Eine Reise in neue Märkte
Montag, 27. Mai 2002, 12:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Gemeinsam mit Nordthüringer Kommunalpolitikern weilte Bundestagsabgeordneter Eckhard Ohl (SPD) in der vergangenen Woche in Malta. nnz unterhielt sich mit Ohl über die Ergebnisse und über den bevorstehenden Wahlkampf.
Ich werde meinen Wahlkampf in den kommenden Tagen nicht an meinen politischen Kontrahenten, sondern an den zu lösenden Problemen in Nordthüringen festmachen, gibt ein seit Samstag sichtlich erleichterter Eckhard Ohl seine Marschrichtung vor. Nach der Wahl auf Listenplatz 5 fühle er sich natürlich ein wenig in seinem persönlichen Ego gestärkt, gab er heute im nnz-Gespräch zu. Bis zum September will der Kandidat jede Menge Vertreter von Botschaften, Bundespolitiker und sogar US-Journalisten in den Norden des Freistaates holen. Unter den Ausländern werden auch Chefs einer renommierten Hotelgruppe auf Malta und der maltesische Tourismusminister sein.
Mit denen sprachen Ohl, der Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Harald Zanker, der Bürgermeister von Bad Langensalza, Bernhard Schönau, und der 1. Beigeordnete der Nordhäuser Kreisverwaltung, Matthias Jendricke, während eines Besuches auf der Mittelmeerinsel. Das Trio informierte sich während der vergangenen Woche über den Wirtschaftsstandort Malta sowie über Möglichkeiten einer Kooperation mit Nordthüringer Unternehmen.
Eckard Ohl bezeichnete es als die blödsinnigste Idee daran zu glauben, dass der nationale Verteilungsmodus auf Dauer neue Arbeitsplätze vor allem in den neuen Bundesländern schaffen werde. Malta als eine künftige Drehscheibe des Handels zwischen Europa, Afrika und den arabischen Staaten biete die besten Möglichkeiten, von der Globalisierung zu profitieren. Viele internationale Wirtschaftsberatungsbüros hätten sich in dem Inselstaat bereits angesiedelt. Sie alle bewiesen, dass sie unter einem gesunden Konkurrenzdruck wesentlich mehr für Unternehmen leisten könnten, als die festgefahrenen Strukturen einer Zwangsmitgliedschaft in der IHK.
Gespräche führten Ohl und seine Begleiter mit dem deutschen Botschafter in Malta, mit dem Unternehmen Metco, sie nahmen an einem Empfang der maltesischen Handelskammer teil, und redeten mit Hotelmanagern über ihr künftiges Engagement in Nordthüringen. Hierbei soll auch der Name Sülzhayn gefallen sein. Mit Genugtuung registrierte Eckhard Ohl, dass Thüringen das erste der neuen Bundesländer sei, welches Interesse an Malta als Wirtschaftsstandort zeige. Die nun aufgebauten Kontakte sollen in den kommenden Wochen und Monaten weiter vertieft werden, auch in Nordthüringen. Und Ohl, das wird er im Wahlkampf noch mehrfach versprechen, will die Wirtschaft seines Wahlkreises nicht nur in der Welt bekannt machen, sondern auch zu neuen Märkten führen. Nur in deren behutsamer Erschließung ließen sich auf Dauer neue Arbeitsplätze schaffen.
Autor: nnz
Ich werde meinen Wahlkampf in den kommenden Tagen nicht an meinen politischen Kontrahenten, sondern an den zu lösenden Problemen in Nordthüringen festmachen, gibt ein seit Samstag sichtlich erleichterter Eckhard Ohl seine Marschrichtung vor. Nach der Wahl auf Listenplatz 5 fühle er sich natürlich ein wenig in seinem persönlichen Ego gestärkt, gab er heute im nnz-Gespräch zu. Bis zum September will der Kandidat jede Menge Vertreter von Botschaften, Bundespolitiker und sogar US-Journalisten in den Norden des Freistaates holen. Unter den Ausländern werden auch Chefs einer renommierten Hotelgruppe auf Malta und der maltesische Tourismusminister sein.Mit denen sprachen Ohl, der Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Harald Zanker, der Bürgermeister von Bad Langensalza, Bernhard Schönau, und der 1. Beigeordnete der Nordhäuser Kreisverwaltung, Matthias Jendricke, während eines Besuches auf der Mittelmeerinsel. Das Trio informierte sich während der vergangenen Woche über den Wirtschaftsstandort Malta sowie über Möglichkeiten einer Kooperation mit Nordthüringer Unternehmen.
Eckard Ohl bezeichnete es als die blödsinnigste Idee daran zu glauben, dass der nationale Verteilungsmodus auf Dauer neue Arbeitsplätze vor allem in den neuen Bundesländern schaffen werde. Malta als eine künftige Drehscheibe des Handels zwischen Europa, Afrika und den arabischen Staaten biete die besten Möglichkeiten, von der Globalisierung zu profitieren. Viele internationale Wirtschaftsberatungsbüros hätten sich in dem Inselstaat bereits angesiedelt. Sie alle bewiesen, dass sie unter einem gesunden Konkurrenzdruck wesentlich mehr für Unternehmen leisten könnten, als die festgefahrenen Strukturen einer Zwangsmitgliedschaft in der IHK.
Gespräche führten Ohl und seine Begleiter mit dem deutschen Botschafter in Malta, mit dem Unternehmen Metco, sie nahmen an einem Empfang der maltesischen Handelskammer teil, und redeten mit Hotelmanagern über ihr künftiges Engagement in Nordthüringen. Hierbei soll auch der Name Sülzhayn gefallen sein. Mit Genugtuung registrierte Eckhard Ohl, dass Thüringen das erste der neuen Bundesländer sei, welches Interesse an Malta als Wirtschaftsstandort zeige. Die nun aufgebauten Kontakte sollen in den kommenden Wochen und Monaten weiter vertieft werden, auch in Nordthüringen. Und Ohl, das wird er im Wahlkampf noch mehrfach versprechen, will die Wirtschaft seines Wahlkreises nicht nur in der Welt bekannt machen, sondern auch zu neuen Märkten führen. Nur in deren behutsamer Erschließung ließen sich auf Dauer neue Arbeitsplätze schaffen.
