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nnz-Polizeibericht am Donnerstag

Donnerstag, 31. Juli 2008, 12:19 Uhr
"Gerappel" am Taschenberg", beschwingte Berliner und ein Fahndungserfolg stehen im Mittelpunkt des heutigen Polizeiberichtes.


Nach Angaben eines Skodafahrers befuhr er gegen 10.30 Uhr die Hallesche Straße, ordnete sich links ein und wollte an der Kreuzung nach links in den Taschenberg abbiegen. Plötzlich bemerkte er neben sich einen roten Fiat, der von der rechten Geradeausspur unmittelbar von ihm in die Linksabbiegespur wechselte. Er bremste noch ab, konnte aber eine seitliche Berührung nicht mehr vermeiden.

Der rote Fiat fuhr in den Kreuzungsbereich wechselte auf die Gegenspur und bog nach rechts in einen dort befindlichen Einkaufsmarkt ab. Der Fahrer des geschädigten Autos drehte und fuhr dem Fiat nach. Auf dem PP des Marktes konnte der Fiat auch festgestellt werden, ein Fahrer war jedoch nicht vor Ort. Der Skodafahrer verständigte die Polizei, die an dem Fiat auch frische Beschädigungen an der linken hinteren Fahrzeugseite sowie Abriebspuren am linken Hinterrad feststellten. Da der Fahrer vor Ort nicht ermittelt werden konnte, wurde eine Nachricht am Fahrzeug hinterlassen.

Einige Zeit später wurde der Fiat in Richtung Arnoldstraße gesichtet und angehalten. Die Fahrzeugführerin gab an, nichts von einem Unfall bemerkte zu haben, sie habe lediglich ein „Gerappel“ vernommen, war aber der Ansicht, dass sie über einen Gegenstand gefahren sei. Diese Annahme bringt ihr nun eine Anzeige wegen Unfall- flucht ein, der Sachschaden wird mit knapp 1000 € angegeben.

Eine schwer verletzte Radfahrerin war Folge eines Unfalls, der sich in der Mittagszeit in der Ellricher Göckingstraße ereignete. Eine 51-jährige Radlerin fuhr vom Gelände der Tankstelle auf die Göckingstraße auf und übersah dabei einen aus Richtung Ellrich kommenden BMW. Dessen Fahrerin tätigte noch eine Gefahrenbremsung, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Die Radlerin stürzte und zog sich erhebliche Verletzungen zu, die eine Weiterbehandlung im SHK Nordhausen erforderlich machen. Die Autofahrerin kam mit einem gehörigen Schrecken davon.

In den ganz frühen Morgenstunden des 31.07. wurde im Rahmen einer Verkehrskontrolle ein Ford Fiesta angehalten und der Fahrer kontrolliert. Dabei stellten die Beamten bei dem 25-jährigen Berliner Alkoholgeruch fest, was der Test auch mit 1,50 Promille bestätigte. Der Führerschein wurde sichergestellt und Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr erstattet.

Fahndungserfolg
Durch den Ermittlungsdienst der Polizeiinspektion Nordhausen konnten die Sachbeschädigungen an insgesamt 21 Fahrzeugen in einer Nacht im Februar diesen Jahres geklärt werden. Drei Nordhäuser im Alter von 17 und 18 Jahren stehen im Tatverdacht, in der Nacht vom 22. zum 23. Februar an insgesamt 21 PKW unterschiedlicher Marken Außenspiegel abgetreten zu haben.

Teilweise die Opfer dieses Vandalismus selbst sowie auch unbeteiligte Zeugen haben in der betreffenden Nacht im Bereich Thüringer Straße, W.-Nebelung-Str. und Löbnitzstraße Jugendliche gehört und beobachtet, wie sie lautstark, die Nachtruhe störend, durch die Straßen zogen. Gegen 02:30 Uhr bestätigten Zeugen den Ermittlern, dass die bis dato unbekannten Täter sogar lauthals die Sachbeschädigungen durch Abtreten der Spiegel ankündigten. Erst am anderen Morgen konnte das gesamte Ausmaß des Schadens vollständig protokolliert werden. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 4.000,- Euro.

Durch umfangreiche Ermittlungen und zahlreiche Zeugenbefragungen konnten die Namen der drei jugendlichen Nordhäuser bekannt gemacht und der Tatverdacht gegen sie erhärtet werden. Im Rahmen ihrer Vernehmungen bestritten sie aber jegliche Tatbeteiligung bzw. erschienen erst gar nicht auf die Vorladung. Die gefertigten Akten wurden jetzt nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mühlhausen zur Entscheidung übersandt.
Autor: nnz

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