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Thüringer Bürger kaufen nicht alles

Freitag, 14. Juni 2002, 18:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor dem Laden stehen und überlegen, ob man mit einem Kauf zuschlägt. Nicht jeder lässt sich jedoch von den schönen Auslagen beeindrucken. nnz sagt Ihnen, wie es um den Einzelhandel bestellt ist.


Die Unternehmen des Thüringer Einzelhandels setzten den vierten Monat in Folge weniger Waren um als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik erhöhte sich die Umsatzdifferenz zum Vorjahresmonat in den letzten drei Monaten ständig. Preisbereinigt, das bedeutet in Preisen des Basisjahres 1995, lagen die Verkaufserlöse für die ersten vier Monate dieses Jahres um 4,7 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Die Umsatzeinbußen lagen im Thüringer Einzelhandel über dem bundesweiten Trend mit real (preisbereinigt) minus 3,0 Prozent.

An der rückläufigen Entwicklung im Thüringer Einzelhandel waren bis auf den Bereich "Apotheken, Facheinzelhandel mit medizinischen, orthopädischen und kosmetischen Artikeln" (real + 3,9 Prozent) alle anderen Branchen beteiligt. Mit dem Umsatzrückgang ging ein weiterer Beschäftigungsabbau einher. In den ersten vier Monaten 2002 waren im Thüringer Einzelhandel 1,2 Prozent weniger Beschäftigte tätig als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Während die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten um 4,7 Prozent sank, stieg die der Teilzeitbeschäftigten um 2,4 Prozent.
Autor: nnz

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