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Picasso tanzen

Freitag, 27. Juni 2008, 11:32 Uhr
Morgen wird eine neue Ausstellung im Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg eröffnet. Das aber wird nicht irgendeine sein, sondern das „Highlight“ dieses Jahres, wie es Susanne Hinsching nannte und sogleich verbessert wurde...

Ausstellung im Aufbau (Foto: nnz) Ausstellung im Aufbau (Foto: nnz)
Das Erdgeschoß ist „gehängt“, im Obergeschoß haben noch die Handwerker zu tun

Es sei das „Ausstellungshighlight“ 2008 korrigierte Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose, schließlich gebe es in Nordhausen Highlights am laufenden Bande. Drei Monate lang soll jedoch die Picasso-Ausstellung im Mittelpunkt der künstlerischen Begierde stehen.

Und so wird sich morgen die bekannte Kunstszene in der Oberstadt zur Vernissage treffen und das verkünden, was am heutigen Vormittag ausschnittsweise zu hören war: „Ganz glücklich, phantastisch, wunderbar...“

Mehr als 35.000 Euro hat das Wunderbare und Phantastische gekostet. Besondere Lichtverhältnisse mußten geschaffen, zusätzliche Sicherheitssysteme installiert werden, denn ein Picasso gehe schon auch mal gern „verloren“, wie Hinsching bemerkte.

Die 85 Grafiken aus dem Graphikmuseum Pablo Picasso Münster sollen jedenfalls einen umfassenden Einblick in das grafische Schaffen des spanischen Künstlers geben, dessen bekanntestes Werk „Die Taube“ weltweit für die Friedensbewegung stand und steht. Auch die Taube in ihrem Enstehungszyklus ist zu sehen. Susanne Hinsching habe in Münster bewußt ausgesucht, schließlich handele es sich nicht um eine Wanderausstellung, die durch das Land tingelt.

Neben Picasso gibt es noch Fotografien von Lucien Clerque, einem Freund des Künstlers, zu sehen. Und zur Vernissage wird es noch Ballett geben. Bei der „spanischen Reihe“ des Kunsthauses, die nach Dali und Miró nun mit Picasso ihren Höhepunkt finden soll, gab es bereits getanzte Zugaben des Nordhäuser Balletts. Tara Yipp wird mit ihrem fünfminütigen Solo die „Absinthtrinkerin“ darstellen – ein Werk Picassos, das in der Eremitage in St. Petersburg hängt.

Und es gibt noch einen Partner, der aus der Kunstszene in Nordhausen nicht wegzudenken ist – die Kreissparkasse. Gemeinsam mit der Sparkassen-Kulturstiftung hat sie das Projekt gefördert. Und der gut sortierte Ausstellungskatalog wäre ohne das Engagement des Geldhauses undenkbar.

Die Eintrittspreise bis zum 21. September betragen sechs Euro, ermäßigt drei. Ob zum Beispiel Hartz-IV-Empfänger in den Genuß der Ermäßigung kommen, wurde heute nicht gesagt. Bis 16 Jahre ist der Eintritt frei.

8.000 Besucher lockte einst die Hundertwasser-Exposition, diese Marke soll mit Picasso übertroffen werden, gibt sich Hinsching optimistisch.
Autor: nnz

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