Bagger standen für eine Stunde still
Freitag, 07. Juni 2002, 09:48 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordthüringen hat die IG Bau heute mit Warnstreiks begonnen. Auch in Nordhausen standen heute auf einigen Baustellen die Bagger still. nnz war mit dabei.
Kurz vor 9 Uhr legten mehrere Mitarbeiter von Baufirmen (Strabag und Rinke-Bau) am Nordhäuser Hüpedenweg die Arbeit nieder. Die Wut auf dem Bau ist riesengroß, beschreibt der Nordthüringer IG-Bau-Geschäftsführer Hartmut Koch die Situation. Die heutige Aktion sei nur der Auftakt von einer Warnstreikwelle, um letztlich gegen die kompromisslose Haltung der Arbeitgeber Front zu machen.
Die IG Bau fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent ohne Kompensation. Die Gewerkschaft verlangt außerdem die Erhöhung der Mindestlöhne in West und Ost und lehnt eine Verschlechterung in den von den Arbeitgebern gekündigten Rahmentarifverträgen ab. Neben der Baustelle im Hüpedenweg wurde auch der Bereich der Brücke zum Darrweg für eine Stund bestreikt. In Nordthüringen sollen es heute 11 Baustellen sein, auf denen die Arbeit ausgesetzt wird.
Über 3.000 Mitglieder aus dem Bauhauptgewerbe in Nordthüringen sind ab Montag zu Urabstimmung über einen Arbeitskampf aufgerufen. Wir rechnen mit einer hohen Streikbereitschaft der Bau-Beschäftigten, sagte Hartmut Koch der nnz. Sollten sich die Gewerkschafter für einen Streik aussprechen, dann drohe ab dem 17. Juni der erste flächendeckende Arbeitskampf am Bau in der Nachkriegsgeschichte.
Autor: nnz
Kurz vor 9 Uhr legten mehrere Mitarbeiter von Baufirmen (Strabag und Rinke-Bau) am Nordhäuser Hüpedenweg die Arbeit nieder. Die Wut auf dem Bau ist riesengroß, beschreibt der Nordthüringer IG-Bau-Geschäftsführer Hartmut Koch die Situation. Die heutige Aktion sei nur der Auftakt von einer Warnstreikwelle, um letztlich gegen die kompromisslose Haltung der Arbeitgeber Front zu machen.Die IG Bau fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent ohne Kompensation. Die Gewerkschaft verlangt außerdem die Erhöhung der Mindestlöhne in West und Ost und lehnt eine Verschlechterung in den von den Arbeitgebern gekündigten Rahmentarifverträgen ab. Neben der Baustelle im Hüpedenweg wurde auch der Bereich der Brücke zum Darrweg für eine Stund bestreikt. In Nordthüringen sollen es heute 11 Baustellen sein, auf denen die Arbeit ausgesetzt wird.
Über 3.000 Mitglieder aus dem Bauhauptgewerbe in Nordthüringen sind ab Montag zu Urabstimmung über einen Arbeitskampf aufgerufen. Wir rechnen mit einer hohen Streikbereitschaft der Bau-Beschäftigten, sagte Hartmut Koch der nnz. Sollten sich die Gewerkschafter für einen Streik aussprechen, dann drohe ab dem 17. Juni der erste flächendeckende Arbeitskampf am Bau in der Nachkriegsgeschichte.
