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Tag der „guten“ Arbeit

Donnerstag, 01. Mai 2008, 13:49 Uhr
Strahlender Sonnenschein, der Petersberg als Veranstaltungsort. Was kann Organisatoren da noch passieren? Die Antwort ist einfach: Die Gewerkschaften laden ein...

Der 1. Mai in Nordhausen (Foto: nnz) Der 1. Mai in Nordhausen (Foto: nnz)

Waren es 80, waren es 100 Frauen, Kinder und Männer, die heute kurz nach 10 Uhr auf dem Petersberg gezählt wurden? Der DGB und die Einzelgewerkschaften sowie die mit ihnen „befreundeten“ Parteien sollten und müssen sich künftig etwas einfallen lassen, um den Menschen das zu sagen, was es zu sagen gibt und wofür es sich lohnt, nicht nur auf die Straße zu gehen, sondern wenigstens an einem freien Tag, bei herrlichstem Wetter auf den Petersberg zu kommen. Ausreden hörte man heute viel, vor allem eine: Die meisten sind auf Männertagstour.

„Gute Arbeit muss drin sein – Leiharbeit gesetzlich begrenzen“, unter dieses Leitmotto stellte auch Andreas Wieninger, der DGB-Kreischef, seine Rede. Er prangerte unter anderen die Situation in Nordthüringen an. „Wie ernst die Lage ist, führt die aktuelle Entwicklung bitter vor Augen. In Nordthüringen werden bundesweit die niedrigsten Löhne gezahlt. Wir liegen damit auf einem Niveau von 71 % der alten Bundesländer. Leiharbeit in Thüringen steht für niedrige Entlohnung bei hoher sozialer Unsicherheit“, so Wieninger. Der lokale SPD-Politiker ließ es sich nicht nehmen, auch ein wenig gegen die Landkreis-Verwaltung und die CDU zu wettern. Das Übliche eben.

Letztere Partei bleibt derartigen Happenings seit Jahren fern. Stellt sich auch da die Frage, inwieweit christdemokratische Politik konform mit der Tatsache ist, daß Menschen, die Vollzeit und mehr arbeiten, davon nicht leben können?

Ein Familienfest schloß sich dem offiziellen Teil an und Musik gab es von der Gruppe „Smaragd“. Mehr gibt es nicht zu berichten.
Autor: nnz

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