Nnz-Forum: Musik macht Kinder stark
Donnerstag, 03. Juli 2008, 07:47 Uhr
Musik verbindet – dieser Ausspruch ist nicht nur eine leere Worthülse. In Nordhausen wird er zwischen zwei Schulen mit Leben erfüllt. Das allerdings ist nicht ganz richtig – es muß heißen: mit Noten. Dazu eine Bericht im Forum der nnz.
Mandy Lepak (FÖS St. Martin) und Frau Will (Musikschule Nordhausen) am Klavier mit Big world von Emilia
In jeder Schule gibt es musikbegeisterte Kinder, die gern ein Instrument erlernen wollen. Die Neurobiologen haben die besondere positive Wirkung beim Spielen eines Instrumentes für das Denken und Verhalten längst nachgewiesen. In Schulen zur Lernförderung bilden diese Bereiche den Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit. Natürlich sind hier Erfolge, bis hin zum Gewinnen von Wettbewerben, nicht so schnell zu erreichen. Zum Erlernen eines Instrumentes braucht es aber viel Mühe und Ausdauer, was Kindern mit Lernschwächen oder Konzentrationsstörungen weit schwerer fällt. Hier ist der Weg das Ziel.
Viele Eltern schrecken auch deshalb vor einer Anmeldung an einer Musikschule erst einmal zurück. Die Musikschule des Landkreises leistet hervorragende Arbeit. Aber immer wieder muss sie sich den Vorwurf einer zu kostenintensiven Eliteeinrichtung anhören. Dabei kann sie diese schnell entkräften. Seit mehreren Jahren arbeitet sie sehr eng mit geistig behinderten Schülern (mittlerweile teils schon Erwachsenen) zusammen. Die Gebührensatzung und eine Probezeit erleichtern behinderten Menschen und sozial schwachen Familien (Einkommensstaffelung) den Einstieg.
Das ermutigte das Staatliche Förderzentrum J. H. Pestalozzi Nordhausen vor einem Jahr, ebenfalls mit der Musikschule zu kooperieren. Seitdem probierten sich interessierte Schüler der Kl.3 /4 unter der Leitung eines erfahrenen Musikschullehrers an der Blockflöte. Es gab ähnliche Startschwierigkeiten, wie in der Förderschule St. Martin. Deshalb lag die Idee nah, doch einfach die Schüler von dort zu uns einzuladen. Vielleicht könnten sie mit ihrem Können andere Schüler überzeugen es auch zu versuchen. Mit Begeisterung sagten sie sofort zu!
Duo Nick Remde (spielt seit 1 ½ Jahren) und Andy Lebkücher (spielt seit April) mit einer Eigenkomposition
Und so gaben Anfang Juni zum ersten Mal Schüler und Erwachsene der Staatlichen Förderschule St. Martin und der Nordthüringer Lebenshilfe ein Eröffnungskonzert zum Kinderfest am Geiersberg. Sie spielten Trompete, Keyboard, Klavier und Gitarre. Ihr Auftritt sollte unseren Schülern und anwesenden Eltern beweisen, dass man mit Fleiß auch mit einer Behinderung Instrumente spielen kann. 9 Stücke, von Klassik bis Pop, erklangen und erhielten alle begeisterten Applaus. Besonders die Eigenkomposition Amerika, meine Träume von und mit Nick Remde (Gitarrenduo mit Andy Lebkücher) kam sehr gut an. Auch eine Schülerin unserer Schule, Sara Gerlach (Kl.4), bewies bei ihrem 1. Auftritt Mut. Sie lernt erst seit kurzem die Blockflöte zu spielen. Ein großes Dankeschön geht an ihre geduldigen Musikschullehrer, Frau Will und Herrn Schmidt, sowie der Musiklehrerin Frau Krieger von St. Martin.
Nach dem Konzert äußerten einige unserer Kinder den Wunsch, auch ein Instrument zu lernen. Wir werden dran bleiben und hoffen, dass aus einem bescheidenen Anfang noch mehr wird. Bei unserer Musikschule, insbesondere ihrem Leiter Holger Niebhagen, finden wir immer ein offenes Ohr.
Elke Falley (Lehrerin)
Mandy Lepak (FÖS St. Martin) und Frau Will (Musikschule Nordhausen) am Klavier mit Big world von Emilia
In jeder Schule gibt es musikbegeisterte Kinder, die gern ein Instrument erlernen wollen. Die Neurobiologen haben die besondere positive Wirkung beim Spielen eines Instrumentes für das Denken und Verhalten längst nachgewiesen. In Schulen zur Lernförderung bilden diese Bereiche den Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit. Natürlich sind hier Erfolge, bis hin zum Gewinnen von Wettbewerben, nicht so schnell zu erreichen. Zum Erlernen eines Instrumentes braucht es aber viel Mühe und Ausdauer, was Kindern mit Lernschwächen oder Konzentrationsstörungen weit schwerer fällt. Hier ist der Weg das Ziel.
Viele Eltern schrecken auch deshalb vor einer Anmeldung an einer Musikschule erst einmal zurück. Die Musikschule des Landkreises leistet hervorragende Arbeit. Aber immer wieder muss sie sich den Vorwurf einer zu kostenintensiven Eliteeinrichtung anhören. Dabei kann sie diese schnell entkräften. Seit mehreren Jahren arbeitet sie sehr eng mit geistig behinderten Schülern (mittlerweile teils schon Erwachsenen) zusammen. Die Gebührensatzung und eine Probezeit erleichtern behinderten Menschen und sozial schwachen Familien (Einkommensstaffelung) den Einstieg.
Das ermutigte das Staatliche Förderzentrum J. H. Pestalozzi Nordhausen vor einem Jahr, ebenfalls mit der Musikschule zu kooperieren. Seitdem probierten sich interessierte Schüler der Kl.3 /4 unter der Leitung eines erfahrenen Musikschullehrers an der Blockflöte. Es gab ähnliche Startschwierigkeiten, wie in der Förderschule St. Martin. Deshalb lag die Idee nah, doch einfach die Schüler von dort zu uns einzuladen. Vielleicht könnten sie mit ihrem Können andere Schüler überzeugen es auch zu versuchen. Mit Begeisterung sagten sie sofort zu!
Duo Nick Remde (spielt seit 1 ½ Jahren) und Andy Lebkücher (spielt seit April) mit einer Eigenkomposition
Und so gaben Anfang Juni zum ersten Mal Schüler und Erwachsene der Staatlichen Förderschule St. Martin und der Nordthüringer Lebenshilfe ein Eröffnungskonzert zum Kinderfest am Geiersberg. Sie spielten Trompete, Keyboard, Klavier und Gitarre. Ihr Auftritt sollte unseren Schülern und anwesenden Eltern beweisen, dass man mit Fleiß auch mit einer Behinderung Instrumente spielen kann. 9 Stücke, von Klassik bis Pop, erklangen und erhielten alle begeisterten Applaus. Besonders die Eigenkomposition Amerika, meine Träume von und mit Nick Remde (Gitarrenduo mit Andy Lebkücher) kam sehr gut an. Auch eine Schülerin unserer Schule, Sara Gerlach (Kl.4), bewies bei ihrem 1. Auftritt Mut. Sie lernt erst seit kurzem die Blockflöte zu spielen. Ein großes Dankeschön geht an ihre geduldigen Musikschullehrer, Frau Will und Herrn Schmidt, sowie der Musiklehrerin Frau Krieger von St. Martin.
Nach dem Konzert äußerten einige unserer Kinder den Wunsch, auch ein Instrument zu lernen. Wir werden dran bleiben und hoffen, dass aus einem bescheidenen Anfang noch mehr wird. Bei unserer Musikschule, insbesondere ihrem Leiter Holger Niebhagen, finden wir immer ein offenes Ohr.
Elke Falley (Lehrerin)
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.


