Hilfe zugesagt, selbst machen
Donnerstag, 15. Mai 2008, 17:09 Uhr
Was andere, viel kleinere und (vermutlich) höher verschuldete Städte längst haben, ist in Nordhausen die glatte Null-Nummer: Eine Interessengemeinschaft der Händler. Und vielleicht mal einheitliche Öffnungszeiten. Jetzt gibt es eine Aufforderung aus dem Rathaus...
Zur Gründung einer eigenen Interessengemeinschaft hat Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) die Nordhäuser Händler aufgefordert. Die Stadtverwaltung biete sich an, die Gründung anzuschieben und logistische Hilfe zu leisten. Darauf ist unser Engagement dann allerdings beschränkt – der Rest ist Sache der Händler selbst, denn wir wollen niemandem etwas verordnen, sagte die Dezernentin gestern Abend bei einem Treffen des Nordhäuser Stadtmarketings in der Kreissparkasse. Sollten sich nicht genug Händler zur Gründungsversammlung einfinden, werde es seitens der Stadtverwaltung keine weiteren Initiativen geben.
Der Termin der Gründungsveranstaltung werde öffentlich bekannt gegeben, darüber hinaus werde ich mich persönlich noch einmal mit allen Händlern in Verbindung setzen und sie zum Mitmachen auffordern. Welche Form und welchen Namen diese Gemeinschaft haben wird, ist ebenfalls Angelegenheit der Händler selbst.
Die Gründung einer solchen Gemeinschaft liege sowohl im Interesse der Verwaltung als auch der Händler: Die Händler können mit Hilfe dieser Vereinigung dann mit einer Stimme sprechen – und wir haben einen Ansprechpartner. Bis jetzt werden wir oft mit unzähligen Einzelforderungen konfrontiert, die sich oft noch widersprechen. Das macht es uns natürlich schwer, politische Entscheidungen vorzubereiten, sagte Frau Klaan. Darüber hinaus könne die Vereinigung dann in Eigenregie zum Beispiel Aktionen wie den verkaufsoffenen Sonntag organisieren.
Die Stadtverwaltung habe sich in den zurückliegenden drei Jahren aktiv um den Stadtmarketingprozess gekümmert und sich auch finanziell erheblich engagiert – unter anderem mit der Vorbereitung und Organisation der verkaufsoffenen Sonntage – das Echo bei der Nordhäuser Händlerschaft war allerdings mäßig. Es ist letztlich nur eine Handvoll Geschäftsleute, die sich engagieren, der Rest sagt `Nein Danke – macht Ihr mal.´ Einige meinen sogar, sie würden der Stadtverwaltung einen Gefallen tun, wenn sie sonntags ihre Geschäfte öffnen. Das ist ein Irrtum. Denn letztlich profitieren vor allem die Händler, wenn die Kunden sagen, jawohl, es lohnt sich, nach Nordhausen zu fahren, um einzukaufen, sagte Frau Klaan.
Auch Wolfgang Asche, Vorstand der Kreissparkasse, sprach sich für die Gründung einer solchen Gemeinschaft aus und erinnerte an die frühen 90-er Jahre: Da gab es eine solche bereits, mit immerhin über 100 Mitgliedern, die auch alle sehr engagiert waren. Warum sollte dies heute nicht mehr möglich sein?
Ein weiteres Thema auf der Stadtmarketing-Sitzung war die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage. Sind vier für die ganze Stadt zuviel – sollten es besser zwei sein für das gesamte Stadtgebiet und zwei weitere stadtteilbezogenen, zum Beispiel für das Bahnhofsviertel oder die Altstadt ? – diese Frage wurde kontrovers diskutiert. Für den Fall einer Entscheidung dazu – die eine Interessengemeinschaft treffen könnte – sicherte Frau Klaan für die Stadtverwaltung zu, für die beiden gesamtstädtischen verkaufsoffenen Sonntage für ein kulturelles Rahmenprogramm zu sorgen.
Autor: nnzZur Gründung einer eigenen Interessengemeinschaft hat Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) die Nordhäuser Händler aufgefordert. Die Stadtverwaltung biete sich an, die Gründung anzuschieben und logistische Hilfe zu leisten. Darauf ist unser Engagement dann allerdings beschränkt – der Rest ist Sache der Händler selbst, denn wir wollen niemandem etwas verordnen, sagte die Dezernentin gestern Abend bei einem Treffen des Nordhäuser Stadtmarketings in der Kreissparkasse. Sollten sich nicht genug Händler zur Gründungsversammlung einfinden, werde es seitens der Stadtverwaltung keine weiteren Initiativen geben.
Der Termin der Gründungsveranstaltung werde öffentlich bekannt gegeben, darüber hinaus werde ich mich persönlich noch einmal mit allen Händlern in Verbindung setzen und sie zum Mitmachen auffordern. Welche Form und welchen Namen diese Gemeinschaft haben wird, ist ebenfalls Angelegenheit der Händler selbst.
Die Gründung einer solchen Gemeinschaft liege sowohl im Interesse der Verwaltung als auch der Händler: Die Händler können mit Hilfe dieser Vereinigung dann mit einer Stimme sprechen – und wir haben einen Ansprechpartner. Bis jetzt werden wir oft mit unzähligen Einzelforderungen konfrontiert, die sich oft noch widersprechen. Das macht es uns natürlich schwer, politische Entscheidungen vorzubereiten, sagte Frau Klaan. Darüber hinaus könne die Vereinigung dann in Eigenregie zum Beispiel Aktionen wie den verkaufsoffenen Sonntag organisieren.
Die Stadtverwaltung habe sich in den zurückliegenden drei Jahren aktiv um den Stadtmarketingprozess gekümmert und sich auch finanziell erheblich engagiert – unter anderem mit der Vorbereitung und Organisation der verkaufsoffenen Sonntage – das Echo bei der Nordhäuser Händlerschaft war allerdings mäßig. Es ist letztlich nur eine Handvoll Geschäftsleute, die sich engagieren, der Rest sagt `Nein Danke – macht Ihr mal.´ Einige meinen sogar, sie würden der Stadtverwaltung einen Gefallen tun, wenn sie sonntags ihre Geschäfte öffnen. Das ist ein Irrtum. Denn letztlich profitieren vor allem die Händler, wenn die Kunden sagen, jawohl, es lohnt sich, nach Nordhausen zu fahren, um einzukaufen, sagte Frau Klaan.
Auch Wolfgang Asche, Vorstand der Kreissparkasse, sprach sich für die Gründung einer solchen Gemeinschaft aus und erinnerte an die frühen 90-er Jahre: Da gab es eine solche bereits, mit immerhin über 100 Mitgliedern, die auch alle sehr engagiert waren. Warum sollte dies heute nicht mehr möglich sein?
Ein weiteres Thema auf der Stadtmarketing-Sitzung war die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage. Sind vier für die ganze Stadt zuviel – sollten es besser zwei sein für das gesamte Stadtgebiet und zwei weitere stadtteilbezogenen, zum Beispiel für das Bahnhofsviertel oder die Altstadt ? – diese Frage wurde kontrovers diskutiert. Für den Fall einer Entscheidung dazu – die eine Interessengemeinschaft treffen könnte – sicherte Frau Klaan für die Stadtverwaltung zu, für die beiden gesamtstädtischen verkaufsoffenen Sonntage für ein kulturelles Rahmenprogramm zu sorgen.
