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Wie weiter mit Nordhausen?

Mittwoch, 02. Juli 2008, 13:38 Uhr
Die Geschichte, Gegenwart und die Zukunft der Stadt Nordhausen standen gestern im Mittelpunkt des jüngsten Clubabends des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV). Dazu hatte der Vorstand ein interessantes Programm aufgelegt, dessen erster Teil...

Interessiertes Auditorium (Foto: NUV) Interessiertes Auditorium (Foto: NUV)

...in einer Fahrt mit dem Schienen-Bistro der Nordhäuser Straßenbahn bestand. Auf dieser Tour durch die Rolandstadt erfuhren die Unternehmer durch Vertreter der Stadt- und Gästeführergilde viel Wissenswertes über Nordhausen.

Im zweiten Teil des Clubabends in den Räumen der „Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei“ stellte die städtische Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) die künftige Entwicklung der Kreisstadt bis zum Jahr 2020 vor. Ausgangspunkt aller politischen Überlegungen, so Klaan, müsse die demografische Entwicklung sein. An Zahlen erläuterte die Kommunalpolitikerin, daß es zum Beispiel im Landkreis (ohne Nordhausen) 15 bis 17 Prozent weniger Einwohner geben werde. Für die Stadt Nordhausen mache hingegen der Bevölkerungsverlust „nur“ 6,2 Prozent aus.

Das spreche für die wachsende Attraktivität der Kreisstadt, aber soll gleichzeitig Motivation der Unternehmen sein, schon jetzt auf ein lebenslanges Lernen der Mitarbeiter zu setzen. Der Fokus der künftigen Personalpolitik müsse in den Firmen auf eine gezielte Gewinnung und Förderung des eigenen Nachwuchses gesetzt werden.

Inge Klaan (Foto: NUV) Inge Klaan (Foto: NUV) Inge Klaan ging dann weiter auf die Straßenverkehrsprojekte ein. Beispiele hierfür waren der Planungsstand des Teilausbaus der B 4 im Bereich der Sundhäuser Berge oder die künftige Ortsumfahrung von Nordhausen. Für die Unterführung in der Freiherr-vom-Stein-Straße sieht die Dezernentin die Zeichen für eine Vergabe im Stadtrat in der kommenden Woche. Sollte diese Entscheidung dann jedoch wieder durch den unterlegenen Bieter angefochten werden, dann sei die Stadt nicht mehr „Herr des Verfahrens“.

Weitere Themen ihrer Ausführungen waren die Schwerpunkte der künftigen innerstädtischen Entwicklung sowie die Erläuterung des Ist-Zustandes bei Gewerbeflächen. Die seien größtenteils sehr gut ausgelastet. Des öfteren habe man bereits Anfragen von Unternehmen negativ beantworten müssen, da es keine adäquaten Fläche mehr gebe.

Für das Industriegebiet in der Goldenen Aue rechnet Frau Klaan mit dem Beginn der Erschließungsarbeiten für das kommende Frühjahr, dann könne die LEG auch mit der Vermarktung beginnen.

In der sich anschließenden Diskussion ging es auch um den Bau der A 38 im Bereich Sollstedt. Hier erklärte Inge Klaan, daß bautechnisch ein Vorziehen des Bauendes durchaus möglich sei, jedoch müßten Kosten und Nutzen klar definiert werden. Klaan geht dabei von zusätzlichen Kosten im Millionenbereich aus. Ob die der Bund zur Verfügung stellen würde, das könne sie nicht beantworten.

Im dritten Teil der Veranstaltung nutzten die Mitglieder des Unternehmerverbandes die Möglichkeit, im Hof der „Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei“ einen regen Gedankenaustausch zu führen. Allseits wurden sowohl das angenehme Ambiente des Museums sowie die angebotenen Speisen und Getränke gelobt.
Autor: nnz

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