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Mittwoch, 30. Juli 2008, 11:13 Uhr
Die Jahresteuerung in Thüringen liegt weiterhin über 3 Prozent. Das ist die nüchterne Feststellung der Statistiker in Erfurt. Wir haben für Sie aufbereitet, wo Sie tiefer in die Tasche greifen mußten und wo Sie eventuell sparen konnten...


Die hohe Jahresteuerungsrate im Juli 2008 ist vor allem vom Preisauftrieb für Heizöl und Kraftstoffe geprägt. Die Preise für Mineralölprodukte, die wesentlich auf die Weitergabe der gestiegenen Weltmarktpreise für Rohöl zurückzuführen sind, stiegen um durchschnittlich 26,4 Prozent. Leichtes Heizöl kostet 58,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Kraftstoffe verteuerten sich um 18,4 Prozent, wobei sich der Preis für Dieselkraftstoff mit 30,9 Prozent überdurchschnittlich entwickelte. Zwischen Superbenzin und Benzin gibt es fast keine Preisunterschiede mehr. Aber auch die Preise für die Haushaltsenergie wie Strom (+ 6,5 Prozent) und Gas (+ 3,2 Prozent) verteuerten sich innerhalb eines Jahres deutlich.

Eine weitere Ursache für die hohe Jahresteuerung ist in den Preissteigerungen der Nahrungsmittel begründet. Sie erhöhten sich von Juli 2007 bis Juli 2008 um 7,9 Prozent. Insbesondere sind weiterhin Molkereiprodukte und Eier um 16,8 Prozent teuerer als vor einem Jahr (H-Milch + 16,9 Prozent, Frischkäse + 12,2 Prozent). Bei den Speisefetten stiegen die Preise beim Pflanzenfett um 20,8 Prozent und bei Butter um 6,5 Prozent. Auch die Preise für Brot (+ 10,8 Prozent) und Wein (+ 6,8 Prozent) lagen über den Preisen des Vorjahres.

Verbraucherfreundlich blieb im Jahresvergleich die Preisentwicklung bei der Nachrichtenübermittlung (- 3,3 Prozent). Hier fielen die Preise für Telefon- und Telefaxgeräte um 13,4 Prozent. Saisonal bedingt gab es im Sommermonat Juli Preisnachlässe für Bekleidung um durchschnittlich 1,2 Prozent, die eine Reduzierung der Jahresteuerung um 0,9 Prozent bewirkten.

Zum Juni 2008 stiegen die Preise um durchschnittlich 0,6 Prozent. Wesentlich beeinflusst wurde diese Entwicklung gegenüber dem Vormonat durch die Preise für Pauschalreisen und Beherbergungsdienstleistungen. Im Sommer- und Urlaubsmonat Juli stiegen die Preise für Pauschalreisen um 13,8 Prozent und für die Beherbergung um 10,2 Prozent. Bei den Nahrungsmitteln gab es nur geringfügige Preissteigerungen von durchschnittlich 0,1 Prozent (Brot 0,1 Prozent, Fleisch 0,1 Prozent, Molkereiprodukte 0,2 Prozent).
Autor: nnz/kn

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