Noch jede Menge Zeit
Montag, 19. Mai 2008, 13:33 Uhr
Die Geschichte des Industriegebietes in der Goldenen Aue geht ins zweite Jahrzehnt. Und selbst in diesem Jahr wird sich Sichtbares kaum einstellen...
Hätte Michael Ende die Story der Goldenen Aue gekannt, hätte er sie bilderbuchhaft in seine Unendliche Geschichte packen können. Doch nach Schmunzeln kann dem geneigten Leser wohl nicht zumute sein.
Beispiel: Ankauf von Flächen. Derzeit, so die Antwort des Nordhäuser Rathauses auf eine nnz-Anfrage, würden sich 30 Prozent der Grundstücksflächen im Besitz der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) befinden. Das liest sich auf den Blick nicht schlecht. Ist es aber, denn in einer Meldung der nnz vom Juli 2007 war zu lesen, daß 30 Hektar bereits von der LEG erworben wurden. 30 Hektar eines 100 Hektar großén Industriegebietes sind nun mal 30 Prozent.
Das heißt nichts anderes, als in den zurückliegenden Monaten der Flächenankauf vergessen wurde. Dafür soll aktuell die Beantragung der Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Aufbau Ost erfolgen. Die Gelder können dann zur Erschließung verwendet werden. Und da das Landesverwaltungsamt in Weimar nicht sonderlich für sein Behördentempo bekannt ist, wird auch hier noch ein Weilchen ins Land gehen. Die Beamten in der Klassikerstadt müssen auch nicht unbedingt aufs Tempo drücken. Zum einem gehen die Verantwortlichen des Planungsverbandes von einem Beginn der Erschließung erst im kommenden Jahr aus, zum anderen kann kaum eine größere Fläche erschlossen werden, da die bisher angekauften Flächen nicht unbedingt als zusammenhängend betrachtet werden können.
Und so müssen sich die vielen Investoren, die sich sicherlich für eine Ansiedlung interessieren, noch ein wenig gedulden. Bislang wird der Standort als unerschlossen bezeichnet. Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) freute sich heute gemeinsam mit LEG-Chef Krey über die bald fertig werdende A 38, die dann Frankreich mit Osteuropa verbinden könne. Das wird aber auch erst Ende nächsten Jahres sein. Und so könnte dann die durchgehende Autobahn die Schlange der von der Aue stehenden Investoren noch länger machen.
Vielleicht ist insofern auch der letzte Satz der schriftlichen Antwort aus dem Nordhäuser Rathaus zu verstehen: Es gibt zur Zeit keine grundlegenden Probleme!
Autor: nnzHätte Michael Ende die Story der Goldenen Aue gekannt, hätte er sie bilderbuchhaft in seine Unendliche Geschichte packen können. Doch nach Schmunzeln kann dem geneigten Leser wohl nicht zumute sein.
Beispiel: Ankauf von Flächen. Derzeit, so die Antwort des Nordhäuser Rathauses auf eine nnz-Anfrage, würden sich 30 Prozent der Grundstücksflächen im Besitz der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) befinden. Das liest sich auf den Blick nicht schlecht. Ist es aber, denn in einer Meldung der nnz vom Juli 2007 war zu lesen, daß 30 Hektar bereits von der LEG erworben wurden. 30 Hektar eines 100 Hektar großén Industriegebietes sind nun mal 30 Prozent.
Das heißt nichts anderes, als in den zurückliegenden Monaten der Flächenankauf vergessen wurde. Dafür soll aktuell die Beantragung der Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Aufbau Ost erfolgen. Die Gelder können dann zur Erschließung verwendet werden. Und da das Landesverwaltungsamt in Weimar nicht sonderlich für sein Behördentempo bekannt ist, wird auch hier noch ein Weilchen ins Land gehen. Die Beamten in der Klassikerstadt müssen auch nicht unbedingt aufs Tempo drücken. Zum einem gehen die Verantwortlichen des Planungsverbandes von einem Beginn der Erschließung erst im kommenden Jahr aus, zum anderen kann kaum eine größere Fläche erschlossen werden, da die bisher angekauften Flächen nicht unbedingt als zusammenhängend betrachtet werden können.
Und so müssen sich die vielen Investoren, die sich sicherlich für eine Ansiedlung interessieren, noch ein wenig gedulden. Bislang wird der Standort als unerschlossen bezeichnet. Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) freute sich heute gemeinsam mit LEG-Chef Krey über die bald fertig werdende A 38, die dann Frankreich mit Osteuropa verbinden könne. Das wird aber auch erst Ende nächsten Jahres sein. Und so könnte dann die durchgehende Autobahn die Schlange der von der Aue stehenden Investoren noch länger machen.
Vielleicht ist insofern auch der letzte Satz der schriftlichen Antwort aus dem Nordhäuser Rathaus zu verstehen: Es gibt zur Zeit keine grundlegenden Probleme!
