Markgraf: Ja, das ist so!
Montag, 16. Juni 2008, 16:53 Uhr
Es wird nicht einfach werden, die Technologieverbund Nentzelsrode GmbH zu rekommunalisieren. Vor allem politisch nicht. Die ersten Vorzeichen gab es heute im Kreiasusschuss.
Die Zurück-Kommunalisierung der einstigen Vorzeigeunternehmung, an der der Landkreis mit 51 Prozent beteiligt ist, hatte Landrat Joachim Claus (CDU) auf den Weg gebracht. Nun sollen die ersten Schritte in diesem Zusammenhang umgesetzt werden. Zum Beispiel soll ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer die TVN inklusive der Anlagen bewerten. Zu so einem Schritt sei der Landkreis Nordhausen aus der Vertragslage heraus verpflichtet, führte Vizelandrätin Jutta Krauth (SPD) aus. Dann soll da noch eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Der könnten Mitarbeiter des Landratsamtes, Mitglieder des Kreistages und Vertreter der Wirtschaftsprüfer angehören. Diese Gruppe soll einen präzisen Fragenkatalog für die Prüfung erstellen.
Das wiederum brachte Prof. Heinrich Markgraf (CDU) auf den Plan. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und bekennender Kritiker der Kommunalisierung mahnte an, daß der Prüfer im Einvernehmen zwischen den Gesellschaftern zu suchen und zu finden sei. Schließlich gebe es bei der Bewertung des Unternehmens eines Ermessensspielraum. Im Klartext: Es kann zuvor gesteuert werden, was unter dem Strich rauskommen soll. Markgraf unterstellte jedem Wirtschaftsprüfer denn auch pauschal, zugunsten des Auftraggebers zu prüfen und festzustellen: Ja, das ist so!
Die Einwände aus der CDU wollte Jutta Krauth nicht so stehen lassen. So verwies auf die Notwendigkeit für den Landkreis, das Prozedere so durchzuziehen. Ob die beiden privaten Gesellschafter mit der Bestellung des Prüfers letztlich einverstanden sind, sei deren Sache und müsse eventuell noch einmal politisch diskutiert. Ende des Monats soll dazu Gelegenheit sein.
Autor: nnzDie Zurück-Kommunalisierung der einstigen Vorzeigeunternehmung, an der der Landkreis mit 51 Prozent beteiligt ist, hatte Landrat Joachim Claus (CDU) auf den Weg gebracht. Nun sollen die ersten Schritte in diesem Zusammenhang umgesetzt werden. Zum Beispiel soll ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer die TVN inklusive der Anlagen bewerten. Zu so einem Schritt sei der Landkreis Nordhausen aus der Vertragslage heraus verpflichtet, führte Vizelandrätin Jutta Krauth (SPD) aus. Dann soll da noch eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Der könnten Mitarbeiter des Landratsamtes, Mitglieder des Kreistages und Vertreter der Wirtschaftsprüfer angehören. Diese Gruppe soll einen präzisen Fragenkatalog für die Prüfung erstellen.
Das wiederum brachte Prof. Heinrich Markgraf (CDU) auf den Plan. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und bekennender Kritiker der Kommunalisierung mahnte an, daß der Prüfer im Einvernehmen zwischen den Gesellschaftern zu suchen und zu finden sei. Schließlich gebe es bei der Bewertung des Unternehmens eines Ermessensspielraum. Im Klartext: Es kann zuvor gesteuert werden, was unter dem Strich rauskommen soll. Markgraf unterstellte jedem Wirtschaftsprüfer denn auch pauschal, zugunsten des Auftraggebers zu prüfen und festzustellen: Ja, das ist so!
Die Einwände aus der CDU wollte Jutta Krauth nicht so stehen lassen. So verwies auf die Notwendigkeit für den Landkreis, das Prozedere so durchzuziehen. Ob die beiden privaten Gesellschafter mit der Bestellung des Prüfers letztlich einverstanden sind, sei deren Sache und müsse eventuell noch einmal politisch diskutiert. Ende des Monats soll dazu Gelegenheit sein.
