Feuer und Flamme
Mittwoch, 25. Juni 2008, 18:29 Uhr
Heute wollte man sich beeilen, im Nordhäuser Hauptausschuss, schließlich stehe am Abend ein großes Ereignis ins Haus. Auch der Blick auf die recht kurze Tagesordnung war verheißend und die Stadträte beeilten sich – bis die Feuerwehr zum Thema wurde.
Anfang Juli soll der Stadtrat beschließen, dass der jetzige Standort der Nordhäuser Berufsfeuerwehr um- und ausgebaut werden soll. Entwickeln nennen das die Fachleute aus dem Rathaus. In der Diskussion erinnerte sich vor allem die CDU-Vertretung an einen Beschluß, der im Jahr 2006 zur Zukunft der Nordhäuser Berufsfeuerwehr gefasst worden war. Demnach sollte der Standort am Taschenberg aufgegeben und ein neuer an der Zorgestraße errichtet werden.
Damals wie heute brachten die Verwalter ein Bündel von Begründungen vor, dass die Entscheidungen für den einen oder anderen Standort fallen sollen. Am 25. Oktober 2006 hieß es zum Beispie: Mit einem Neubau in der Zorgestraße würde dann auch die Möglichkeit bestehen, die Feuerwehren in der Kernstadt zu zentralisieren, so dass nicht unwesentliche Synergieeffekte verbucht werden könnten. Dazu gehören Mieteinsparungen, weniger Instandhaltungsmaßnahmen, Konzentration der Kräfte und Mittel. Insgesamt wurden 9 Standortvorschläge auf ihre Eignung nach Flächengröße, Grundstückserwerb, Verkehrsanbindung und geografische Lage geprüft.
Aus den drei favorisierten Standorten Geseniusstraße (ehemals Kraftverkehr), Freifläche Darrweg/Zeppelinweg und Zorgestraße wurde letztendlich der Standort Zorgestraße ausgesucht. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren laut Beschlussvorlage die zentrale Lage in der Stadt, die schnelle Erreichbarkeit brandschutzrelevanter Schwerpunkte (A 38, Gewerbegebiete, Nordbrand), die unmittelbare Lage an der Nord/Süd- und Ost/West-Achse, die ausreichend große Fläche, die gute Möglichkeit durch geeignete architektonische Gestaltung einen attraktiven Blickfang aus städtebaulicher Sicht zu schaffen. Darüber hinaus könne eventuell ein Teil der bereits vorhandenen Gebäudesubstanz genutzt werden und die Errichtung einer Kleinsportanlage sei aufgrund der Flächengröße ebenfalls möglich.
Ein wichtiges Argument, das auch Ende 2006 ins Feld der Argumentation geführt wurde war die Tatsache, dass das Land nur Neubauten fördere. Dann soll das Land seine Meinung geändert haben, jetzt gibt es Förderkohle auch für Umbauten und Sanierungen. Und im Zusammenspiel mit der SWG, die mittlerweile Eigentümer der kompletten Immobilie am Taschenberg ist, sei ein Finanzierungskonzept gefunden worden, das einerseits für die SWG rentierlich sein soll, andererseits den Haushalt der Stadtverwaltung nicht erheblich belaste.
Und der aktuelle Haushalt wird sogar entlastet, denn bereits im Entwurf ist zu lesen, dass das Rathaus eine Million Euro aus dem Verkauf der Teil-Immobile an die eigene Wohnungsgesellschaft einnehmen werde. Und genau dieser Vorausgriff erregte Sven Lutze, Dr. Manfred Schröter und Elisabeth Milbreth (alle CDU). Man fühle sich als Stadtrat sowie als Ausschuss übergangen, ja überrumpelt.
Eigentlich hätte die Stadträte schon im Januar diesen Jahres, vor der Haushaltsdebatte ahnen können, ja müssen, wohin der Feuerwehrzug fahren wird. Damals berichtete die nnz bereits ausführlich, auch von einer Nutzungskonzeption war die Rede.
Es war heute einer der wenigen Momente, da Stadträte offen Front gegen Verwaltungshandeln machten. Letztlich, das erkannte auch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), musste ein Kompromiss her. Die Beschlussvorlage wird überarbeitet, sie soll vorbereitenden Charakter haben und es soll eine Standortuntersuchung seitens eines Fachbüros geben.
Einig waren sich Verwaltung und Stadträte denn trotzdem. Sie sind Feuer und Flamme für die Deutsche Nationalmannschaft.
Autor: nnzAnfang Juli soll der Stadtrat beschließen, dass der jetzige Standort der Nordhäuser Berufsfeuerwehr um- und ausgebaut werden soll. Entwickeln nennen das die Fachleute aus dem Rathaus. In der Diskussion erinnerte sich vor allem die CDU-Vertretung an einen Beschluß, der im Jahr 2006 zur Zukunft der Nordhäuser Berufsfeuerwehr gefasst worden war. Demnach sollte der Standort am Taschenberg aufgegeben und ein neuer an der Zorgestraße errichtet werden.
Damals wie heute brachten die Verwalter ein Bündel von Begründungen vor, dass die Entscheidungen für den einen oder anderen Standort fallen sollen. Am 25. Oktober 2006 hieß es zum Beispie: Mit einem Neubau in der Zorgestraße würde dann auch die Möglichkeit bestehen, die Feuerwehren in der Kernstadt zu zentralisieren, so dass nicht unwesentliche Synergieeffekte verbucht werden könnten. Dazu gehören Mieteinsparungen, weniger Instandhaltungsmaßnahmen, Konzentration der Kräfte und Mittel. Insgesamt wurden 9 Standortvorschläge auf ihre Eignung nach Flächengröße, Grundstückserwerb, Verkehrsanbindung und geografische Lage geprüft.
Aus den drei favorisierten Standorten Geseniusstraße (ehemals Kraftverkehr), Freifläche Darrweg/Zeppelinweg und Zorgestraße wurde letztendlich der Standort Zorgestraße ausgesucht. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren laut Beschlussvorlage die zentrale Lage in der Stadt, die schnelle Erreichbarkeit brandschutzrelevanter Schwerpunkte (A 38, Gewerbegebiete, Nordbrand), die unmittelbare Lage an der Nord/Süd- und Ost/West-Achse, die ausreichend große Fläche, die gute Möglichkeit durch geeignete architektonische Gestaltung einen attraktiven Blickfang aus städtebaulicher Sicht zu schaffen. Darüber hinaus könne eventuell ein Teil der bereits vorhandenen Gebäudesubstanz genutzt werden und die Errichtung einer Kleinsportanlage sei aufgrund der Flächengröße ebenfalls möglich.
Ein wichtiges Argument, das auch Ende 2006 ins Feld der Argumentation geführt wurde war die Tatsache, dass das Land nur Neubauten fördere. Dann soll das Land seine Meinung geändert haben, jetzt gibt es Förderkohle auch für Umbauten und Sanierungen. Und im Zusammenspiel mit der SWG, die mittlerweile Eigentümer der kompletten Immobilie am Taschenberg ist, sei ein Finanzierungskonzept gefunden worden, das einerseits für die SWG rentierlich sein soll, andererseits den Haushalt der Stadtverwaltung nicht erheblich belaste.
Und der aktuelle Haushalt wird sogar entlastet, denn bereits im Entwurf ist zu lesen, dass das Rathaus eine Million Euro aus dem Verkauf der Teil-Immobile an die eigene Wohnungsgesellschaft einnehmen werde. Und genau dieser Vorausgriff erregte Sven Lutze, Dr. Manfred Schröter und Elisabeth Milbreth (alle CDU). Man fühle sich als Stadtrat sowie als Ausschuss übergangen, ja überrumpelt.
Eigentlich hätte die Stadträte schon im Januar diesen Jahres, vor der Haushaltsdebatte ahnen können, ja müssen, wohin der Feuerwehrzug fahren wird. Damals berichtete die nnz bereits ausführlich, auch von einer Nutzungskonzeption war die Rede.
Es war heute einer der wenigen Momente, da Stadträte offen Front gegen Verwaltungshandeln machten. Letztlich, das erkannte auch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), musste ein Kompromiss her. Die Beschlussvorlage wird überarbeitet, sie soll vorbereitenden Charakter haben und es soll eine Standortuntersuchung seitens eines Fachbüros geben.
Einig waren sich Verwaltung und Stadträte denn trotzdem. Sie sind Feuer und Flamme für die Deutsche Nationalmannschaft.
