. Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert von der hessischen und thüringischen Landesregierung einen Armutsbericht von Land und Kommunen, damit ein klares Bild über die soziale Situation der Menschen in den Regionen und Städten entsteht, um konkrete Möglichkeiten zur Vermeidung vor allem von Alters- und Kinderarmut aufzeigen zu können.
In Roßleben, wo an dem Tage Wochenmarkt war, nutzten viele die Gelegenheit des Informationsangebotes des VdK, nicht nur Einheimische, sogar aus dem verkehrsmäßig fernen Heldrungen kam jemand und ließ sich informieren und sogar durchblicken, interessiert zu sein, Mitglied im Verband zu werden, um sich dessen Sozialrechtsschutz zu sichern. Die Freunde vom Ortsverband Oldisleben-Heldrungen-Gorsleben werden sich freuen.
Erfreulich war aber auch, dass Roßlebens Kämmerer Klaus Friedrich in Vertretung des Bürgermeisters vorbei kam und sich informierte. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Ortsverband und Stadtverwaltung gibt es ja seit Jahren. Dabei steht immer wieder Barrierefreiheit im Mittelpunkt, da gibt es auch schon mal Kontroversen. Doch den Behindertenbeauftragten der Stadt (natürlich VdK-Mitglied) Ernst Günter Jäger, konnte man auch den ganzen Vormittag über am Bus antreffen. Der Kreisgeschäftsführer des VdK Olaf Hannak hatte voll zu tun, die sozialrechtlichen Fragen zu beantworten, wo Hartz IV eine besondere Rolle spielte. Sicherlich wird dieser oder jener angeregt durch diese Gespräche Mitglied des Verbandes werden und seine Hilfe in Anspruch nehmen.
In Niedersachswerfen erhielten die Leute vom VdK Unterstützung durch das Kollektiv des Orthopädiehauses Eicke Nordhausen, dessen Chef Peter Eicke, es sich nicht nehmen ließ, persönlich vorbei zu kommen und die Interessenten zu beraten. Die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Nordhausen/Neustadt Harz war ebenfalls mit einem Stand vertreten, die Fragen der Besucher zu beantworteten.
Aber auch Niedersachswerfens Bürgermeister Jochen Napiralla (siehe Foto) nutzte die Möglichkeit, den Infobus und die Stände aufzusuchen, sich zu informieren und manches Material mitzunehmen. Über eine Mitgliedschaft im Sozialverband VdK wolle er nachdenken, wenn er das Material gelesen habe. Im Kreisverband Nordthüringen würde er dabei eine ganze Reihe Kollegen wieder treffen. Also nicht zögern, Herr Napiralla.
In Niedersachswerfen machte aber auch der Offene Kanal Nordhausen Aufzeichnungen, um über den VdK und den Halt des Infobusses in Nordthüringen in einer seiner nächsten Sendungen zu berichten. Die Betreuerin des Busses Karin Krug und der Busfahrer Gabor Benke, waren zwar recht aufgeregt, doch recht erfreut, sich im Bürgerradio OKN Nordhausen äußern zu dürfen.
Die Organisatoren möchten allen, für die Unterstützung der beiden Stationen in Nordthüringen danken, neben den bereits genannten, in Roßleben u. a. auch den Bauhof sowie der Stadtverwaltung und in Niedersachswerfen dem Leiter und Team des Herkulesmarktes und nicht zuletzt den Vertretern der benachbarten Ortsverbände des VdK, die es sich nicht nehmen ließen, ihren Partnern beizustehen.
Text und Fotos: Klaus Henze


