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Nicht hinter Mauern verstecken

Montag, 05. Mai 2008, 11:36 Uhr
Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Nordhäuser Südharz-Krankenhaus hat seit dem 1. April einen neuen Chef: Dr. Dr. Reinhard Arndt. Die nnz stellt den Mediziner vor...

Der Neue: Dr. Dr. Reinhard Arndt (Foto: SHK) Der Neue: Dr. Dr. Reinhard Arndt (Foto: SHK)

Der 49jährige hat in Göttingen Psychologie und Medizin studiert und absolvierte zwei Facharztausbildungen in den Bereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin am Uniklinikum in Kiel. Danach entwickelte er in Kooperation mit der Klinik für Neuropädiatrie und der Medizinischen Psychologie die „Kieler Verhaltensmedizinische Ambulanz“. Hierbei handelte es sich um ein Modellprojekt der AOK, bei dem körperlich chronisch erkrankte Kinder und ihre Familien in einem multiprofessionellem Team psychotherapeutisch betreut wurden.

Bevor der neue Chefarzt seine Stelle in Nordhausen antrat, arbeitete Dr. Dr. Arndt zunächst noch sechs Jahre als Oberarzt an den Rheinischen Kliniken in Bonn, und zuletzt war er als ärztlicher Leiter eines Medizinischen Versorgungszentrums tätig.

Was Reinhard Arndt in Nordhausen beeindruckte, war nicht nur die vorbildliche räumliche und technische Ausstattung der neu eingerichteten Klinik sondern vor allem das hoch engagierte und motivierte Team. Die kindgerechte, ja sogar liebevolle Einrichtung sei wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Kinder und ihre Familienangehörigen Ängste leichter abbauen und sich schnell auf den therapeutischen Prozess einlassen können.

Als unschätzbarer Vorteil erweist sich für den neuen Chefarzt die Integration seiner Klinik in eine große medizinische Einrichtung mit all ihren Möglichkeiten. Hervorzuheben ist aus fachlicher Sicht natürlich die enge Kooperation mit der Pädiatrie.

Am Südharz-Krankenhaus in Nordhausen will Dr. Dr. Arndt in den kommenden Monaten eine Opferschutz-Ambulanz aufbauen. Hier könnten Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erkrankungen sofort mit den entsprechenden Techniken behandelt werden. Vor allem will der „Neue“ immer noch bestehende Vorbehalte gegenüber der Psychiatrie abbauen, will in die Öffentlichkeit gehen.

„Wir müssen unser fundiertes Fachwissen transparenter machen. Wir können uns ganz einfach in die Karten gucken lassen und brauchen uns nicht mehr hinter Mauern verstecken“, lautet seine Devise. Dazu will der Mediziner auch die in der Region vorhandenen und gut ausgebauten sozial Netzwerke nutzen. Die ersten Vorträge stehen bereits in seinem Terminkalender.
Autor: nnz

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