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nnz-Camp-Blog: Der 5. Tag

Freitag, 01. August 2008, 11:32 Uhr
Die Kinder und Jugendlichen des Kinder-Kirchen-Ladens verbringen interessante Tage im Handwerkercamp in Hoheneiche, in der Nähe von Saalfeld. In der nnz schreiben sie ihr Camp-Tagebuch. Heute: Der Donnerstag.


Mitten hindurch

Es sollte noch einmal ein heißer Tag werden und mit einer „Regenwahrscheinlichkeit von 10%“ eine letzte Gelegenheit im nahegelegenen Schwimmbad baden zu gehen. Also wurden nach dem Frühstück und dem Theaterstück die Badeutensilien zusammengepackt und zum Aufbruch gerüstet. Das Ziel war das sechs Kilometer entfernte Freibad.

Voller Vorfreude und im schönsten Sonnenschein zog dann die Kolonne um halb elf los. An langen Feldern vorbei, über Stock und Stein führten wir die Kinder unter Fragen wie „Wann sind wir da?“ und „Wie lange noch?“ durch den Thüringer Wald. Als wir dann endlich ankamen gab es für die Kinder kein halten mehr. Die Abkühlung kam gerade richtig und bis zum Mittag tobten wir alle im kühlen Nass. Nach einer kleinen Mahlzeit, folgte wieder eine Geschichte Tolstois, die wir am Vormittag verschoben hatten. Nach dieser hatten wir noch mal zwei Stunden um uns mit baden, Fußball oder Volleyball die Zeit zu vertreiben.

Wir wären auch noch länger geblieben, aber der Bademeister gab eine Gewitterwarnung heraus und somit war das Wasser tabu. Also machten wir uns auf den Rückweg, der gefühlt noch länger dauern würde als der Hinweg, bei dem es größtenteils bergab ging. Wir waren noch nicht lange gelaufen als es anfing zu regnen und zu donnern. Bald schüttet es wie aus Eimern und jegliches Wesen verzog sich in seine Behausung. Für die Kinder jedoch war es ein wahres Hochgefühl durch die Pfützen zu springen und die Stimmung war klasse.

Durch diesen Sommerregen kam uns der Rückweg nur halb so lange vor und pitschnass ereichten wir am späten Nachmittag wieder das Lager. Nun wurden die nassen Sachen zum trocknen aufgehängt und durch warme Pullover ersetzt. Anstelle des vorerst geplanten Handwerks wurde dann nach dem Abendbrot eine Hitparade der „greatest Hits 2008“ durchgeführt. Denn zum Schrauben, Nähen und Bauen waren wir, ehrlich gesagt, zu fertig. Nach der Abendandacht schliefen die Kinder, nach diesem abenteuerlichen Tag, ausnahmsweise mal auch gleich ein, und auch uns Mitarbeitern zog es dann bald in die Kojen.
Max Schneider
Autor: nnz

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