Stadtrat überprüft
Dienstag, 29. Juli 2008, 13:22 Uhr
Das Feinstaub-Urteil des Europäischen Gerichtshofs der vergangenen Woche löst in der Nordhäuser Politik keine besondere Unruhe aus. Der Europäische Gerichtshof hatte den Anwohnern in Städten mit hoher Feinstaubbelastung ein eigenes Klagerecht zugesprochen. Nach Ansicht des Bundesumweltministeriums macht dieses Urteil den Städten Druck...
Auf Posten (Foto: nnz)
Regelmäßig beobachtet der Nordhäuser Umweltausschussvorsitzende Volker Fütterer (SPD) die Luftmesswerte der Rolandstadt. Die Daten sind im Übrigen für Jedermann im Internet auf den Seiten der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie zugänglich, da gibt es gar keine Geheimnisse, erklärte Fütterer.
Viele wissen meist auch gar nicht, dass an zwei Stellen in der Stadt Nordhausen die Luftschadstoffmessungen rund um die Uhr laufen. Neben dem schon immer bestehenden Messcontainer in der Arnoldstraße hat die Landesanstalt seit Jahresbeginn auch noch eine Messstation in der Grimmelallee aufgestellt. Für die Größe der Stadt ist dies eine ausreichende Datenanalyse, meint das Stadtratsmitglied.
Waren in den neunziger Jahren hauptsächlich die hohen Ozonwerte in der öffentlichen Diskussion, so sind es heute die gesundheitsgefährdenden Feinstaubbelastungen (Staub/PM10). Beim Ozon wurde der Informationsschwellenwert von mehr als 180 µg/m³ weder im Jahr 2007 noch in diesem Jahr in der Stadt überschritten, erklärte Fütterer zu den vorliegenden Werten. Etwas anders sieht es bei den Feinstaubbelastungen aus, bei diesem Messwert sind bis zu 35 Tagesüberschreitungen im Jahr zugelassen. Im Jahr 2007 waren es in Nordhausen genau sieben Tagesüberschreitungen und seit Beginn des Jahres sind es drei am Standort Arnoldstraße und vier an der Messstation Grimmelallee.
Das Stadtratsmitglied warnte allerdings aufgrund der vorliegenden guten Ausgangsbedingungen davor, die Hände in den Schoß zu legen, denn schließlich werden sich die Grenzwerte in der Zukunft vermutlich noch nach unten entwickeln. Fütterer findet es daher auch richtig, dass seine Fraktion im letzten Stadtrat einen Antrag zur Ausweitung der Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet gestellt hat.
Die gleichzeitige Strom- und Fernwärmeerzeugung in unseren drei Nordhäuser Blockheizkraftwerken ist nicht nur die ökologischste Energieherstellung, sondern ist zugleich der beste Beitrag zur Luftreinhaltung, erklärte Volker Fütterer abschließend.
Autor: nnz
Auf Posten (Foto: nnz)
Regelmäßig beobachtet der Nordhäuser Umweltausschussvorsitzende Volker Fütterer (SPD) die Luftmesswerte der Rolandstadt. Die Daten sind im Übrigen für Jedermann im Internet auf den Seiten der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie zugänglich, da gibt es gar keine Geheimnisse, erklärte Fütterer.Viele wissen meist auch gar nicht, dass an zwei Stellen in der Stadt Nordhausen die Luftschadstoffmessungen rund um die Uhr laufen. Neben dem schon immer bestehenden Messcontainer in der Arnoldstraße hat die Landesanstalt seit Jahresbeginn auch noch eine Messstation in der Grimmelallee aufgestellt. Für die Größe der Stadt ist dies eine ausreichende Datenanalyse, meint das Stadtratsmitglied.
Waren in den neunziger Jahren hauptsächlich die hohen Ozonwerte in der öffentlichen Diskussion, so sind es heute die gesundheitsgefährdenden Feinstaubbelastungen (Staub/PM10). Beim Ozon wurde der Informationsschwellenwert von mehr als 180 µg/m³ weder im Jahr 2007 noch in diesem Jahr in der Stadt überschritten, erklärte Fütterer zu den vorliegenden Werten. Etwas anders sieht es bei den Feinstaubbelastungen aus, bei diesem Messwert sind bis zu 35 Tagesüberschreitungen im Jahr zugelassen. Im Jahr 2007 waren es in Nordhausen genau sieben Tagesüberschreitungen und seit Beginn des Jahres sind es drei am Standort Arnoldstraße und vier an der Messstation Grimmelallee.
Das Stadtratsmitglied warnte allerdings aufgrund der vorliegenden guten Ausgangsbedingungen davor, die Hände in den Schoß zu legen, denn schließlich werden sich die Grenzwerte in der Zukunft vermutlich noch nach unten entwickeln. Fütterer findet es daher auch richtig, dass seine Fraktion im letzten Stadtrat einen Antrag zur Ausweitung der Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet gestellt hat.
Die gleichzeitige Strom- und Fernwärmeerzeugung in unseren drei Nordhäuser Blockheizkraftwerken ist nicht nur die ökologischste Energieherstellung, sondern ist zugleich der beste Beitrag zur Luftreinhaltung, erklärte Volker Fütterer abschließend.
