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Besuch aus den „Staaten“

Mittwoch, 02. Juli 2008, 08:55 Uhr
Ende Juni kamen mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehreren Bundesländern zu der Fachtagung, einer bewährten Veranstaltungsreihe. Da gab es neben Überraschungen auch Besuch aus den USA. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz...


Gottfried, Höfert (Foto: Reichardt) Gottfried, Höfert (Foto: Reichardt) Im Rahmen der Eröffnung überraschte Dr. Reinhardt Schmidt, ehemaliger ärztlicher Direktor der Neanderklinik, gemeinsam mit der Geschäfts- und Heimleitung Martina Röder den Geschäftsführer Rolf Höfert mit einer besonderen Würdigung als Gratulation zu seinem Bundesverdienstkreuz am Bande. Norman Gottfried aus New York überreichte Rolf Höfert den Star Diamond Award (American Academy of Hospitality Sciences) für sein umfangreiches Engagement (im Bild). Norman Gottfried und Ehefrau waren extra zu dieser Fachtagung mit großem Interesse erschienen. Sie verbindet seit langen Jahren eine Zusammenarbeit und Freundschaft mit der Geschäftsleitung der Neanderklinik Harzwald GmbH.

Blick auf das Podium (Foto: Reichardt) Blick auf das Podium (Foto: Reichardt)
v.l.n.r.: Dr. Reinhardt Schmidt, Rolf Höfert, Martina Röder, Silvia Böhme, Ingrid Franke

Ingrid Franke, Amtsärztin des Landratsamtes Nordhausen, zeigte die besonderen Aspekte in der gerontopsychiatrischen Versorgung, insbesondere von Menschen mit Demenz und Alzheimer auf und verwies auf die Dringlichkeit bei diesen Patienten und Bewohnern, sich an deren Biografie und an ihren Erlebnissen zu orientieren. Dieses würde viele sedierende Medikamente ersparen. Rolf Höfert, Geschäftsführer des DPV referierte über das am 01.07.2008 in Kraft getretene Pflegeweiterentwicklungsgesetz mit seinen Auswirkungen für Patienten und Bewohner und Herausforderungen an die Altenheime und ambulanten Pflegedienste.

Schwerpunkt seiner Ausführungen war auch die Wichtigkeit eines Qualitätsanagements um das Risiko der Bewohner und Patienten optimal zu reduzieren und Rechtssicherheit für die Pflegenden herbeizuführen. Hierzu gehöre u. a. auch die Notwendigkeit und Berücksichtigung von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten.

Dr. med. Sabine Müller aus Nordhausen referierte über die Begleitung Sterbenskranker im Sinne einer ganzheitlichen Palliativmedizin. Es ginge hierbei um eine aktive ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung.

Die Pallitativmedizin strebe die Besserung körperlicher Krankheitsbeschwerden ebenso wie psychischer, sozialer und spiritueller Probleme an. Als Hauptziel nannte Frau Dr. Müller die Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten und ihre Angehörigen. Ihr Abschlusszitat: „Es kommt nicht darauf an, dem begrenzten Leben Zeit zu geben, sondern der begrenzten Zeit, Leben zu geben“.

Für Anfang September ist die nächste Großveranstaltung, das 3. Thüringer Pflegesymposium unter Schirmherrschaft der Sozialministerin Christine Lieberknecht geplant.
Autor: nnz

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