Tagung zur KZ-Zwangsarbeit
Mittwoch, 28. Mai 2008, 14:38 Uhr
Die Geschichte des Einsatzes von KZ-Häftlingen in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches steht im Mittelpunkt einer Tagung, die an diesem Wochenende in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora stattfindet. Über 90 Teilnehmer befassen sich mit historischen, erinnerungskulturellen und gedenkstättenpädagogischen Aspekten des Themas.
Veranstaltet wird das Seminar von der Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) und der Stiftung Topographie des Terrors (Berlin) in Kooperation mit der Gedenkstätte. Das Thema passt hervorragend zum Ort der Veranstaltung, findet Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der Gedenkstätte. Mittelbau-Dora war schließlich eines der ersten und das am Ende größte Konzentrationslager, das einzig zu dem Zweck eingerichtet wurde, die Arbeitskraft seiner
Insassen auszubeuten.
Das ehemalige Lager, erläutert Wagner weiter, steht damit beispielhaft für die Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen in der deutschen Rüstungsindustrie, insbesondere für den Versuch, in den letzten Kriegsjahren wichtige Rüstungsbetriebe unter Tage zu verlagern. Auf dem Programm der dreitägigen Konferenz stehen neben Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen auch Führungen an den historischen Orten in der Gedenkstätte und auf dem
Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Ellrich. Erwartet werden Wissenschaftler, Mitarbeiter von Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen sowie weitere Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet.
Den inhaltlichen Schwerpunkt des Seminars bilden Geschichte und Nachgeschichte des Lagerkomplexes im Südharz. Aber auch andere KZ-Außenlagersysteme werden in den Blick genommen. Behandelt werden etwa die KZ-Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie und bei
Untertageverlagerungsprojekten oder auch die Wechselwirkungen zwischen Lagern und dem gesellschaftlichen Umfeld in der NS-Zeit.
Bei all diesen Einzelthemen geht es stets sowohl um die Aufarbeitung des vergangenen Geschehen als auch um den gegenwärtigen Umgang damit in der Gedenkstättenarbeit oder der politischen Bildung. Vor allem wünschen wir uns anregende und intensive Diskussionen, so Gedenkstättenleiter Wagner.
Autor: nnzVeranstaltet wird das Seminar von der Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) und der Stiftung Topographie des Terrors (Berlin) in Kooperation mit der Gedenkstätte. Das Thema passt hervorragend zum Ort der Veranstaltung, findet Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der Gedenkstätte. Mittelbau-Dora war schließlich eines der ersten und das am Ende größte Konzentrationslager, das einzig zu dem Zweck eingerichtet wurde, die Arbeitskraft seiner
Insassen auszubeuten.
Das ehemalige Lager, erläutert Wagner weiter, steht damit beispielhaft für die Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen in der deutschen Rüstungsindustrie, insbesondere für den Versuch, in den letzten Kriegsjahren wichtige Rüstungsbetriebe unter Tage zu verlagern. Auf dem Programm der dreitägigen Konferenz stehen neben Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen auch Führungen an den historischen Orten in der Gedenkstätte und auf dem
Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Ellrich. Erwartet werden Wissenschaftler, Mitarbeiter von Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen sowie weitere Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet.
Den inhaltlichen Schwerpunkt des Seminars bilden Geschichte und Nachgeschichte des Lagerkomplexes im Südharz. Aber auch andere KZ-Außenlagersysteme werden in den Blick genommen. Behandelt werden etwa die KZ-Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie und bei
Untertageverlagerungsprojekten oder auch die Wechselwirkungen zwischen Lagern und dem gesellschaftlichen Umfeld in der NS-Zeit.
Bei all diesen Einzelthemen geht es stets sowohl um die Aufarbeitung des vergangenen Geschehen als auch um den gegenwärtigen Umgang damit in der Gedenkstättenarbeit oder der politischen Bildung. Vor allem wünschen wir uns anregende und intensive Diskussionen, so Gedenkstättenleiter Wagner.

