Kurzes aus dem Stadtrat
Mittwoch, 04. Juni 2008, 19:18 Uhr
Eine endlos lange Tagesordnung hatte die Verwaltung den Mitgliedern des Nordhäuser Stadtrates schon aufgebrummt. Mehr als 40 Tagesordnungspunkte waren abzuarbeiten. Der wichtigste Punkt beanspruchte die wenigste Zeit...
Ganze drei Minuten brauchten die Nordhäuser Stadträte, um der Gründung einer gemeinsamen kommunalen Entsorgungsgesellschaft zuzustimmen. Die nnz berichtete in den zurückliegenden Tagen ausführlich dazu.
Ungefähr genauso lange war nötig, um Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) für die Haushaltsjahre 2003 und 2004 zu entlasten oder den Nachtragshaushalt sowie den Finanzplan zu beschließen.
Dafür bedurfte es für die Kurzfassung des Vortrages des ISEK-Experten Herrmann Sträb vor den Stadträten doch schon rund 40 Minuten. Herr Sträb ist Fachmann für das Integrierte StadtEntwicklungsKonzept und referierte mehrfach und ausführlich in geschlossenen Workshops sowie in äußerst dürftig besuchten Bürgergesprächen darüber, wie Nordhausen im Jahr 2020 aussehen könnte. In allen Veranstaltungen sollen nach Informationen der nnz Stadträte zugegen gewesen sein. Warum dann heute noch einmal der lange Kurzvortrag? Die immer müder werdenden Mitglieder des Gremiums wußten auch keine Antwort.
Fazit der Beamer-Präsentation: Die Altstadt – einst mit 10 oder 20 oder 30 Millionen DM aufgepeppt und einem Hoppelpflaster versehen – sie wird ein Kleinod werden. Da müssen aber noch einmal ungeheure Summen in öffentliche und private Hände genommen werden. Immer nach dem Motto: Koste es, was es wolle. Weiterhin wird es ein grünes Nordhausen-Ost geben, 1.000 Wohnungen werden insgesamt in Gefahr sein oder unter Beobachtung stehen, in Salza werden 30 Prozent weniger Menschen leben und vom Park Hohenrode bis an die Kiesteiche wird es nur Highlights in dieser schönen Stadt geben. Und mittendurch zieht sich ein Grünzug – immer der (S)Zorge entlang.
Gott sei Dank dann – nach der Vision - die Gründung eines kommunalen Unternehmens, dessen beschlossene Verträge gut einen Aktenordner füllen, im Schnelldurchlauf. Wohl wissend, daß die Mitglieder des Stadtrates sich da reingelesen hatten. Und dann: nicht auf Gott, sondern auf die Verwaltung vertrauend. Übrigens: Vier von ihnen enthielten sich ihrer Stimme.
Autor: nnzGanze drei Minuten brauchten die Nordhäuser Stadträte, um der Gründung einer gemeinsamen kommunalen Entsorgungsgesellschaft zuzustimmen. Die nnz berichtete in den zurückliegenden Tagen ausführlich dazu.
Ungefähr genauso lange war nötig, um Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) für die Haushaltsjahre 2003 und 2004 zu entlasten oder den Nachtragshaushalt sowie den Finanzplan zu beschließen.
Dafür bedurfte es für die Kurzfassung des Vortrages des ISEK-Experten Herrmann Sträb vor den Stadträten doch schon rund 40 Minuten. Herr Sträb ist Fachmann für das Integrierte StadtEntwicklungsKonzept und referierte mehrfach und ausführlich in geschlossenen Workshops sowie in äußerst dürftig besuchten Bürgergesprächen darüber, wie Nordhausen im Jahr 2020 aussehen könnte. In allen Veranstaltungen sollen nach Informationen der nnz Stadträte zugegen gewesen sein. Warum dann heute noch einmal der lange Kurzvortrag? Die immer müder werdenden Mitglieder des Gremiums wußten auch keine Antwort.
Fazit der Beamer-Präsentation: Die Altstadt – einst mit 10 oder 20 oder 30 Millionen DM aufgepeppt und einem Hoppelpflaster versehen – sie wird ein Kleinod werden. Da müssen aber noch einmal ungeheure Summen in öffentliche und private Hände genommen werden. Immer nach dem Motto: Koste es, was es wolle. Weiterhin wird es ein grünes Nordhausen-Ost geben, 1.000 Wohnungen werden insgesamt in Gefahr sein oder unter Beobachtung stehen, in Salza werden 30 Prozent weniger Menschen leben und vom Park Hohenrode bis an die Kiesteiche wird es nur Highlights in dieser schönen Stadt geben. Und mittendurch zieht sich ein Grünzug – immer der (S)Zorge entlang.
Gott sei Dank dann – nach der Vision - die Gründung eines kommunalen Unternehmens, dessen beschlossene Verträge gut einen Aktenordner füllen, im Schnelldurchlauf. Wohl wissend, daß die Mitglieder des Stadtrates sich da reingelesen hatten. Und dann: nicht auf Gott, sondern auf die Verwaltung vertrauend. Übrigens: Vier von ihnen enthielten sich ihrer Stimme.
