Lieder seiner Kindheit
Mittwoch, 16. Juli 2008, 15:46 Uhr
Kennen Sie den Chef der Gerichtsmedizin in Münster? Zumindest den etwas abgedrehten Prof. Karl-Friedrich Boerne? Wenn Sie den Mann hinter der Figur, singend in Nordhausen, erleben wollen, dann müssen Sie nicht Tatort gucken, sondern Ende August einfach auf den Petersberg pilgern...
Jan-Josef Liefers ist der Stargast auf dem diesjährigen Lichterfest der Stadt Nordhausen am 29. August. Das Fest auf dem Petersberg beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Wie schon in den Vorjahren wird der Petersberg von tausenden Kerzen, Lichtern und Fackeln illuminiert.
Der Abend beginnt mit dem Auftritt der Brass-Band Blechklang um 19 Uhr und endet mit dem Programm der Gruppe Tramp aus Jena, die ab 23 Uhr Oldies präsentiert. Der Auftritt von Liefers und seiner Band beginnt um 21 Uhr.
Der Künstler wird sich dem Nordhäuser Publikum an diesem Abend auf der Bühne des Petersberges als Musiker präsentieren: Mit seinem Programm Der Soundtrack meiner Kindheit spielt Jan Josef Liefers mit seiner Band Oblivion die Musik seiner Jugend in der DDR und verbindet diese mit Geschichten aus seinem Leben. Er interpretiert große Rockballaden von Bands wie Puhdys, Silly, Karat, Lift und Renft.
Die Idee zu diesem abendfüllenden Programm entstand anlässlich eines Konzerts im Rahmen der Konzertreihe Century of Song der Ruhr Trienale 2006. Namhafte Künstler wie Rickie Lee Jones, Suzanne Vega, Patti Smith, Elvis Costello, Ron Sexsmith, Laurie Anderson oder David Byrne spielten dort in den letzten Jahren die Musik, die sie geprägt und bis heute beeinflusst hat. Jan Josef Liefers und seine Band haben wunderschöne Balladen wie Am Abend mancher Tage aber auch sehr kraftvolle Rocksongs wie Türen öffnen sich zur Stadt (Puhdys) ausgewählt und druckvoll und originell bearbeitet.
Im Jahr 2006 lud RUHR TRIENALE-Intendant Jürgen Flimm verschiedene deutsche Schauspieler nach Bochum ein, die ihre persönlichen SONGS OF THE CENTURY vorstellen sollten. Mit seiner Band spielte Jan Josef Liefers am 1.9.2006 vor ausverkaufter Jahrhundert-Halle in Bochum zum ersten Mal jene Musik, die ihn durch verschiedene Phasen seiner Kindheit und Jugend begleitet, beeindruckt und geprägt hat. Zwischen den Songs berichtete er von seinem Leben im Osten und erzählte Interessantes zu den entsprechenden Bands und deren Musik.
Das weckte soviel Interesse und Begeisterung, dass die Band sich entschied, das ursprünglich als einmaligen Auftritt geplante Programm auszubauen. Für alle diesjährigen Konzerte ist das 90minütige Programm durch dokumentarisches Material nun zusätzlich visuell aufbereitet.
Mit den unterhaltsamen und sehr persönlichen Einblicken aus Liefers Jugend im Osten, der sich seine eigenen Gedanken macht und versucht, seinen Weg zu gehen, ohne sich allzu sehr verbiegen – sowie einer Auswahl der bemerkenswertesten Rock- und Popsongs der DDR – bietet das Programm großartige Unterhaltung für Besucher aus Ost und West.
Jan Josef Liefers und seine Band haben wunderschöne Balladen wie Am Abend mancher Tage (Lift) aber auch sehr kraftvolle Rocksongs wie Türen öffnen sich zur Stadt (Puhdys) ausgewählt und druckvoll und originell bearbeitet. Die Künstler der DDR wurden – abhängig von ihrer Popularität – von Partei und Regierung durchaus ernst genommen. Ihre Kreativität wurde argwöhnisch beobachtet und oft genug zensiert oder verboten.
Daraus entwickelte sich eine Art Code-Sprache, in der bildenden Kunst, wie in der Musik und der Lyrik, die vielleicht auch deshalb heute als besonders poetisch empfunden wird. Man übte sich im Umschreiben, im Erfinden sprachlicher Bilder. Die Unmöglichkeit, Dinge klar beim Namen zu nennen machte eben erfinderisch.
Kombiniert mit einer effektvollen Visualisierung des Programms durch Super-8-Filmmaterial aus den siebziger Jahren, bereitet der in Dresden geborene Schauspieler Jan Josef Liefers seine Karriere und sein Leben auf: Ein authentisches DDR-Kind, das später in ganz Deutschland bekannt wurde, erzählt sein Stück deutsche Geschichte. Frei von zynischer Ostalgie lässt sich all dies mit den eigenen Erfahrungen und Ansichten auf den Prüfstand der deutschen Gegenwart stellen.
Bei seinem Auftritt im ausverkauften Berliner Admiralspalast im November 2007 saß die gesamte DDR-Rock-Elite von den Puhdys über Silly bis City im Publikum und bescheinigte dem Schauspieler-Sänger Liefers ein bemerkenswertes Gesangs-Talent.
Jan Josef Liefers hatte mit Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief 1996 den Durchbruch. Für die Rolle des Bodo Kriegnitz erhielt Liefers den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler. Inzwischen zählt Liefers zur ersten Garde deutscher Filmschauspieler.
Für den WDR-Tatort aus Münster steht Jan Josef Liefers seit 2002 als skurriler Gerichtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne an der Seite von Axel Prahl als Kommissar Thiel vor der Kamera. Zu den erfolgreichsten jüngsten TV-Auftritten gehören Die Nachrichten, Das Wunder von Lengede sowie Die Sturmflut. Im Kino begeisterte er kürzlich als kleinkrimineller Möchtegern-Juppy in Justus von Dohnanyis rabenschwarzer Komödie Bis zum Ellenbogen.
Autor: nnzJan-Josef Liefers ist der Stargast auf dem diesjährigen Lichterfest der Stadt Nordhausen am 29. August. Das Fest auf dem Petersberg beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Wie schon in den Vorjahren wird der Petersberg von tausenden Kerzen, Lichtern und Fackeln illuminiert.
Der Abend beginnt mit dem Auftritt der Brass-Band Blechklang um 19 Uhr und endet mit dem Programm der Gruppe Tramp aus Jena, die ab 23 Uhr Oldies präsentiert. Der Auftritt von Liefers und seiner Band beginnt um 21 Uhr.
Der Künstler wird sich dem Nordhäuser Publikum an diesem Abend auf der Bühne des Petersberges als Musiker präsentieren: Mit seinem Programm Der Soundtrack meiner Kindheit spielt Jan Josef Liefers mit seiner Band Oblivion die Musik seiner Jugend in der DDR und verbindet diese mit Geschichten aus seinem Leben. Er interpretiert große Rockballaden von Bands wie Puhdys, Silly, Karat, Lift und Renft.
Die Idee zu diesem abendfüllenden Programm entstand anlässlich eines Konzerts im Rahmen der Konzertreihe Century of Song der Ruhr Trienale 2006. Namhafte Künstler wie Rickie Lee Jones, Suzanne Vega, Patti Smith, Elvis Costello, Ron Sexsmith, Laurie Anderson oder David Byrne spielten dort in den letzten Jahren die Musik, die sie geprägt und bis heute beeinflusst hat. Jan Josef Liefers und seine Band haben wunderschöne Balladen wie Am Abend mancher Tage aber auch sehr kraftvolle Rocksongs wie Türen öffnen sich zur Stadt (Puhdys) ausgewählt und druckvoll und originell bearbeitet.
Im Jahr 2006 lud RUHR TRIENALE-Intendant Jürgen Flimm verschiedene deutsche Schauspieler nach Bochum ein, die ihre persönlichen SONGS OF THE CENTURY vorstellen sollten. Mit seiner Band spielte Jan Josef Liefers am 1.9.2006 vor ausverkaufter Jahrhundert-Halle in Bochum zum ersten Mal jene Musik, die ihn durch verschiedene Phasen seiner Kindheit und Jugend begleitet, beeindruckt und geprägt hat. Zwischen den Songs berichtete er von seinem Leben im Osten und erzählte Interessantes zu den entsprechenden Bands und deren Musik.
Das weckte soviel Interesse und Begeisterung, dass die Band sich entschied, das ursprünglich als einmaligen Auftritt geplante Programm auszubauen. Für alle diesjährigen Konzerte ist das 90minütige Programm durch dokumentarisches Material nun zusätzlich visuell aufbereitet.
Mit den unterhaltsamen und sehr persönlichen Einblicken aus Liefers Jugend im Osten, der sich seine eigenen Gedanken macht und versucht, seinen Weg zu gehen, ohne sich allzu sehr verbiegen – sowie einer Auswahl der bemerkenswertesten Rock- und Popsongs der DDR – bietet das Programm großartige Unterhaltung für Besucher aus Ost und West.
Jan Josef Liefers und seine Band haben wunderschöne Balladen wie Am Abend mancher Tage (Lift) aber auch sehr kraftvolle Rocksongs wie Türen öffnen sich zur Stadt (Puhdys) ausgewählt und druckvoll und originell bearbeitet. Die Künstler der DDR wurden – abhängig von ihrer Popularität – von Partei und Regierung durchaus ernst genommen. Ihre Kreativität wurde argwöhnisch beobachtet und oft genug zensiert oder verboten.
Daraus entwickelte sich eine Art Code-Sprache, in der bildenden Kunst, wie in der Musik und der Lyrik, die vielleicht auch deshalb heute als besonders poetisch empfunden wird. Man übte sich im Umschreiben, im Erfinden sprachlicher Bilder. Die Unmöglichkeit, Dinge klar beim Namen zu nennen machte eben erfinderisch.
Kombiniert mit einer effektvollen Visualisierung des Programms durch Super-8-Filmmaterial aus den siebziger Jahren, bereitet der in Dresden geborene Schauspieler Jan Josef Liefers seine Karriere und sein Leben auf: Ein authentisches DDR-Kind, das später in ganz Deutschland bekannt wurde, erzählt sein Stück deutsche Geschichte. Frei von zynischer Ostalgie lässt sich all dies mit den eigenen Erfahrungen und Ansichten auf den Prüfstand der deutschen Gegenwart stellen.
Bei seinem Auftritt im ausverkauften Berliner Admiralspalast im November 2007 saß die gesamte DDR-Rock-Elite von den Puhdys über Silly bis City im Publikum und bescheinigte dem Schauspieler-Sänger Liefers ein bemerkenswertes Gesangs-Talent.
Jan Josef Liefers hatte mit Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief 1996 den Durchbruch. Für die Rolle des Bodo Kriegnitz erhielt Liefers den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler. Inzwischen zählt Liefers zur ersten Garde deutscher Filmschauspieler.
Für den WDR-Tatort aus Münster steht Jan Josef Liefers seit 2002 als skurriler Gerichtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne an der Seite von Axel Prahl als Kommissar Thiel vor der Kamera. Zu den erfolgreichsten jüngsten TV-Auftritten gehören Die Nachrichten, Das Wunder von Lengede sowie Die Sturmflut. Im Kino begeisterte er kürzlich als kleinkrimineller Möchtegern-Juppy in Justus von Dohnanyis rabenschwarzer Komödie Bis zum Ellenbogen.
