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Kultur des Essens ergründen

Mittwoch, 21. Mai 2008, 19:16 Uhr
Die CDU-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat brachte das Thema eines kostenfreien Mittagessens an allen Nordhäuser Grund- und Regelschule in der zurückliegenden Hauptausschusssitzung in Rodishain auf die Tagesordnung. Was aber ist daraus geworden?


Die Christdemokraten hatten sich im Vorfeld ihrer Initiative sogar über die Finanzierung Gedanken gemacht (siehe nnz-Archiv). Nach Beratungen in den zuständigen Ausschüssen des Stadtrat wird die Realisierung dieses Antrages nicht einfacher. Heraus kam heute, daß zum Beispiel nur sechs Prozent aller Regelschüler am Mittagessen teilnehmen. Nun soll eine grundlegende Analyse ein wenig Struktur in die Angelegenheit bringen. Eltern sollen gefragt werden, ob sie ein Mittagessen für ihre Kinder überhaupt wünschen? Wird vielleicht Zuhause gegessen? Es soll über das Schulessen generell diskutiert werden.

Wie ist die Essenskultur an den Schulen? Wie gestalten sich derzeit die Rahmenbedingungen? Schmeckt den Schülern das angebotene Essen überhaupt? Gibt es vom Land vielleicht neue Regelungen der Finanzierung (schließlich steht die Landtagswahl bevor)?

„Wir bleiben dran“, versprach Norbert Klodt als CDU-Fraktionsvorsitzender und Andreas Wieninger (SPD) hakte nach: „Eine breite Diskussion ist notwendig.“

Was nichts anderes heißt, das Thema ist erst einmal von der großen und emotionalen Polit-Bildfläche verschwunden. Es wurde der CDU geschickt entrissen, zur politischen Allgemeinheit erklärt. Jetzt wollen sich alle Parteien bemühen, denn alle wollen gewählt werden.
Autor: nnz

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