Potemkin in der Aue
Dienstag, 27. Mai 2008, 08:07 Uhr
Schon jetzt herrscht in Görsbach große Aufregung. Selbst das Storchenpaar ahnt, daß etwas Besonders bevorsteht. Da wurde sogar eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Normalität in einen besonderen Rang zu hieven...
Bürgermeister Siegfried Junker und seine Mitarbeiter, mehr noch, das halbe Dorf will es wissen. Die Gemeinde in der Goldenen Aue soll sich morgen verwandeln. In ein strahlendes Gemeinwesen, wenn auch nur für einen Tag. Denn morgen kommt eine Jury aus dem Landratsamt und will sich über Görsbach informieren, schließlich sind Junker und Co. wieder beim Kreisausscheid Unser Dorf braucht Zukunft dabei.
Und weil Zahlen immer eine Rolle spielen und sich leicht merken lassen, aber auch ideologisch kaum angreifbar sind, steht die morgige Feierlichkeit für die Jury unter dem Motto 1235 Jahre Görsbach. Genau diese magische Zahl nehmen die Görsbacher per Dekret zum Anlaß ein großes Dorf- und Storchenfest zu feiern.
Da werden die Mitglieder der Jury selbstverständlich mit Böllerschüssen empfangen, der Schützenverein fährt drei Kanonen auf, einen Umzug der Kirmesmusikanten wird es geben und natürlich sind auch für Kultur und Gastronomie viel Platz im Programm gelassen worden.
Die Mitglieder der Wettbewerbskommission, sie werden staunen, viel in ihre Bücher schreiben. Vielleicht denken sie ja auch, daß Görsbach jeden Tag so lustig ist und am Donnerstag 1235 Jahre + Tag 1 feiert und das jeder Durchreisende mit Böllerschüssen empfangen wird. Dann werden die Störche samt Nachwuchsquartett ob der ewigen Ballerei vielleicht nicht mehr wiederkommen, aber die Kanoniere aus der Goldenen Aue haben endlich viel zu tun.
Zwei Stunden sollen die hohen Gäste aus der Kreisverwaltung in Görsbach weilen, schauen und staunen und – wie selbstverständlich – mit den Köpfen nicken. Vielleicht werden sie richtig glücklich sein, wie blühend doch die Landschaften geworden sind. Und dann geht es auch schon weiter in das nächste Potemkinsche Dorf des Landkreises – nach Leimbach. Vielleicht wird man in diesem Nordhäuser Ortsteil der Jury auch einen ganz besonderen Empfang bereiten...
Autor: nnzBürgermeister Siegfried Junker und seine Mitarbeiter, mehr noch, das halbe Dorf will es wissen. Die Gemeinde in der Goldenen Aue soll sich morgen verwandeln. In ein strahlendes Gemeinwesen, wenn auch nur für einen Tag. Denn morgen kommt eine Jury aus dem Landratsamt und will sich über Görsbach informieren, schließlich sind Junker und Co. wieder beim Kreisausscheid Unser Dorf braucht Zukunft dabei.
Und weil Zahlen immer eine Rolle spielen und sich leicht merken lassen, aber auch ideologisch kaum angreifbar sind, steht die morgige Feierlichkeit für die Jury unter dem Motto 1235 Jahre Görsbach. Genau diese magische Zahl nehmen die Görsbacher per Dekret zum Anlaß ein großes Dorf- und Storchenfest zu feiern.
Da werden die Mitglieder der Jury selbstverständlich mit Böllerschüssen empfangen, der Schützenverein fährt drei Kanonen auf, einen Umzug der Kirmesmusikanten wird es geben und natürlich sind auch für Kultur und Gastronomie viel Platz im Programm gelassen worden.
Die Mitglieder der Wettbewerbskommission, sie werden staunen, viel in ihre Bücher schreiben. Vielleicht denken sie ja auch, daß Görsbach jeden Tag so lustig ist und am Donnerstag 1235 Jahre + Tag 1 feiert und das jeder Durchreisende mit Böllerschüssen empfangen wird. Dann werden die Störche samt Nachwuchsquartett ob der ewigen Ballerei vielleicht nicht mehr wiederkommen, aber die Kanoniere aus der Goldenen Aue haben endlich viel zu tun.
Zwei Stunden sollen die hohen Gäste aus der Kreisverwaltung in Görsbach weilen, schauen und staunen und – wie selbstverständlich – mit den Köpfen nicken. Vielleicht werden sie richtig glücklich sein, wie blühend doch die Landschaften geworden sind. Und dann geht es auch schon weiter in das nächste Potemkinsche Dorf des Landkreises – nach Leimbach. Vielleicht wird man in diesem Nordhäuser Ortsteil der Jury auch einen ganz besonderen Empfang bereiten...
