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Neue Arbeitsweise

Dienstag, 10. Juni 2008, 07:59 Uhr
Ab dem 12. Juni 2008 wird es in der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) eine neue Verfahrensweise bei der Entgegennahme und Erstbearbeitung von Anträgen zum Arbeitslosengeld II geben. Wie das funktioniert, das hat die nnz erfahren...


„Wir arbeiten dann nach dem so genannten Heidelberger Modell. Dieses Modell wenden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für alle Neukunden sowie für die Kunden an, die länger als sechs Monate keine Leistungen erhalten hatten“, erläutert Teamleiterin Margit Dietzel.

Bislang wurde zum Beispiel den neuen Kunden der ARGE ein Antrag ausgehändigt. Dies geschah mit kurzen Erläuterungen in der Eingangszone des Dienstgebäudes in der Uferstraße. Der Kunde wurde also fast allein mit den Formalien gelassen. Ab dem 12. Juni soll das anders werden. Bei der Antragsabholung, die nicht mehr im Foyer, sondern bereits beim Berater im Dienstzimmer erfolgt, wird bereits ein erstes Gespräch geführt. Dabei wird eine Antragsbegründung erarbeitet. Bei diesem Gespräch, für das in der Regel 45 Minuten geplant sind, werden Fragen zum Beispiel nach dem Lebensunterhalt, der Einkommens- aber auch nach der Familiensituation gestellt und Antworten gesucht.

Dann wird der Kunde zum Ausfüllen des Antrages nach Hause geschickt. Er weiß zu diesem Zeitpunkt bereits genau, welche Unterlagen zur weiteren Bearbeitung notwendig sind. Bei einem ersten Gespräch kann aber auch sofort geklärt werden, ob eine Hilfebedürftigkeit vorliegt oder nicht. Die Frist der Inanspruchnahme von Leistungen beginnt demzufolge mit dem Tag des ersten Gespräches

Andererseits sollen die Kunden der ARGE vom ersten Tag ihrer Kontaktaufnahme an gefordert werden. Sie erhalten vom Kundenbetreuer einen Termin für eine Gruppeninformation. Dabei werden Rechte und Pflichten des Hilfebedürftigen erläutert. Parallel dazu wird ein so genanntes Arbeitspaket ausgegeben. In der Regel wird es auch so sein, daß bereits beim ersten Kontakt mit der Behörde ein konkretes Arbeitsangebot des Vermittlers vorgelegt werden kann.

„So werden wir in Zukunft nicht nur kundenorientierte und effektiver arbeiten können, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auch dem Anspruch von Fördern und Fordern besser gerecht“, sagte Margit Dietzel abschließend.
Autor: nnz

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