Fressen und saufen, solange der Taler reicht
Samstag, 28. Juni 2008, 16:42 Uhr
Das 16. Harzfest ist eröffnet. In der Kleinstadt Ellrich im Südharz präsentieren bis zum Sonntagabend über 50 Brauchtumsgruppen die Lieder und Tänze, Sitten und Gebräuche des Harzes. Auf zwei Bühnen gibt es Folkloredarbietungen nonstop, rund 150 Stände mit regionalen Warenangeboten und traditionellem Handwerk füllen den Festplatz. Das Fest steht unter dem Motto Grenzenlos Wege überschreiten.
Mit der Markteröffnung haben Bianca Kachel, Vorsitzende des ausrichtenden Harzer Förderkreis e.V., und Matthias Erhold, Bürgermeister der Südharzstadt (parteilos), das Festgeschehen frei gegeben. Das Fest soll zum Ausdruck bringen, dass die gesamte Harzregion zusammenwächst, sagte Ehrhold. Die Kleinstadt Ellrich, direkt an der einstigen innerdeutschen Grenze gelegen, sei von der Teilung wie Berlin besonders betroffen gewesen und stehe nun als ein Symbol der Wiedervereinigung. Die Menschen sollen nach Ellrich kommen und sich anschauen, was hier geschaffen wurde und natürlich die schönen Angebote des Harzfestes nutzen.
Ein aus dem Mittelalter entliehener Marktmeister drückte es deftiger aus. Er verlas eine alte Marktordnung, in der es hieß: Ein jeglicher solle sich wohl fühlen auf dem Markt und fressen und saufen, solange der Taler reicht.
Mit einer großen Festgala erfolgte anschließend die feierliche Eröffnung im Beisein von Dr. Klaus Zeh, Thüringens Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche und Sachsen-Anhalts Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert. Sie durften in einem symbolischen Akt die Anteile der Anrainerländer am Harz zusammenschmieden. Ein Kunstschmied hatte dazu die drei Harzteile in Blech gehauen, die dann mit Nieten verbunden wurden.
Rund 3000 Schaulustige tummelten sich nach ersten Schätzungen des Veranstalters bereits zur Eröffnung des Festes auf dem Festgelände. Dort gab es neben den Darbietungen auf zwei Bühnen auch allerlei historisches Handwerk zu sehen und Harzer Produkte zu kaufen. Noch bis zum Sonntagabend besteht Gelegenheit, das Fest zu besuchen. Am Sonntag werden zusätzlich auch die Harzer Waldarbeitermeisterschaften ausgetragen, bei denen Forstleute mit der Motorsäge zeigen, was sie können. Höhepunkt am Sonntag soll ein gut eineinhalbstündiger Festumzug (ab 13.00 Uhr) mit über 1000 Mitwirkenden werden, der das Brauchtum im Harz und die Entwicklung der Tourismusregion darstellen wird.
Zusätzlich gibt es an beiden Tagen ein umfangreiches Kinderprogramm. Dazu zählen Kinderdampfeisenbahn der HSB Wernigerode, Baum- und Kistenklettern, Sinnespfad, Kiepenkasper, Zauberer, Hanna die Märchenhexe, mittelalterliche Kinderanimation (Bogenschießen, Eimerwerfen) und ein mobiler Streichelzoo. Für jede Altersgruppe und jeden Geschmack ist etwas dabei.
Autor: nnzMit der Markteröffnung haben Bianca Kachel, Vorsitzende des ausrichtenden Harzer Förderkreis e.V., und Matthias Erhold, Bürgermeister der Südharzstadt (parteilos), das Festgeschehen frei gegeben. Das Fest soll zum Ausdruck bringen, dass die gesamte Harzregion zusammenwächst, sagte Ehrhold. Die Kleinstadt Ellrich, direkt an der einstigen innerdeutschen Grenze gelegen, sei von der Teilung wie Berlin besonders betroffen gewesen und stehe nun als ein Symbol der Wiedervereinigung. Die Menschen sollen nach Ellrich kommen und sich anschauen, was hier geschaffen wurde und natürlich die schönen Angebote des Harzfestes nutzen.
Ein aus dem Mittelalter entliehener Marktmeister drückte es deftiger aus. Er verlas eine alte Marktordnung, in der es hieß: Ein jeglicher solle sich wohl fühlen auf dem Markt und fressen und saufen, solange der Taler reicht.
Mit einer großen Festgala erfolgte anschließend die feierliche Eröffnung im Beisein von Dr. Klaus Zeh, Thüringens Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche und Sachsen-Anhalts Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert. Sie durften in einem symbolischen Akt die Anteile der Anrainerländer am Harz zusammenschmieden. Ein Kunstschmied hatte dazu die drei Harzteile in Blech gehauen, die dann mit Nieten verbunden wurden.
Rund 3000 Schaulustige tummelten sich nach ersten Schätzungen des Veranstalters bereits zur Eröffnung des Festes auf dem Festgelände. Dort gab es neben den Darbietungen auf zwei Bühnen auch allerlei historisches Handwerk zu sehen und Harzer Produkte zu kaufen. Noch bis zum Sonntagabend besteht Gelegenheit, das Fest zu besuchen. Am Sonntag werden zusätzlich auch die Harzer Waldarbeitermeisterschaften ausgetragen, bei denen Forstleute mit der Motorsäge zeigen, was sie können. Höhepunkt am Sonntag soll ein gut eineinhalbstündiger Festumzug (ab 13.00 Uhr) mit über 1000 Mitwirkenden werden, der das Brauchtum im Harz und die Entwicklung der Tourismusregion darstellen wird.
Zusätzlich gibt es an beiden Tagen ein umfangreiches Kinderprogramm. Dazu zählen Kinderdampfeisenbahn der HSB Wernigerode, Baum- und Kistenklettern, Sinnespfad, Kiepenkasper, Zauberer, Hanna die Märchenhexe, mittelalterliche Kinderanimation (Bogenschießen, Eimerwerfen) und ein mobiler Streichelzoo. Für jede Altersgruppe und jeden Geschmack ist etwas dabei.
