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Symptome rechtzeitig behandeln

Samstag, 24. Mai 2008, 08:28 Uhr
Das Frühjahr ist zwar eine schöne Zeit, doch ie umherschwirrenden Pollen machen manch einem Zeitgenossen schon schwer zu schaffen. Hier der Tipp der Apotheker des Landkreises Nordhausen.


Für viele Allergiker hat die Heuschnupfenzeit begonnen: Juckende und tränende Augen, Niesanfälle und eine verstopfte Nase beeinträchtigen die Lebensqualität. Viele Thüringerinnen und Thüringer müssen auf den Aufenthalt im Freien verzichten, wenn Bäume und Gräser ihre Blüten treiben.

"Ein Heuschnupfen kann in jedem Alter auftreten und muss in jedem Fall behandelt werden", sagt Julie Garke, Pressesprecherin der Apotheken im Landkreis. Denn unbehandelt können sich die Allergie zu Asthma entwickeln. "Werden die Entzündungsprozesse nicht rechtzeitig bekämpft, findet ein so genannter Etagenwechsel statt - die Beschwerden verlagern sich von den oberen auf die unteren Atemwege und können zu einem chronischen Leiden führen", warnt der Apothekerin. In Deutschland hat jeder Vierte Heuschnupfen, Tendenz steigend. Vor allem immer mehr Kinder leiden unter den allergischen Symptomen.

Die Pollenflugzeit in Deutschland beginnt laut Garke meist schon im Januar und kann sich bis in die Herbstmonate hinein ziehen. Im Moment leiden vor allem Menschen, die auf Birke und Buche, Weide, Pappel und Eiche allergisch reagieren. "Mit den Beschwerden sollte man nicht leichtfertig umgehen",
sagt Garke. "Eine Behandlung sollte in Rücksprache mit einem Arzt und so schnell wie möglich erfolgen."

"Zwar lässt sich die Überreaktion des Körpers auf den Blütenstaub nicht heilen - gegen die Ursache wirkt lediglich die so genannte Hyposensibilisierung. Moderne Antiallergika und Arzneimittel gegen Entzündungen helfen aber, die Beschwerden zu lindern und die Allergiezeit zu überbrücken", so Garke. Mit Nasensprays und Augentropfen, Tabletten oder Säften werde die fehlgeleitete Immunabwehr behandelt.

Welches Präparat zur Anwendung komme, hänge jeweils von den Heuschnupfen-Symptomen ab. Neben der Auswahl des richtigen Präparates sei auch die Anwendungszeit und –dauer wichtig: "Einige Medikamente wirken prophylaktisch und müssen schon zwei Wochen vor dem Pollenflug angewendet werden", so der Apothekerin. Betroffene sollten neben der medikamentösen Behandlung versuchen, den Pollen aus dem Weg zu gehen. "Allergiker sollten bei geschlossenem Fenster schlafen. Wer vor dem Zubettgehen duscht, entfernt die Pollen von Haut und Haaren und reduziert damit die Belastung während des Schlafs", so Garke. Auch eine Nasendusche sei empfehlenswert, um die eingeatmeten und an der Schleimhaut festgesetzten Pollen abzuspülen.
Autor: nnz

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