Sensation hinter den Kulissen
Sonntag, 13. Juli 2008, 16:10 Uhr
Das lange Warten hat nun (fast) ein Ende. Nachdem die Landesliga-Spielsaison bei den Handballern für nicht abgeschlossen erklärt wurde, sprach das Sportgericht das Urteil.
Was war eigentlich passiert? Die nnz berichtete ausführlich über die Vorgänge in der Handball-Landesliga und deren Folgen. Immer mitten im Geschehen die Handballer des NSV. Nachdem sie zu Beginn der Spielserie fast strauchelten, wurden sie zum Favoritenjäger mit Hindernissen.
Nach Platz 5 am 6. Spieltag, steigerten sie sich bis zum 13.Spieltag auf Platz 2 und übernahmen die alleinige Verfolgung der Spielgemeinschaft Erfurt/Bad Langensalza II. Diese wiederum liebäugelte schon seid langem mit einer Auflösung der Spielgemeinschaft und dem eigenen Aufstieg, dann unter dem Namen Thüringer Handball Club Erfurt/Bad Langensalza.
Zur Jahreswende verdichteten sich die Gerüchte um die Auflösung der SG zum Saisonende. Die Nordhäuser, weiter auf Platz 2 liegend, kümmerten die einsamen Kreise der SG auf Platz 1 nicht. Gingen sie doch von den gültigen Satzungen und Ordnungen aus. Diese besagen, dass die SG Erfurt/Bad Langensalza II schon vor Saisonbeginn der Spielserie 07/08, davon ausgehen konnte, dass ein Aufstieg nur im Falle eines Abstieges ihrer I. Mannschaft möglich ist.
Um Klarheit zu erhalten wendeten sich die Verantwortlichen des NSV frühzeitig an den Thüringer Handball Verband, mit der Bitte um eine eindeutige Aussage zum Aufstiegsrecht. Nach mehrmaligen Rückfragen teilte uns die Spielkommission eine ,,mögliche Entscheidung zum Aufstiegsrecht mit. Die Rechtsauffassung der Spielkommission spaltete die Handballwelt, da sie der SG und deren Nachfolger das Aufstiegrecht zusprach.
Nachdem drei Spieltage vor Schluss der 2. Platz des NSV in Stein gemeißelt war, wollte der NSV nun eine endgültige schriftlich Entscheidung der Spielkommission. Doch alle weitere Versuche zur frühzeitigen Klarheit scheiterten. Selbst nach Abschluss der Spielserie wollte der Thüringer Handball Verband bis zur Terminkonferenz der neuen Spielserie warten um seine Auswertung bekannt zu geben. Den Nordhäusern lief die Zeit davon.
Mit Erhalt der Unterlagen für die Spielserie 08/09 und in Auswertung des Amtlichen Mitteilungsblattes des THV, konnte der NSV nun endlich den Rechtsweg beschreiten. So wurde am 09. Juni das Verbandsschiedsgericht angerufen und Einspruch eingelegt.
Bis zur Terminkonferenz am 22. Juni sollte das Gericht tagen und eine Entscheidung fällen. Scheinbar aufgrund der komplizierte Rechtslage, konnte dieser Termin nicht gehalten werden. Auch der wichtige 30. Juni, Wechselfrist für Spieler, verstrich. Erst am 12. Juni traf das Urteil in Nordhausen und Erfurt ein. Das Verbandssportgericht stellte eindeutig heraus das es für die SG Erfurt/Bad Langensalza II in der zurückliegenden Spielserie kein aufstiegrecht gab und dies schon vor Saisonbeginn feststand. Die Nordhäuser hatten sich nun nicht nur sportlich, sondern auch auf dem Rechtsweg das Aufstiegsrecht erkämpft.
Neben dem großen Jubel waren aber auch große Sorgenfalten bei den Verantwortlichen im NSV Lager zu finden. Das Urteil kommt zu spät für eine ordentliche Vorbereitung. Die Wechselfrist für Spieler ist verstrichen, die Spielpläne für alle anderen Ligen abgestimmt und der Spielraum für eine ordentliche Heimspielplanung längst verstrichen da schon gemeldet.
Ungeachtet der enormen Herausforderungen, die auf den NSV zukommen wollen sie trotzdem angehen, dies ergab eine Mannschaftssitzung noch am Samstag. Doch wie reagiert die Spielkommission des Thüringer Handball Verbandes und der Thüringer Handball Club. Sie haben jetzt 14 Tage Zeit das Urteil zu akzeptieren oder in Revision zu gehen. Bis zum 26. Juli werden wir es wissen.
Autor: nnzWas war eigentlich passiert? Die nnz berichtete ausführlich über die Vorgänge in der Handball-Landesliga und deren Folgen. Immer mitten im Geschehen die Handballer des NSV. Nachdem sie zu Beginn der Spielserie fast strauchelten, wurden sie zum Favoritenjäger mit Hindernissen.
Nach Platz 5 am 6. Spieltag, steigerten sie sich bis zum 13.Spieltag auf Platz 2 und übernahmen die alleinige Verfolgung der Spielgemeinschaft Erfurt/Bad Langensalza II. Diese wiederum liebäugelte schon seid langem mit einer Auflösung der Spielgemeinschaft und dem eigenen Aufstieg, dann unter dem Namen Thüringer Handball Club Erfurt/Bad Langensalza.
Zur Jahreswende verdichteten sich die Gerüchte um die Auflösung der SG zum Saisonende. Die Nordhäuser, weiter auf Platz 2 liegend, kümmerten die einsamen Kreise der SG auf Platz 1 nicht. Gingen sie doch von den gültigen Satzungen und Ordnungen aus. Diese besagen, dass die SG Erfurt/Bad Langensalza II schon vor Saisonbeginn der Spielserie 07/08, davon ausgehen konnte, dass ein Aufstieg nur im Falle eines Abstieges ihrer I. Mannschaft möglich ist.
Um Klarheit zu erhalten wendeten sich die Verantwortlichen des NSV frühzeitig an den Thüringer Handball Verband, mit der Bitte um eine eindeutige Aussage zum Aufstiegsrecht. Nach mehrmaligen Rückfragen teilte uns die Spielkommission eine ,,mögliche Entscheidung zum Aufstiegsrecht mit. Die Rechtsauffassung der Spielkommission spaltete die Handballwelt, da sie der SG und deren Nachfolger das Aufstiegrecht zusprach.
Nachdem drei Spieltage vor Schluss der 2. Platz des NSV in Stein gemeißelt war, wollte der NSV nun eine endgültige schriftlich Entscheidung der Spielkommission. Doch alle weitere Versuche zur frühzeitigen Klarheit scheiterten. Selbst nach Abschluss der Spielserie wollte der Thüringer Handball Verband bis zur Terminkonferenz der neuen Spielserie warten um seine Auswertung bekannt zu geben. Den Nordhäusern lief die Zeit davon.
Mit Erhalt der Unterlagen für die Spielserie 08/09 und in Auswertung des Amtlichen Mitteilungsblattes des THV, konnte der NSV nun endlich den Rechtsweg beschreiten. So wurde am 09. Juni das Verbandsschiedsgericht angerufen und Einspruch eingelegt.
Bis zur Terminkonferenz am 22. Juni sollte das Gericht tagen und eine Entscheidung fällen. Scheinbar aufgrund der komplizierte Rechtslage, konnte dieser Termin nicht gehalten werden. Auch der wichtige 30. Juni, Wechselfrist für Spieler, verstrich. Erst am 12. Juni traf das Urteil in Nordhausen und Erfurt ein. Das Verbandssportgericht stellte eindeutig heraus das es für die SG Erfurt/Bad Langensalza II in der zurückliegenden Spielserie kein aufstiegrecht gab und dies schon vor Saisonbeginn feststand. Die Nordhäuser hatten sich nun nicht nur sportlich, sondern auch auf dem Rechtsweg das Aufstiegsrecht erkämpft.
Neben dem großen Jubel waren aber auch große Sorgenfalten bei den Verantwortlichen im NSV Lager zu finden. Das Urteil kommt zu spät für eine ordentliche Vorbereitung. Die Wechselfrist für Spieler ist verstrichen, die Spielpläne für alle anderen Ligen abgestimmt und der Spielraum für eine ordentliche Heimspielplanung längst verstrichen da schon gemeldet.
Ungeachtet der enormen Herausforderungen, die auf den NSV zukommen wollen sie trotzdem angehen, dies ergab eine Mannschaftssitzung noch am Samstag. Doch wie reagiert die Spielkommission des Thüringer Handball Verbandes und der Thüringer Handball Club. Sie haben jetzt 14 Tage Zeit das Urteil zu akzeptieren oder in Revision zu gehen. Bis zum 26. Juli werden wir es wissen.
