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Schützen und beobachten

Samstag, 26. April 2008, 13:48 Uhr
Das Areal um die Nordhäuser Kiesteiche ist um ein Kleinod reicher geworden. Heute Vormittag ist am Möwensee eine Beobachtungsstation für Vögel offiziell ihrer Nutzung übergeben worden. Die nnz war für Sie dabei...

Beobachtungsposten (Foto: nnz) Beobachtungsposten (Foto: nnz)

Es war im Jahr 2005, da hatte der 1991 gegründete Förderverein „Seenplatte der Goldenen Aue“ den Beschluss gefasst, einen Beobachtungsturm für Vögel zu errichten. Fast drei Jahre hatte es gedauert, bis aus der Idee Realität wurde. Erst sollte ein Turm aus Holz gebaut werden. Das war angesichts der augenscheinlichen Zerstörungen durch Vandalismus in diesem Bereich schnell wieder verworfen worden.

Seitens der Kieswerke GmbH wurde die Nutzung eines ehemaligen Trafohäuschens angeboten. Das wurde in den zurückliegenden Monaten auf Vordermann gebracht. Noch schwieriger allerdings gestaltete sich nach Meinung des Fördervereins die „Suche“ nach Fördermitteln. Dank „LEADER +“ der europäischen Union konnte dann ans Werk gegangen werden. 10.000 Euro kamen an Eigenmitteln dazu, das Obergeschoss wurde entkernt, einen neue Decke eingezogen und zwei Fenster mit Blick auf den Möwensee eingebaut.

Beobachtungsposten (Foto: nnz) Beobachtungsposten (Foto: nnz)

Neben dem Förderverein, dem Einzelpersonen aber auch die Stadt Nordhausen sowie weitere Vereine angehören, machten sich unter anderen der NABU-Kreisverband Nordhausen und der Verein der Nordhäuser Ornithologen um den Ausbau verdient. Vor allem wurde das Engagement von Richard Krause (im Foto) heute gewürdigt. Der 71jähriger Bielener war denn auch sichtbar zufrieden. Er berichtete den Gästen am Vormittag über den tiefsten See der Bielener Kiesgewässer. Mit einer Tiefe von rund 40 Meter würde er kaum zufrieren und sei deshalb vor allem im Winter ein beliebtes Ziel der Vögel. Seetaucher, Pfeifenten und viele andere gefiederte Tiere seien gesichtet worden und können von nun an beobachtet werden.

Im Obergeschoss des ehemaligen Trafohäuschens ist eine Ausstellung über die heimatliche Vogelwelt untergebracht. Krause hofft, dass vor allem Schulklassen oder Kindergartengruppen die Möglichkeiten der neuen Station nutzen. Um Vandalismus vorzubeugen, ist die Station verschlossen. Schlüssel gibt es bei Herrn Kirchner von der Nordhäuser Wach- und Schließ GmbH am Uthleber Weg, in der Strandgaststätte Bielen, bei Richard Krause in Bielen ist bei Reinhard Koch in der Nordhäuser Stadtverwaltung.
Autor: nnz

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