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Petition übergeben

Mittwoch, 28. April 1999, 19:01 Uhr
Zu einem Arbeitsbesuch weilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund heute bei der Pro Vita Akademie in Nordhausen. Was der Politiker dort erlebte, das hat die nnz erfahren...

Besuch bei Pro Vita (Foto: M.S.) Besuch bei Pro Vita (Foto: M.S.)

Grund war einer Einladung der Einrichtung gefolgt. Zunächst wurde der Bundestagsabgeordnete von der Leiterin der Einrichtung, Uta Triebel sowie dem Pädagogischen Leiter Peter Gebhardt begrüßt. Die Bildungsinrichtung, an der zwischen 600 und 700 Auszubildende in sieben verschiedenen medizinischen sowie Pflegeberufen ausgebildet werden, wurde bereits 1990 gegründet.

Neben dem Landkreis Nordhausen und dem Eichsfeldkreis hat die Einrichtung auch die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt als Einzugsbereich. Nicht ohne Stolz konnte in dem Gespräch vor allem von einer sehr hohen Vermittlungsquote der jungen Menschen berichtet werden.

Problematisch erscheint jedoch der Fakt, dass trotz der sehr hoch angesetzten Thüringer Zugangsvoraussetzungen die Heilerziehungspfleger in stationären Einrichtungen nur als Pflegehilfskräfte anerkannt werden. Hier gibt es keine Gleichstellung des Berufsbildes zwischen den Regelungen im Sozialgesetzbuch XI und XII. Grund zeigte sich in dem Gespräch dazu bereits gut informiert und sagte seine Unterstützung zu.

Im Anschluss übergab Katja Stein im Namen der betroffenen Schüler dem Abgeordneten dazu eine Petition. Manfred Grund nutzte auch die Gelegenheit und erläuterte vor einer Klasse Heilerziehungspfleger den parlamentarischen Ablauf in Gesetzgebungsverfahren und sagte seine Unterstützung zu. Grund bedankte sich bei den jungen Leuten und meinte dazu abschließend: "Das Anliegen und der Sachverhalt sind mit vernünftigen Menschenverstand nachvollziehbar. Ich werde auch die zuständigen Fraktionskollegen informieren und sensibilisieren - im Interesse von mehr Gerechtigkeit bei der Bewertung der Ausbildung."
Autor: nnz

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