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Rock unter dem Weihnachtsbaum

Samstag, 08. Juni 2002, 17:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie sind immer wieder für eine Überraschung gut, sogar für eine Weihnachtsüberraschung. Im Dezember werden sie einem weihnachtlichen Live-Konzert in der Wiedigsburghalle die Vorfreude und eine CD für den Gabentisch nach Nordhausen bringen.

PuhdysSo selbstverständlich ist das für eine Band wie die Puhdys nicht, widmen sie sich doch thematisch dem beliebtesten Fest der Deutschen. Es ist ja auch nicht so einfach, mit rockigen Tönen jene Atmosphäre der stillen Vorfreude, der Besinnlichkeit, der Wärme und Geborgenheit zu treffen, wie sie allgemein von vorweihnachtlicher Musik erwartet wird. Auch die Worte und Bilder, die in den ungezählten Liedern zum Fest die Gefühle der Menschen ausdrücken soll, sind hinreichend bekannt, da vielfach gebraucht. Da ist es schon für Musiker, erst recht für Rocker, ein ziemliches Wagnis, dem Vielstrapazierten noch etwas hinzufügen zu wollen, ohne sich in Klischees zu verstricken.

Das aber ist für die Puhdys die Herausforderung, der sie sich im Dezember stellen. Es ist daher die Frage nicht ohne Spannung, wie sie mit dem Thema umgehen und ob es ihnen gelingt, dem hinreichend Bekannten noch etwas hinzuzufügen. Im Sommer 2001 haben die Musiker sich mit dem Thema beschäftigt, viel gestritten und viele Stunden im Studio verbracht. Eine Prüfung dieser Bemühungen bietet sich jedoch auch mit der CD „Dezembertage“. Unter dem gleichen Namen gehen die Puhdys in der Adventszeit auf ihre große Weihnachtstour. Das Live-Programm wird die Band von einer neuen Seite zeigen, und doch werden es die unverwechselbaren Puhdys sein. Es werden fast ausschließlich eigene Lieder erklingen, in denen die Gedanken, Hoffnungen und Träume der „Dezembertage“ im Mittelpunkt stehen.

Die Männer um Dieter „Maschine“ Birr werden auch vom Glanz der Gefühle singen und von Kinderaugen, strahlend wie ein Kerzenschein, von Einsamkeit und Erinnerung, von frierenden Herzen und von hoffnungsvollen Visionen für die Zukunft. Die Rocker werden sich nicht scheuen, dem Himmel und den Engeln einige Textzeilen zu widmen und sogar in ein „Halleluja“ auszubrechen. Das aber kann schon jetzt versprochen werden: Musik und Theater sind, wie Lieder der Puhdys immer sind -- ehrlich und direkt, dem Alltag der Menschen, ihren Sorgen und Nöten, aber auch ihrem Spaß und ihrer Lebensfreude verpflichtet.
Autor: nnz

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