Boxer sind stolz
Montag, 02. Juni 2008, 12:10 Uhr
Ein Punkt hatte am Ende zum Sieg in der deutschen Oberliga-Meisterschaft gefehlt: Die Nordhäuser Boxer unterlagen am Wochenende in Schwerin dem gleichnamigen Boxclub. Es war der Kampf zwischen dem Oberliga-Staffelersten Nord gegen Süd...
Trotz dieser Niederlage könnten wir in die 2. Bundesliga aufsteigen, da Schwerin auf den Aufstieg verzichtet, sagte Mathias Geidel, Abteilungsleiter Boxen beim Nordhäuser Sportverein. Wir werden uns bis September Zeit lassen, um über Aufstieg oder Nicht-Aufstieg zu entscheiden. Gleich der erste Kampf, den wir auf unserer Liste als sicheren Sieg hatten, ist verloren gegangen: Andreas Wiedemann hat nicht zu seinem Kampf gefunden und hat klar verloren, so Geidel. Auch Robert Lamm habe zwar gegen seinen Gegner, Mario Spörle – amtierender deutscher Vizemeister im Federgewicht –, keine Chance gehabt, habe aber am Ende nicht enttäuscht und vier Runden durchgeboxt. Felix Lamm (Leichtgewicht) habe einen beherzten Kampf gezeigt und mit seinem Sieg die ersten Punkte für die Nordhäuser Mannschaft eingefahren.
Auch der letzte Kampf vor der Pause (Halbweltergewicht) sei an die Schweriner gegangen – Michael Mingaliev unterlag. Nach dem Pausenstand von 11:9 für die Schweriner wendete sich das Blatt: Abu Yusupov machte den bisher spektakulärsten Kampf. Was er und sein Gegner Ole Hennings boten, war Boxen der Spitzenklasse – wobei Abu als einstimmiger Punktsieger aus dem Ring gehen konnte, so Geidel.
Tobias Mehmeke – als Ersatz für den verletzten Mark Haupt – konnte seinen beruflich geschuldeten Trainingsrückstand nicht ausgleichen und verlor in der 2. Runde. Sein Gegner Stefan Alms habe eine Erfahrung von 170 Kämpfen gehabt, von denen er 110 gewonnen habe. Björn Blaschke habe dann gewonnen gegen Timmy Krüger. Björn hat clever geboxt, hat seine Reichweitenvorteile genutzt und den erhofften Sieg eingefahren, so Geidel.
Dann das Finale: Beim Stand von 12:11 für Schwerin hätte bei einem Sieg von Michael Werner der Punktestand unentschieden gestanden. Das wäre der Nordhäuser Gesamtsieg gewesen. Doch es kam anders: Michael beherrschte von Anfang an das Geschehen und trieb seinen 2-Meter-Gegner Stefan Sittner durch den Ring. Nach dem letzten Gong lagen sich die mitgereisten 50 Nordhäuser Fans – und Trainer - dann auch in den Armen: Das konnte nur der Sieg für Michael sein. Es kam aber anders: Die Punktrichter urteilten Unentschieden, das hieß: Sieg für Schwerin. Unsere Enttäuschung war maßlos. Wir hatten das Urteil aber zu akzeptieren.
Schon bei der Anreise nach Schwerin habe der Tag unter einem schlechten Omen gestanden: Bus-Ausfall auf der Autobahn in Hannover – umstieg in einen eiliger herbei organisierten Ersatz-Bus, um 15 Minuten vor dem Wiegetermin gerade noch pünktlich in Schwerin einzutreffen. Ein großer Dank geht deshalb an unseren Sponsor Nico Kleofas, der diesen Kleinbus für die Mannschaft herbei organisierte, sowie die Stadtwerke Nordhausen, die den Ersatz-Bus für die mitgereisten Fans herbeiholten. Hätte dies alles nicht geklappt, hätten wir nicht beim Kampf antreten können.
Sein Fazit der Saison falle trotzdem positiv aus: Sowohl Boxer als auch Sponsoren: Was alle geleistet haben, war einfach außerordentlich - und außerordentlich erfolgreich. Wer hätte geglaubt, dass wir als Oberliga-Aufsteiger gleich bis an die Spitze vorschießen würden? Danke deshalb an all jene, die uns dabei geholfen haben, sagte der Abteilungsleiter.
Autor: nnzTrotz dieser Niederlage könnten wir in die 2. Bundesliga aufsteigen, da Schwerin auf den Aufstieg verzichtet, sagte Mathias Geidel, Abteilungsleiter Boxen beim Nordhäuser Sportverein. Wir werden uns bis September Zeit lassen, um über Aufstieg oder Nicht-Aufstieg zu entscheiden. Gleich der erste Kampf, den wir auf unserer Liste als sicheren Sieg hatten, ist verloren gegangen: Andreas Wiedemann hat nicht zu seinem Kampf gefunden und hat klar verloren, so Geidel. Auch Robert Lamm habe zwar gegen seinen Gegner, Mario Spörle – amtierender deutscher Vizemeister im Federgewicht –, keine Chance gehabt, habe aber am Ende nicht enttäuscht und vier Runden durchgeboxt. Felix Lamm (Leichtgewicht) habe einen beherzten Kampf gezeigt und mit seinem Sieg die ersten Punkte für die Nordhäuser Mannschaft eingefahren.
Auch der letzte Kampf vor der Pause (Halbweltergewicht) sei an die Schweriner gegangen – Michael Mingaliev unterlag. Nach dem Pausenstand von 11:9 für die Schweriner wendete sich das Blatt: Abu Yusupov machte den bisher spektakulärsten Kampf. Was er und sein Gegner Ole Hennings boten, war Boxen der Spitzenklasse – wobei Abu als einstimmiger Punktsieger aus dem Ring gehen konnte, so Geidel.
Tobias Mehmeke – als Ersatz für den verletzten Mark Haupt – konnte seinen beruflich geschuldeten Trainingsrückstand nicht ausgleichen und verlor in der 2. Runde. Sein Gegner Stefan Alms habe eine Erfahrung von 170 Kämpfen gehabt, von denen er 110 gewonnen habe. Björn Blaschke habe dann gewonnen gegen Timmy Krüger. Björn hat clever geboxt, hat seine Reichweitenvorteile genutzt und den erhofften Sieg eingefahren, so Geidel.
Dann das Finale: Beim Stand von 12:11 für Schwerin hätte bei einem Sieg von Michael Werner der Punktestand unentschieden gestanden. Das wäre der Nordhäuser Gesamtsieg gewesen. Doch es kam anders: Michael beherrschte von Anfang an das Geschehen und trieb seinen 2-Meter-Gegner Stefan Sittner durch den Ring. Nach dem letzten Gong lagen sich die mitgereisten 50 Nordhäuser Fans – und Trainer - dann auch in den Armen: Das konnte nur der Sieg für Michael sein. Es kam aber anders: Die Punktrichter urteilten Unentschieden, das hieß: Sieg für Schwerin. Unsere Enttäuschung war maßlos. Wir hatten das Urteil aber zu akzeptieren.
Schon bei der Anreise nach Schwerin habe der Tag unter einem schlechten Omen gestanden: Bus-Ausfall auf der Autobahn in Hannover – umstieg in einen eiliger herbei organisierten Ersatz-Bus, um 15 Minuten vor dem Wiegetermin gerade noch pünktlich in Schwerin einzutreffen. Ein großer Dank geht deshalb an unseren Sponsor Nico Kleofas, der diesen Kleinbus für die Mannschaft herbei organisierte, sowie die Stadtwerke Nordhausen, die den Ersatz-Bus für die mitgereisten Fans herbeiholten. Hätte dies alles nicht geklappt, hätten wir nicht beim Kampf antreten können.
Sein Fazit der Saison falle trotzdem positiv aus: Sowohl Boxer als auch Sponsoren: Was alle geleistet haben, war einfach außerordentlich - und außerordentlich erfolgreich. Wer hätte geglaubt, dass wir als Oberliga-Aufsteiger gleich bis an die Spitze vorschießen würden? Danke deshalb an all jene, die uns dabei geholfen haben, sagte der Abteilungsleiter.
