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Überschlag und Rauschbrille

Mittwoch, 21. Mai 2008, 09:05 Uhr
Gerade die jungen Fahrer in der Altersgruppe der 18 bis 25jährigen sind überproportional in den Unfallstatistiken vertreten und im Straßenverkehr besonders gefährdet. Die „Aktion Junge Fahrer“ der Deutschen Verkehrswacht will das ändern. Heute in Nordhausen zum Beispiel...

Interesse am Wrack nach Absturz (Foto: nnz) Interesse am Wrack nach Absturz (Foto: nnz)
Mit einer Geschwindigkeit von 40 kmh krachte das Autowrack vom Haken des Kranes. Das Ergebnis: Schrott

Die Ursachen sind bekannt: Fehlende Erfahrung, erhöhte Risikobereitschaft, das Bedürfnis nach Spannungsreizen, der Wunsch, sich und das Fahrzeug zu erproben, aber auch Gruppendruck und Imponiergehabe. Zudem sind junge Menschen gerade am Wochenende häufig nachts unterwegs. In Verbindung mit Alkohol oder Drogen wird dabei so manche Fahrt zur „letzten“ Fahrt, auch für viele, oft minderjährige Mitfahrer.

Die „Aktion Junge Fahrer“ der Kreisverkehrswacht Nordhausen, die heute auf dem Gelände der Berufsschule an der Morgenröte angeboten wurde, tritt diesen Ursachen offensiv entgegen: Durch Aufklärung und Aktionen, die junge Fahrer und ihr Umfeld für diese besondere Gefährdung sensibilisieren sollen. „Erleben, Erfahren, Erkennen“ lautet das Motto, das dazu beitragen soll, die Situation auf unseren Straßen zu verändern. Also, mitmachen und mitdenken, es geht uns alle an.

Im Rahmen der „Aktion Junge Fahrer“ veranstaltete die Kreisverkehrswacht Nordhausen e. V. in Zusammenarbeit mit der Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr (BBZ), dem DRK, der DEKRA, der Polizei, Optiker Ebert, den Falken und weiteren Partnern heute einen großen Verkehrssicherheitstag. Aktionselemente wie Unfalldemonstration, Fahrsimulator, Bremssimulator, Spezialgurtschlitten, Auto-Reaktionstestgerät, Überschlagsimulator, Erste Hilfe, Sehtest, Rauschbrille, Infostände, Videovorführungen der Polizei und der Verkehrswacht sollen helfen, die Gefahren am Steuer bewusst und erlebbar zu machen.

Darüber hinaus sollte auch die Motivation gestärkt werden, der Verkehrssicherheit während des Fahrens mehr Bedeutung beizumessen. Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Nach Angaben der Schulleitung werden die Angebote von über 300 Berufsschülerinnen und Berufsschülern angenommen. Nach anfänglicher Distanz zeigten sich die jungen Leute sehr interessiert und machten von den zahlreichen Angeboten rege Gebrauch.
Autor: nnz

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