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nnz-Forum: Mehr Aktivität im Kreistag

Donnerstag, 06. Juni 2002, 07:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Es ist nicht viel passiert im Nordhäuser Kreistag. Das meinen die Liberalen des Landkreises. Was Sie noch anmerken, das können Sie im nnz-Forum nachlesen.


Die Sommerpause 2002 des Nordhäuser Kreistages ist in greifbare Nähe gerückt. Ein Jahr ist vergangen, ein Jahr ohne spektakuläre Höhepunkte in Wirtschafts- und Sozialpolitik, welche sich eventuell positiv auf die Entwicklung im Landkreis hätten auswirken können. Trotz mehrerer Warnungen der FDP hat sich die Arbeit der Kreistagsmitglieder der CDU, SPD und PDS im kommunalen Schlagabtausch festgefahren. Kraftlos sind die Aktivitäten des Kreistages. Kaum neue Ergebnisse bei der Entwicklung des für uns so wichtigen Industriegebietes in der "Goldenen Aue" sind zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote deutet auf eine schwache Wirtschaft im Landkreis hin, Betriebsneuansiedlungen finden nur in den Nachbarkreisen statt, die früher in ihrer Entwicklung hinter der von Nordhausen lagen. Noch einiges mehr könnte man aufzählen.

Wenige Aktivitäten der Gewählten sind öffentlich bekannt geworden. Dagegen hört man von einer ,,mutigen Frau", die ein ehemals abgebautes Verwaltungsdezernat in seinen Grundzügen wieder zum Leben erweckt. Probleme der Lohnkostenerhöhungen schienen keine Rolle zu spielen. Es gehört aber mehr Mut dazu, dass Wirtschaftsförderungsplanstellen geschaffen wurden. Haben die „Abgeordneten“ des Kreistages etwa neue wirksame Wirtschaftskonzeptionen nach 6-jähriger Abstinenz im stillen Kämmerlein entwickelt?

Wenn schon Wirtschaftsförderung im Landkreis, dann aber mit neuer Methodik und Konzeption. Eines sollte klargestellt werden, so wie einst Wirtschaftsförderung in unserer Region organisiert wurde, wird es sie nicht mehr geben und da hätten die Parteien im Kreistag sich schon früher Gedanken um die Aufgabenstrukturierung Wirtschaftsförderung machen müssen. Eine Alibifunktion des neuen, alten Arbeitsbereiches würde dem Landkreis nur schaden.

Eine gute Wirtschaftsförderung leistet zur Zeit Frau Klaan aus der Stadtverwaltung. Hier findet eine Neuaufwertung unserer Region statt, in dem die Landesgartenschau in den Mittelpunkt gestellt wurde. Ansatzpunkte zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung müssen nur noch klar heraus gearbeitet und nach außen proklamiert werden. Wäre dies nicht eine konkrete Aufgabe für alle „Gewählten“ und Wirtschaftsförderbereiche der Stadt und des Landkreises Nordhausen?
Hans Schleusner, FDP-Kreisvorstand Nordhausen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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