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Zurück von den Toten?

Freitag, 20. Juni 2008, 15:47 Uhr
Mit großem Erfolg zeigt das Theater Nordhausen derzeit in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Blasii-Altendorf in der Kirche St. Blasii die Oper „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck. Doch kann oder darf man in einer Kirche Theater spielen. Dazusoll am Sonntag diskutiert werden...


Diskussion in der Kirche (Foto: Graner) Diskussion in der Kirche (Foto: Graner) Zu den Mitwirkenden zählen nicht nur Solisten und Ballettkompanie des Theaters sowie das Loh-Orchester Sondershausen, sondern auch die Mitglieder der Nordhäuser Kantorei.

Neben aller Anerkennung der künstlerischen Leistung mischen sich auch skeptische Stimmen in die Reaktionen auf die Inszenierung: Kann, darf man in einer Kirche Theater spielen? Wie verträgt sich eine Oper, in der es um vorchristliche Mythologie geht, in der der antike Gott Amor auftritt und Orpheus gestattet, seine Eurydike von den Toten zurückzuholen, mit dem geweihten Raum einer Kirche?

Im Anschluss an die Vorstellung am Sonntag (22. Juni) findet in der St.-Blasii-Kirche ab 16.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mythologie und Christentum – Antike Götter in der Kirche statt. Teilnehmen werden der Superintendent des Kirchenkreises Südharz, Michael Bornschein, Gemeindepädagoge Frank Tuschy, Lars Tietje, Intendant der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH sowie die Regisseurin und Oberspielleiterin Kerstin Weiß.

Für die Moderation konnte das Theater Ulrike Greim gewinnen, die Thüringenkorrespondentin von Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk. Der Eintritt für die Podiumsdiskussion ist frei. Restkarten für die Vorstellung „Orpheus und Eurydike“ gibt es an der Tageskasse in der Kirche.
Autor: nnz

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