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Arbeit muss sich lohnen

Montag, 05. Mai 2008, 11:12 Uhr
Unter diesem Motto hatte der Kreisverband der LINKEN am 1. Mai nach Bleicherode eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern des DGB und des VdK fand bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen die Maifeier statt. Traditionell erhielten alle Frauen langstielige rote Nelken. Ein Bericht von Ralf Bayer...


Nach der Begrüßung durch den BO-Vorsitzenden Gerhard Leser fand Birgit Keller, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag, treffende Worte, die den Gedanken des 1.Mai widerspiegelten. „Arbeit muß sich lohnen“ – eine Forderung, die gerade in unserer heutigen Zeit ständig neu erkämpft werden muss. Der von den Regierenden monatlich gepriesene Rückgang der Arbeitslosenzahlen, der als wirtschaftlicher Aufschwung verkauft wird, basiere auf Leiharbeit, Lohndumping und Tarifflucht. Reguläre Beschäftigung werde durch Leiharbeit ersetzt. Die Folgen, mehrere Beschäftigungsverhältnisse bei Billiglöhnen oder Aufstockung der Löhne durch soziale Zuschüsse trotz Vollzeitjob spüren gerade in der Nordthüringer Region schon viele Menschen – eine Region, in der bundesweit mit 71% Niveau die niedrigsten Löhne gezahlt werden. Woher soll dann in vielen Familien das Geld für die Absicherung des Existenzminimums noch kommen?
Gerade an einem solchen Tag wie heute, der durch das Zusammenfallen mit dem „Vatertag“ von CDU und auch SPD als „Familienwandertag“ in seiner politischen Bedeutung verwischt werden sollte, sind alle Forderungen, die für eine sozial gerechte Familienpolitik stehen, immer wieder zu betonen. In diesem Sinne kamen am Info-Stand der LINKEN auch mehr als 80 Unterschriften für das Volksbegehren „Mehr Demokratie in Thüringer Kommunen“ zusammen.

Der Ortsverband des VdK setzte seine Unterschriftensammlung unter dem Motto „Teilhabe jetzt – Eine Gesellschaft für alle“ im Rahmen dieser Maiveranstaltung ebenfalls fort. Die Erklärung von Barcelona „Die Stadt und die Behinderten“ vom 24.03 1995 lässt immer noch kommunale Fehlentscheidungen erkennen, die nicht unter dem Blickwinkel der Eignung für und die Integration von behinderten und älteren Menschen erfolgt sind.

Neben politischer Diskussion kam aber auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Dank vieler Sponsoren der Bleicheröder BO und des Kreisverbandes mundeten Fettbrote, Kuchen, Kaffee und andere Getränke ausgezeichnet. Für die Jüngsten gab es neben Spielzeug und Süßigkeiten eine Malstrasse. Besonderer Dank gilt Herrn Weber, der Ponykutschfahrten durchführte. Ebenso bedanken wir uns bei Frau Schmidt von der Bleicheröder Grundschule, die mit verschiedenen Rollergeräten für die sportliche Betätigung der Kinder sorgte.
Ralf Bayer
Autor: nnz

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