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Deutscher Jude und israelischer Offiziers

Dienstag, 29. April 2008, 14:24 Uhr
Das Bildungswerk Erfurt der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet am kommenden Montag in der Kreissparkasse Nordhausen einen Vortrags- und Gesprächsabend. Dan Boehm, Zeitzeuge aus Israel, wird über die historische Entwicklung Israels, seine Gesellschaft und über den israelisch-arabischen Konflikt referieren. Weitere Infos dazu mit dem bekannten Klick.


Thüringens Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) wird im Anschluss das Gespräch mit Herrn Boehm führen. Dr. Manfred Schröter, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Nordhausen wird die Veranstaltung moderieren. Darüber hinaus soll über die vielfältigen deutsch-israelischen Kontakte und freundschaftliche Beziehungen berichtet werden, die unter dem historischen Hintergrund des Holocausts keinesfalls selbstverständlich sind. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, um Anmeldung per Telefon (0361-654910, Fax 0361-6549111 oder E-Mail kas-erfurt@kas.de) wird gebeten.

Zum Thema:
Vor nunmehr 60 Jahren erhielten das Jüdische Volk und vor allem die Überlebenden des Holocausts eine staatliche Heimstatt und konnten ihre Kultur endlich wieder frei entfalten. Doch auch die Geschichte des jungen Landes Israel blieb nicht frei von Gewalt und Opfern. Gleichwohl etablierte sich trotz permanenter Krisenzustände eine Demokratie, in der die israelischen Bürger ihre Grund- und Freiheitsrechte wahrnehmen können. Diese demokratischen Errungenschaften sind beispielhaft in einer Region, welche leider noch immer von autokratischen und diktatorischen Regimes gekennzeichnet ist.

In diesem Kontext steht Israel einer täglichen Bedrohung des Terrorismus, Krieges und Vernichtungsaufrufen des iranischen Staatschefs Mahmud Ahmadenischad gegenüber. Aufgrund dieser Situation ergeben sich notwendige Maßnahmen der Selbstverteidigung für Israel, die in der bruchstückhafter Medienberichterstattung nur selten vollständig dargestellt werden. Daher besteht oft ein Unverständnis oder gar Ablehnung gegenüber Israel, doch wird dabei vernachlässigt, dass keine andere Demokratie der Welt ähnlichen Herausforderungen begegnen muss.

Der israelische Staat ist jedoch durch weit mehr Facetten geprägt, als den historischen Konflikt mit den Palästinensern und seinen arabischen Nachbarn.

Referent
Dan Boehm, aufgewachsen in Dresden und Berlin, emigrierte mit seinen Eltern 1933. Bald darauf musste er aus der Ferne erfahren, wie engste Familienangehörige Hitlers Holocaust zum Opfer fallen. Mit der Gründung des Staates Israel vor 60 Jahren tritt Dan Boehm in die Armee ein. Als Offizier des Nachrichtendienstes und des Militärrundfunks ist Boehm mit spektakulären Spionageaffären konfrontiert.

Er erlebt alle fünf Kriege mit, in die sein Land mit den arabischen Nachbarn verwickelt ist. Dan Boehms Leben steht stellvertretend für das vieler Juden aus aller Welt, die nichts sehnlicher wünschen, als nach 2000 Jahren Verfolgung in einer Heimstatt zu leben, der ein dauerhafter Frieden beschieden ist. Sein Buch „Shalom. Land der Väter“ erschien 1998 im Verlag Das Neue Berlin.

Montag, 5. Mai 200, 19.30 Uhr, Kreissparkasse Nordhausen
Autor: nnz

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