Die "Preußen" sind wieder da
Mittwoch, 29. Mai 2002, 18:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch an die skurrilen Berichte der nnz über die Preußische Reichsregierung erinnern? Jetzt traten die Typen wieder in Erscheinung, diesmal...
...in Sondershausen, und zwar vorm dortigen Amtsgericht. Zu tun haben sollte es der 48jährige Vertreter der Preußischen Reichsregierung mit Richter Christian Kropp. Dieser Mann ist für seine außergewöhnlichen Urteile in den zurückliegenden Jahren landesweit bekannt geworden. So erteilte er einem verurteilten Rechtsradikalen die Auflage, die Hitler-Biographie zu lesen und darüber einen Aufsatz zu schreiben. Heute allerdings sollte er seine erste Begegnung der ungewöhnlichen Art haben. Doch worum ging es heute: Der Angeklagte hatte als im Reichsministerium des Deutschen Reiches für Personalwesen Beschäftigter im Rahmen eines Steuerverfahrens zwei Schreiben an das Sondershäuser Finanzamt geschickt. Darin wurden Mitarbeiter der Behörde aufgefordert, Vollstreckungsmaßnahmen gegen ihn aufzuheben. Für den Fall der Nichtbefolgung wurde angedroht, dass Ermittlungsbehörden des Deutschen Reiches eingeschaltet und Verfahren gegen die Beamten wegen Landes- und Hochverrat eingeleitet würden.
Das fanden die Staatsanwälte in Mühlhausen überhaupt nicht lustig. Sie erhoben Anklage wegen versuchter Nötigung. Und so wartete Richter Christian Kropp heute auf den Vertreter des Deutschen Reiches. Kropp wartete vergebens. Der Angeklagte ließ sich per Fax entschuldigen, er habe eine Autopanne in der Nähe von Bremen. Da die Begründung für Kropp nicht schlüssig und das Fax offenbar gefälscht sei, erließ er schnell einen Haftbefehl, gleichzeitig wurde der Angeklagte bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben.
Autor: nnz...in Sondershausen, und zwar vorm dortigen Amtsgericht. Zu tun haben sollte es der 48jährige Vertreter der Preußischen Reichsregierung mit Richter Christian Kropp. Dieser Mann ist für seine außergewöhnlichen Urteile in den zurückliegenden Jahren landesweit bekannt geworden. So erteilte er einem verurteilten Rechtsradikalen die Auflage, die Hitler-Biographie zu lesen und darüber einen Aufsatz zu schreiben. Heute allerdings sollte er seine erste Begegnung der ungewöhnlichen Art haben. Doch worum ging es heute: Der Angeklagte hatte als im Reichsministerium des Deutschen Reiches für Personalwesen Beschäftigter im Rahmen eines Steuerverfahrens zwei Schreiben an das Sondershäuser Finanzamt geschickt. Darin wurden Mitarbeiter der Behörde aufgefordert, Vollstreckungsmaßnahmen gegen ihn aufzuheben. Für den Fall der Nichtbefolgung wurde angedroht, dass Ermittlungsbehörden des Deutschen Reiches eingeschaltet und Verfahren gegen die Beamten wegen Landes- und Hochverrat eingeleitet würden.
Das fanden die Staatsanwälte in Mühlhausen überhaupt nicht lustig. Sie erhoben Anklage wegen versuchter Nötigung. Und so wartete Richter Christian Kropp heute auf den Vertreter des Deutschen Reiches. Kropp wartete vergebens. Der Angeklagte ließ sich per Fax entschuldigen, er habe eine Autopanne in der Nähe von Bremen. Da die Begründung für Kropp nicht schlüssig und das Fax offenbar gefälscht sei, erließ er schnell einen Haftbefehl, gleichzeitig wurde der Angeklagte bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben.
