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Nicht aufgeben

Mittwoch, 16. Juli 2008, 11:29 Uhr
Die Gemeinde Niedersachswerfen wehrt sich weiter gegen den drohenden Gipsabbau. Das wird von den Bündnisgrünen im Landkreis und im Freistaat begrüßt. Die nnz mit Einzelheiten...


Während in Sachsen-Anhalt Umweltministerin Wernicke heute zur einer Informationsveranstaltung über die Biosphärenreservatsausweisung nach Roßla einlädt, unterlag die Gemeinde Niedersachswerfen letzte Woche vor Gericht mit ihrem Eilantrag gegen den weiteren Gipsabbau.

"Bei der Thüringer Landesregierung stehen die Interessen der Gipsindustrie weiterhin im Vordergrund. Wir begrüßen, dass die Gemeinde Niedersachswerfen Berufung gegen das Urteil einlegt und sich weiter für den Erhalt der einzigartige Kulturlandschaft einsetzt. Zurzeit wird die kommunale Selbstverwaltung der Gemeinden durch das Bergrecht ausgehebelt, sagt Heinrich Lorenz, Vorsitzender des Kreisverbandes Nordhausen.

"Ähnlich wie bei der Einleitung von Salzlauge durch Kali+Salz, wird gegen die Menschen in der Region und auch gegen das Gebot der Nachhaltigkeit Politik betrieben. Eine Ausweisung des Biosphärenreservats dient neben den ökologischen Vorteilen der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Region. Unser Nachbarland Sachsen-Anhalt hat dieses Potenzial erkannt und begeht mit der heutigen Veranstaltung in Roßla einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung", ergänzt Frank Augsten.

"Die als Biosphärenreservat ausgewiesene Fläche ist in Sachsen-Anhalt gegenüber Thüringen fast doppelt so groß. Es kann also keineswegs die Rede davon sein, dass Sachsen-Anhalt gegenüber Thüringen bei der Ausweisung von Großschutzgebieten Nachholbedarf hat, wie dies Landtagsabgeordneter Egon Primas (CDU) in der Vergangenheit verkündete. Vielmehr sind es die guten Erfahrungen und hier insbesondere die Synergieeffekte für regionale und touristische Entwicklung, welche die Landesregierung in Sachsen-Anhalt bewegen, die Ausweisung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen", so Augsten weiter.

"Die Thüringer Landesregierung muss endlich die Chancen, mit einer länderübergreifend Biosphärenreservatsausweisung, wie in der Rhön nutzen. Wir Thüringer Bündnisgrünen wollen, das im Südharz ein weiteres zukunftsfähiges Entwicklungsmodell entstehen kann", schließt sich Heinrich Lorenz an.
Autor: nnz

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