In Stellung bringen
Mittwoch, 02. Juli 2008, 15:28 Uhr
Rainer Bachmann, einer der Sprecher der LINKE in Nordhausen, wirbt in der Bahnhofstraße, vor der Südharz-Galerie, für Unterschriften für das Volksbegehren Mehr Demokratie. Er wolle dort Unterschriften bis zum Umfallen sammeln. Allerdings denken Bachmann und andere kommunale Politgrößen schon weiter...
Erste Station der meditativen Anstrengung aller Parteien wird vermutlich der 7. Juni nächsten Jahres sein. Da soll – neben der uninteressanten Europawahl – auch das Kommunale per Wahl in Ordnung gebracht werden. Wobei Ordnung immer relativ zu betrachten ist.
Aus Sicht der CDU sei man gut gerüstet für das Ereignis, eigentlich für das gesamte Superwahljahr. Egon Primas, der stellvertretende Kreisvorsitzende, hat ein gutes Gefühl für die Städte und größeren Gemeinden. Sorgen bereiten ihm eher die kleinen Kommunen, in denen zum Beispiel Ortschaftsräte gewählt werden müssen. Findet man da genügend Kandidaten? Diese Frage muß in den kommenden Monaten beantwortet werden, denn irgendwann drücken Termine. Und so will sich die CDU auch dem parteilosen Volke öffnen. Interessierte können sich einbringen, so Primas und denkt da zum Beispiel an Jürgen Hohberg, den Bürgermeister von Sollstedt, der bereits in der zweiten Legislatur in der CDU-Kreistagsfraktion beheimatet ist.
Stolz ist Egon Prima auf das Treiben des christdemokratischen Nachwuchses. Vor allem die Junge Union in und um Bleicherode macht ihm Freude, die stellen da ordentlich was auf die Beine, sie stellen sich vor, machen sich bekannt.
Nachwuchssorgen ganz anderer Art hat die SPD da schon. Von der parteieigenen Nachwuchsorganisation kommt außer einem Namen kein Signal, da herrscht seit Monaten Funkstille. Selbst die Freien Demokraten sind da umtriebiger. Für die Vorsitzende der Kreis-Sozialdemokratie, Dagmar Becker, wird es diesmal mit der Rekrutierung des Nachwuchses komplizierter als vor fünf Jahren. Auch das Finden von Kandidaten anderer Altersgruppen gestaltet sich zunehmend schwierig. Und diejenigen, die 1990 noch in vollem Safte standen, die haben fast 20 Jahre später einige Abnutzungserscheinungen aufzuweisen, die mit politischer Erfahrung nicht mehr zu übertünchen sind. Also wird sich auch die SPD wieder für parteilose Menschen öffnen und hofft inständig, daß diese Angebote auch so angenommen werden.
Zurück zu Rainer Bachmann in der Hoffnung, daß er in der Nordhäuser Bahnhofstraße nicht umgefallen ist. Denn Bachmann wird im nächsten Jahr gebraucht. Schließlich soll er das Direktmandat in der Stadt Nordhausen für den Landtag holen. Erinnern wir uns an 2004, dann war der Abstand zu Dr. Klaus Zeh (CDU) nicht allzugroß. Sie werden eine Überraschung erleben, gibt sich der Kreissprecher siegesgewiß. Optimistisch stimmt ihn auch die Tatsache, daß in diesem Jahr 20 neue Mitglieder zu den LINKEN gekommen sind. Der Altersdurchschnitt ist nicht gerade parteitypisch, nicht nur für die LINKE: 22 Jahre.
Mit den Neuen will der Vorstand intensiv reden und sie zu einer kommunalpolitischen Arbeit anregen. Wenn nicht diesmal das Mandat, dann wenigstens die Bereitschaft zur Mitarbeit als berufener Bürger. Und natürlich ist die LINKE – sie sind Vorreiter – im kommenden Jahr erneut mit einer offenen Liste unterwegs. Mit einer Einschränkung: Mitglieder anderer Parteien kommen da nicht drauf!
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzErste Station der meditativen Anstrengung aller Parteien wird vermutlich der 7. Juni nächsten Jahres sein. Da soll – neben der uninteressanten Europawahl – auch das Kommunale per Wahl in Ordnung gebracht werden. Wobei Ordnung immer relativ zu betrachten ist.
Aus Sicht der CDU sei man gut gerüstet für das Ereignis, eigentlich für das gesamte Superwahljahr. Egon Primas, der stellvertretende Kreisvorsitzende, hat ein gutes Gefühl für die Städte und größeren Gemeinden. Sorgen bereiten ihm eher die kleinen Kommunen, in denen zum Beispiel Ortschaftsräte gewählt werden müssen. Findet man da genügend Kandidaten? Diese Frage muß in den kommenden Monaten beantwortet werden, denn irgendwann drücken Termine. Und so will sich die CDU auch dem parteilosen Volke öffnen. Interessierte können sich einbringen, so Primas und denkt da zum Beispiel an Jürgen Hohberg, den Bürgermeister von Sollstedt, der bereits in der zweiten Legislatur in der CDU-Kreistagsfraktion beheimatet ist.
Stolz ist Egon Prima auf das Treiben des christdemokratischen Nachwuchses. Vor allem die Junge Union in und um Bleicherode macht ihm Freude, die stellen da ordentlich was auf die Beine, sie stellen sich vor, machen sich bekannt.
Nachwuchssorgen ganz anderer Art hat die SPD da schon. Von der parteieigenen Nachwuchsorganisation kommt außer einem Namen kein Signal, da herrscht seit Monaten Funkstille. Selbst die Freien Demokraten sind da umtriebiger. Für die Vorsitzende der Kreis-Sozialdemokratie, Dagmar Becker, wird es diesmal mit der Rekrutierung des Nachwuchses komplizierter als vor fünf Jahren. Auch das Finden von Kandidaten anderer Altersgruppen gestaltet sich zunehmend schwierig. Und diejenigen, die 1990 noch in vollem Safte standen, die haben fast 20 Jahre später einige Abnutzungserscheinungen aufzuweisen, die mit politischer Erfahrung nicht mehr zu übertünchen sind. Also wird sich auch die SPD wieder für parteilose Menschen öffnen und hofft inständig, daß diese Angebote auch so angenommen werden.
Zurück zu Rainer Bachmann in der Hoffnung, daß er in der Nordhäuser Bahnhofstraße nicht umgefallen ist. Denn Bachmann wird im nächsten Jahr gebraucht. Schließlich soll er das Direktmandat in der Stadt Nordhausen für den Landtag holen. Erinnern wir uns an 2004, dann war der Abstand zu Dr. Klaus Zeh (CDU) nicht allzugroß. Sie werden eine Überraschung erleben, gibt sich der Kreissprecher siegesgewiß. Optimistisch stimmt ihn auch die Tatsache, daß in diesem Jahr 20 neue Mitglieder zu den LINKEN gekommen sind. Der Altersdurchschnitt ist nicht gerade parteitypisch, nicht nur für die LINKE: 22 Jahre.
Mit den Neuen will der Vorstand intensiv reden und sie zu einer kommunalpolitischen Arbeit anregen. Wenn nicht diesmal das Mandat, dann wenigstens die Bereitschaft zur Mitarbeit als berufener Bürger. Und natürlich ist die LINKE – sie sind Vorreiter – im kommenden Jahr erneut mit einer offenen Liste unterwegs. Mit einer Einschränkung: Mitglieder anderer Parteien kommen da nicht drauf!
Peter-Stefan Greiner
